Peperomien

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Peperomien
Peperomia leptostachya

Peperomia leptostachya

Systematik
Klasse: Bedecktsamer (Magnoliopsida)
Magnoliids
Ordnung: Pfefferartige (Piperales)
Familie: Pfeffergewächse (Piperaceae)
Unterfamilie: Piperoideae
Gattung: Peperomien
Wissenschaftlicher Name
Peperomia
Ruiz & Pav.

Die Peperomien (Peperomia), auch „Zwergpfeffer“ genannt, sind eine Pflanzengattung in der Familie der Pfeffergewächse (Piperaceae). Die Gattung umfasst etwa 1000 bis 1500 Arten. Vertreter dieser Gattung sind fast überall in den Tropen beheimatet. Alle Arten benötigen ein warmes Klima, feuchten, humusreichen Boden und vertragen keinen Frost.

Beschreibung[Bearbeiten]

Peperomia-Arten wachsen als einjährige oder ausdauernde krautige Pflanzen unterschiedlicher Größe und Gestalt. Sie gedeihen epiphytisch, lithophytisch oder terrestrisch und viele Arten sind sukkulente Pflanzen. Die meisten Arten erreichen nur Wuchshöhen von etwa 30 Zentimeter. Die meistens dicken und oft fleischigen Sprossachsen wachsen aufrecht bis kriechend. Bei vielen Arten werden an den Nodien Wurzeln gebildet. Die vegetativen Pflanzenteile können glatt sein oder mit Haaren oder Drüsen bedeckt sein. Die wechselständig, gegenständig oder wirtelig angeordneten Laubblätter sind einfach und oft fleischig mit ganz unterschiedlichen Blattformen. Einige Arten besitzen sehr dekorative Blätter.

Viele Blüten sitzen in end-, selten seitenständigen, meist aufrechten, ährigen Blütenständen auf mehr oder weniger langen Blütenstandsschäften. Die Deckblätter sind meist kreis- oder schildförmig. Die ungestielten, meist sehr kleinen Blüten sind zwittrig. Es sind nur zwei Staubblätter vorhanden mit kurzen Staubfäden. Der oberständige Fruchtknoten ist einfächrig mit nur einer Samenanlage. Der Griffel endet meist in einer einfachen, selten zweiästigen Narbe.

Es werden sehr kleine Nussfrüchte gebildet, die oft typisch gebogen sind und eine warzige oder netzartige Oberfläche besitzen.

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]

Die Vertreter der Gattung sind weltweit über die tropischen und subtropischen Zonen verbreitet. Ein Schwerpunkt der Artenvielfalt liegt in Zentral- und Südamerika. In Peru kommen 390, in Kolumbien 254, in Ecuador 237, Costa Rica 155, Mexiko 117, auf Hispaniola 43, auf Madagaskar 39, auf den Philippinen 24, auf dem afrikanischen Kontinent 20 und in Australien 5 Arten vor.[1]

Die Gattung Peperomia wurde 1794 von Hipólito Ruiz López & José Antonio Pavón y Jiménez in Florae Peruvianae, et Chilensis Prodromus, 8, Tafel 2 erstbeschrieben. In der Gattung Peperomia gibt es etwa 1000 bis 1500 Arten. Eine Unterteilung der Gattung in neun Untergattungen und sieben Sektionen geht auf Dahlstedt 1900 zurück.

Wichtige Arten[Bearbeiten]

Folgende wichtigere Arten sind teilweise in Mitteleuropa in Kultur:[2]

Peperomia clusiifolia (die roten Blüten gehören zu einer Sauerklee-Art (Oxalis))
Reseden-Peperomie (Peperomia fraseri)
Fleischige Peperomie (Peperomia obtusifolia)

Nutzung[Bearbeiten]

Viele Arten werden aufgrund des attraktiven Blattschmucks, einige auch wegen ihrer schönen Blütenstände kultiviert. Peperomia blanda und Peperomia tetraphylla werden in der chinesischen Medizin verwendet.

Quellen[Bearbeiten]

  • Yung-chien Tseng, Nianhe Xia, Michael G. Gilbert: Piperaceae in der Flora of China. Volume 4, 1999, S. 129. Peperomia - Online. (Abschnitt Beschreibung, Nutzung und Systematik)
  • David E. Boufford: Piperaceae in der Flora of North America. Volume 3, 1993. Peperomia - Online. (Abschnitt Beschreibung)
  • Walter Erhardt u. a.: Der große Zander. Enzyklopädie der Pflanzennamen. Band 2. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 2008. ISBN 978-3-8001-5406-7

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b peperomia.net (engl.)
  2. Walter Erhardt u. a.: Der große Zander. Enzyklopädie der Pflanzennamen. Band 2, Seite 1613-1614. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 2008. ISBN 978-3-8001-5406-7

Weiterführende Literatur[Bearbeiten]

  •  S. Wanke, M. S. Samain, L. Vanderschaeve, G. Mathieu, P. Goetghebeur, C. Neinhuis: Phylogeny of the genus Peperomia (Piperaceae) inferred from the trnK/matK region (cpDNA). In: Plant Biology. 8, 2006, S. 93-102.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Peperomien – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien