Percy Jackson – Diebe im Olymp

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Percy Jackson - Diebe im Olymp)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Filmdaten
Deutscher Titel Percy Jackson – Diebe im Olymp
Originaltitel Percy Jackson & the Olympians: The Lightning Thief
Produktionsland USA
Kanada
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2010
Länge 120 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
JMK 10
Stab
Regie Chris Columbus
Drehbuch Craig Titley
Rick Riordan (Roman)
Produktion Chris Columbus
Michael Barnathan
Karen Rosenfelt
Musik Christophe Beck
Kamera Stephen Goldblatt
Schnitt Peter Honess
Besetzung

Percy Jackson – Diebe im Olymp ist ein US-amerikanischer Fantasyfilm und zugleich die Verfilmung des ersten Romans der Percy-Jackson-Reihe von Rick Riordan aus dem Jahr 2010 unter der Regie von Chris Columbus. Der Kinostart war in Deutschland am 11. Februar 2010 und in den USA einen Tag später. In den Hauptrollen sind Logan Lerman als Percy Jackson sowie Brandon T. Jackson und Alexandra Daddario als Percys Freunde Grover Underwood und Annabeth Chase zu sehen.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Handlung

Der Teenager Percy (Perseus) Jackson besucht eine New Yorker Schule. Zusammen mit seinem gehbehinderten Freund Grover führt er dort ein unscheinbares Leben, obgleich ihm seine Dyslexie und seine ADHS im Unterricht zu schaffen machen. Entspannung findet er im Wasser, wo er abschalten und nachdenken kann. Beim Besuch eines griechischen Museums wird er nach einem erneuten Zwischenfall von seiner Mathelehrerin, die sich in eine Furie verwandelt, angegriffen. Als Percy seiner Mutter von der Furie erzählt, reist sie mit ihm und Grover sofort ab. Seine Mutter will ihn an einen geheimen Ort bringen. Auf dem Weg dorthin werden sie von einem Minotaurus angegriffen, der seine Mutter scheinbar umbringt. Daraufhin tötet Percy den Minotaurus.

Schließlich gelangen sie ins „Camp Half Blood“, wo Percy erfährt, dass er der Sohn des Meeresgottes Poseidon und damit ein Halbgott und sein Freund Grover ein Satyr ist, der von den Göttern zu seinem Schutz abgestellt wurde. Percy erfährt von Chiron, seinem früheren Lateinlehrer, der sich als Zentaur entpuppt, dass Zeus’ Herrscherblitz gestohlen wurde, und Percy als dessen Dieb beschuldigt wird. Zudem erfährt er, dass seine Mutter nicht etwa getötet, sondern in den Hades entführt wurde. Zusammen mit Grover und seiner neuen Freundin Annabeth, eine Tochter der Athene, die er im Camp kennengelernt hat, macht er sich auf den Weg, seine Mutter aus dem Hades zu befreien und bis zur Sommersonnenwende zu beweisen, dass er den Herrscherblitz nicht gestohlen hat. Zu diesem Zweck sucht er drei Perlen, die er der Medusa, der Hydra und den Lotosessern entreißen muss. Nur mit diesen Perlen können die drei wieder aus dem Hades freikommen.

In der Unterwelt stellt er sich Hades und kann so seine Mutter befreien, die von dem Gott der Unterwelt gefangen gehalten wurde. Beim Kampf mit Hades entdeckt Percy zudem zufällig den gesuchten Herrscherblitz. Er war in dem Schild versteckt, den ihm sein Freund Luke, der Sohn des Hermes, den er im Camp Half Blood kennengelernt hat, zu seinem Schutz mitgegeben hatte. Daraufhin fliehen Percy, seine Mutter und Annabeth mit Hilfe der drei zuvor zusammengetragenen Perlen aus dem Hades. Da jede Perle nur eine Person befreien kann, bleibt Grover bei Hades’ Frau Persephone.

Da der Herrscherblitz im Schild Lukes versteckt war, kommt Percy schließlich darauf, dass hinter allem sein vermeintlicher Freund Luke steckt, der so einen Krieg der Götter provozieren will, damit die „neue Generation“ die alten Götter ablösen kann. Percy besiegt ihn im Zweikampf. Auf dem Dach des Empire State Buildings betritt er den Olymp und übergibt Zeus den Herrscherblitz. Damit hat er einen Krieg der Götter verhindert. Als Belohnung gewährt ihm Zeus einen Wunsch. Percy wünscht Grover aus der Unterwelt frei und erhält darüber hinaus ein paar Minuten Redezeit mit seinem Vater, dem es per Zeus’schen Erlass – wie allen andern Göttern auch – eigentlich untersagt ist, mit seinen halbsterblichen Kindern zu sprechen. Anschließend kehrt Percy ins Camp Halbgott zurück und trainiert mit Annabeth für kommende Aufgaben. In einer Szene nach dem Nachspann öffnet Percys Stiefvater den Kühlschrank und sieht den abgeschlagenen Kopf der Medusa. Die Schlangenhaare richten sich auf, und im darauf folgenden Abspann hört man das Geräusch der Versteinerung.

[Bearbeiten] Synchronisation

Die deutsche Synchronisation entstand bei der Film- und Fernseh-Synchron GmbH in Berlin. Das Dialogbuch wurde von Klaus Bickert verfasst. Der Dialogregisseur war Frank Schaff.

Rolle
Schauspieler
Synchronsprecher
Percy Jackson Logan Lerman Ozan Ünal
Grover Underwood Brandon T. Jackson Marcel Colle
Annabeth Chase Alexandra Daddario Julia Kaufmann
Luke Castellan Jake Abel Tommy Morgenstern
Chiron Pierce Brosnan Frank Glaubrecht
Poseidon Kevin McKidd Bernd Vollbrecht
Zeus Sean Bean Torsten Michaelis
Hades Steve Coogan Jürgen Heinrich
Persephone Rosario Dawson Claudia Urbschat-Mingues
Sally Jackson Catherine Keener Arianne Borbach
Medusa Uma Thurman Petra Barthel
Athene Melina Kanakaredes Gundi Eberhard

[Bearbeiten] Hintergrund

Vorlage für den Film war der erste Percy-Jackson-Roman Percy Jackson in: Diebe im Olymp (2005) des Schriftstellers Rick Riordan. Die Rechte sicherte sich 20th Century Fox bereits vor Erscheinen des Jugendbuches 2004.[1] Die Dreharbeiten fanden vom April 2009 bis zum 25. Juli 2009 in Vancouver und im Parthenon von Nashville, einer Replik des Original-Parthenons von Athen, statt.[2][3] Regie führte Chris Columbus, der mit Harry Potter und der Stein der Weisen und Harry Potter und die Kammer des Schreckens bereits zwei Jugendbuch-Verfilmungen gedreht hatte.

Für den Film wurde das Alter der Hauptperson gegenüber dem Roman um fünf Jahre angehoben.[4]

Der Film startete am 12 . Februar 2010 in den Kinos und konnte bei einem Produktionsbudget von 95 Mio. US-Dollar über 226 Mio. US-Dollar an den Kinokassen einnehmen.[5] Nachdem der Film in Deutschland ebenfalls am 12. Februar 2010 startete, sahen ihn 905.625 Kinobesucher.[6]

[Bearbeiten] Kritiken

Der Film wurde von der Kritik überwiegend negativ aufgenommen. Insbesondere die voraussehbare Handlung mit Schnitzeljagd-Charakter und die reaktionären Stilelemente ließen den Film bei der Kritik durchfallen. Außerdem wurde dem Film vorgeworfen, dass er wenig subtil versucht, auf der Harry-Potter-Erfolgswelle mitzuschwimmen.[7]

„Percy Jackson – Diebe im Olymp ist ein zynisches Reißbrettprodukt, das erkennbar den Auftakt einer ganzen Percy-Jackson-Serie bilden soll. Das, bei Zeus, mögen die Götter verhindern.“

Zoran Gojic: BR-online.de[8]

„Trotz beträchtlicher Schauwerte eher fantasiearme Verfilmung eines Fantasy-Romans; die Begegnung von antiker Mythologie und zeitgenössischer US-Lebenswelt entwickelt mehr unfreiwillige Komik als Charme.“

Lexikon des Internationalen Films

„Eigentlich bietet die griechische Mythologie genügend Stoff für spannende Fantasy-Geschichten. Doch was hier daraus gemacht wurde, ist schierer Blödsinn. Angefangen von der Vermessenheit der Amerikaner, dass sich alle Götter nun in den USA tummeln und der Eingang zum Olymp sich im Empire State Building befindet, über die offensichtlichen "Harry Potter"-Anleihen (Regisseur Chris Columbus drehte auch die "Harry Potter und der Stein der Weisen" und "Harry Potter und die Kammer des Schreckens") bis hin zu schlampig inszenierten Szenen, ist dies ein Ärgernis sondergleichen. Hier bleibt man nur im Kinosessel sitzen, um zu sehen, wie arg es noch getrieben wird. Während Kevin McKidd als Poseidon oder Uma Thurman als Medusa eine gute Figur abgeben, sind andere (angefangen bei Sean Bean als Zeus bis Pierce Brosnan als Zentaur) schlicht peinlich. Außer ein paar gelungenen Szenen und Tricks hat dieses hirnlose Spektakel nichts zu bieten. “

Prisma[9]

[Bearbeiten] Fortsetzung

Die Verfilmung des 2. Bandes der Roman-Reihe, mit dem Titel Percy Jackson: Im Bann des Zyklopen, soll laut 20th Century Fox am 27. März 2013 in den Kinos anlaufen. Als Drehbuchautoren wurden Scott Alexander und Larry Karaszewski verpflichtet. Thor Freudenthal übernimmt die Regie, während Chris Columbus als Produzent fungiert. Der Großteil des Casts des ersten Films bleibt erhalten, so u.a Logan Lerman, Brandon T. Jackson, Alexandra Daddario, Pierce Brosnan, Sean Bean, Kevin McKidd und Catherine Keener. Es wird erwartet, dass der Film neben dem Plot von "Im Bann des Zyklopen" auch Handlungsstränge der weiteren Percy Jackson-Romane beinhaltet, da die Darsteller der Hauptfiguren schon etwas älter sind, als die Charaktere im Buch.

[Bearbeiten] Unterschiede Film zum Buch

Es gibt teilweise große Unterschiede zwischen dem Roman und der Filmumsetzung. Diese sind, um nur ein paar davon zu nennen, zum Beispiel:

  • Der Charakter der Clarisse (eine Tochter von Ares und einer sterblichen), sowie der Campleiter Mr. D (Dionysos) und das Orakel von Delphi kommen im Film nicht vor.
  • Ebenso fehlt Ares selbst, welcher im Buch eine entscheidende Rolle spielt.
  • Zudem fehlen viele im Buch auftauchende Charaktere und Monster der griechischen Mythologie, wie Prokrustes, die Chimäre und Echidna oder der Kerberos.
  • Die magischen Perlen werden Percy, nachdem er mit Annabeth und Grover L.A. erreicht, unter Wasser von einer Nereide als Geschenk übergeben.
  • Am Ende des Buches gibt es keinen Kampf zwischen Percy und Luke auf dem Empire State Building. Luke lockt Percy, unter dem Vorwand sich verabschieden zu wollen, in den Wald innerhalb des Camps. Dort beschwört er einen Skorpion, damit dieser Percy tötet und verschwindet aus dem Camp. Percy kann den Skorpion töten, wird aber dennoch von ihm gestochen und lebensgefährlich verletzt. Nur dank Chirons medizinischen Kenntnissen überlebt Percy.
  • Kronos, der Herr der Titanen, wird im Film nie erwähnt. Stattdessen ist Luke der Bösewicht.
  • Im Buch wird Hades zusätzlich der Helm der Finsternis gestohlen. Hades hat kein Interesse am Herrscherblitz oder an einem Krieg, da der Krieg zu viele Opfer bringen würde und sich so sein Totenreich unnötig erweitern und noch mehr Chaos in die bereits überfüllte Unterwelt bringe würde.
  • Im Film ist bereits bekannt das Percy der Sohn des Poseidon ist, im Buch stellt sich das erst bei "der Eroberung der Flagge" heraus.
  • Im Film gibt es keine Hüttenaufteilung (jeder der olympischen Götter hat eine Hütte, wo seine Kinder im Camp leben)
  • Hades taucht im Buch nicht im Camp auf

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Claude Brodesser: 'Lightning Thief' strikes Maverick. Variety, 23. Juni 2004, abgerufen am 15. Februar 2010.
  2. City Hopes To Build Madison Nature Center. WSMV Nashville, abgerufen am 15. Februar 2010.
  3. Tatiana Siegel: Fox 2000 bulks up 'Percy Jackson'. Variety, 25. März 2009, abgerufen am 15. Februar 2010.
  4. Frédéric Jaeger: Review. Critic.de, abgerufen am 15. Februar 2010.
  5. Percy Jackson & The Olympians: auf boxofficemojo.com (englisch), abgerufen am 15. Dezember 2011
  6. TOP 100 DEUTSCHLAND 2010 auf insidekino.de, abgerufen am 25. Dezember 2011
  7. Zusammenstellung von Pressekritiken. film-zeit.de, abgerufen am 14. Februar 2009.
  8. Zoran Gojic: Götterverschwörung light. Percy Jackson - Diebe im Olymp. BR-online.de, abgerufen am 14. Februar 2010.
  9. Percy Jackson - Diebe im Olymp. Prisma, abgerufen am 15. Dezember 2011.
Meine Werkzeuge
Namensräume
Varianten
Aktionen
Navigation
Mitmachen
Drucken/exportieren
Werkzeuge
In anderen Sprachen