Perforce

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Perforce
Entwickler Perforce Software Inc.
Aktuelle Version 2014.1
(Januar 2014)
Betriebssystem GNU/Linux, Windows, Mac OS X
Programmier­sprache C
Kategorie Versionsverwaltung
Lizenz Proprietär
Deutschsprachig Nach Installation eines Sprachpaketes
http://www.perforce.com

Perforce ist eine Software zur Versionsverwaltung von Dateien und Verzeichnissen.

Architektur[Bearbeiten]

Perforce unterstützt das copy-modify-merge-Konzept. Ein Arbeiten mit dem lock-modify-write-Ansatz ist jedoch auch möglich. Neben der üblichen Verwaltung von Dateien, die lokal in definierten Workspaces geschieht, enthält Perforce noch folgende Objekttypen: Labels (zum Markieren bestimmter Revisionsstände der versionierten Dateien), Branch-Views (Definitionen von Verzweigungszusammenhängen), Jobs (ähnlich den Tickets eines Bugtracker-Systems).

Perforce ist als Client-Server-Architektur realisiert. Die Serverapplikation verwaltet eine Datenbank mit den Metadaten über die versionierten Dateien, darunter Bearbeitungskommentare, Versionsnummern und die Relationen zwischen den Versionen. Die Dateien selbst werden separat als RCS-Deltas im Dateisystem des Servers abgelegt. Der Server wird für verschiedene Betriebssysteme angeboten.

Der Client, der für verschiedene Betriebssysteme verfügbar ist, darunter GNU/Linux, Windows und Mac OS X kommuniziert mit dem Server über TCP/IP. Zum kommandozeilenbasierten Client (genannt P4) existieren verschiedene GUI-Varianten, die die üblichen Benutzeraufgaben wie Auschecken, Einchecken und Vergleichen von Versionen sehr einfach machen. Daneben existieren auch Schnittstellen zu Skriptsprachen wie Perl oder Ruby.

Perforce versioniert jede Datei einzeln, verwaltet aber sogenannte Changelists, die für das Repository globale Sequenznummer bekommen. Mit jeder Eincheck-Aktion wird eine Changelist, bestehend aus beliebig vielen Einzelaktionen auf Dateien (beispielsweise Ändern, Hinzufügen, Löschen) committed. Die Versionsgeschichte eines Ordners im Repository zeigt diese globalen Changelists, womit jederzeit die gesamte Ordnerstruktur an einem bestimmten Zeitpunkt wiederhergestellt werden kann.

Lizenzierung[Bearbeiten]

Ab Januar 2012 ist eine Version des Perforce-Servers für höchstens zwanzig Benutzer (mit maximal zwanzig Arbeitskopien) frei erhältlich – zuvor war die Grenze bei zwei Benutzern. Alternativ dazu ist ein Perforce-Server mit unlimitierten Benutzern, aber limitiert auf 1000 Files frei zu benutzen. Ebenfalls frei erhältlich ist Perforce für Open-Source-Projekte, Schulprojekte und für Testzwecke. Kommerzielle Nutzung ist ansonsten kostenpflichtig. Alle Clients sind frei verfügbar und können auf beliebig vielen Systemen installiert werden.

Verbreitung[Bearbeiten]

Im Januar 2010 hatten 5.000 Organisationen Lizenzen für mehr als 320.000 Benutzer erworben.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Perforce Customer Spotlight

Weblinks[Bearbeiten]