Periquita

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Die rote Rebsorte Periquita ist heute in Portugal sehr verbreitet. Die im Jahr 2000 erhobene bestockte Rebfläche betrug 20.315 Hektar. Großen Anteil an dieser Popularität hatte José Maria da Fonseca, der im Jahre 1834 in Azeitão südlich von Lissabon das heute zu den großen Weingütern Portugals gehörende Gut gleichen Namens gründete und aus dem Norden die Rebsorte Castelão Francês einführte. Die ersten Rebstöcke setzte er auf einem Weinberg namens Periquita. Der Wein aus dieser Lage wurde so erfolgreich, dass die Rebsorte nachfolgend unter dem Namen Periquita populär wurde.

Sie ist eine Varietät der Edlen Weinrebe (Vitis vinifera), besitzt zwittrige Blüten und ist somit selbstbefruchtend. Beim Weinbau wird somit der ökonomische Nachteil vermieden, keinen Ertrag liefernde, männliche Pflanzen anbauen zu müssen.

Eine Überprüfung mittels DNS-Analyse ergab, dass die Rebsorte eine Kreuzung der Sorten Cayetana Blanca x Alfrocheiro Preto ist [1] Periquita ist aufgrund der gleichen Kreuzungspartner mit den Sorten Malvasia Preta, Mouraton, Cornifesto Tinto und Camarate verwandt.

In Portugal ist die Rebsorte in den Regionen Trás-os-Montes, Beira Litoral, Beira Interior Sul, Ribatejo, Oeste, Alentejo, Algarve und auf den Azoren zugelassen und empfohlen.

Sie erbringt sehr kräftige und tanninbetonte Rotweine mit mittlerem Alkoholgehalt, die jung genießbar, aber auch lagerfähig sind, da sie über eine kräftige Säure verfügen.

Obwohl die Sorte Periquita das Synonym Trincadeira Preta trägt, ist sie nicht mit der gleichnamigen Sorte verwandt oder identisch (Quelle: Cinccinato da Costa).

Synonyme: Castelão, Castelão Francês, João de Santarém, Morrágua, Mortágua de Vide Branca, Perikvita, Periquito, Piriquita, Piriquito,Santarém, Trincadeira, Trincadeira Preta

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. SNP analysis shows a major role for Cayetana Blanca in the genetic network of Iberian Peninsula grapevine varieties, von Lalla Hasna Zinelabidine, Abdelmajid Haddioui, Virginia Rodríguez, Félix Cabello, José E. Eiras-Dias, José Miguel Martínez Zapater und Javier Ibáñez. Veröffentlicht in American Society for Enology and Viticulture, 2012