Permin

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Die Bucht Permin aus der Luft

Der Permin ist eine Bucht des Saaler Boddens südlich von Wustrow. Ursprünglich war der Permin ein Wasserarm zwischen dem Saaler Bodden und der Ostsee und galt als der südliche Mündungsarm der Recknitz. Er begrenzte das Fischland im Süden.

Da der Permin im 13. und 14. Jahrhundert bei durchschnittlichen Wassertiefen um 2 bis 3 Meter schiffbar war, bildete er einen wichtigen Wasserweg für den Handel der Stadt Ribnitz und Barth. Die Passierbarkeit wurde häufig durch Sturm und Versandung beeinträchtigt. Obwohl der Permin nur für kleinere Schiffe befahrbar war und vor allem von der regional ansässigen Bevölkerung mit kleinen, offenen Booten für Handelsfahrten genutzt wurde, sah die Hanse ihre Handelsprivilegien beeinträchtigt. Ende des 14. Jahrhunderts wurde zudem der Handel in der Ostsee erheblich durch die Vitalienbrüder gestört, die zeitweise von den mecklenburgischen Herzögen und dem pommerschen Herzog Barnim VI. unterstützt wurden. Die Vitalienbrüder nutzten den Permin und den Loop bei Ahrenshoop zur Fahrt in die Boddengewässer, die ihnen als Rückzugsgebiet zwischen ihren Kaperfahrten dienten. Die Hanse ließ 1395 im Permin drei Schiffe versenken, wodurch die Versandung der Durchfahrt beschleunigt wurde und die Schiffbarkeit endete. Welche Hansestädte diese Aktion durchführten, ist nicht zweifelsfrei bekannt, jedoch gelten wegen ihrer Nähe Stralsund und Rostock als wahrscheinlich.

1872 entstand bei einem Sturmhochwasser im Bereich des Permin ein Priel von 15 Metern Breite und 5 Metern Tiefe. Für die Verbindung zum Festland musste eine Notbrücke errichtet werden.[1]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Generalplan Küsten- und Hochwasserschutz Mecklenburg-Vorpommern (PDF; 1,04MB)

54.33972222222212.391111111111Koordinaten: 54° 20′ 23″ N, 12° 23′ 28″ O