Perrheniumsäure

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Strukturformel
Strukturformel von Perrheniumsäure
Allgemeines
Name Perrheniumsäure
Andere Namen
  • Hydrogenperrhenat
  • Hydrogentetraoxorhenat
Summenformel HReO4
CAS-Nummer 13768-11-1
Kurzbeschreibung

farblose bis schwach gelbliche Flüssigkeit[1]

Eigenschaften
Molare Masse 251,21 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig (Lösung)[2]

Dichte
  • 2,16 g·cm−3 (25 °C)[2]
  • 4,87 g·cm−3[3]
Dampfdruck

23 hPa (20 °C)[1]

Löslichkeit

mischbar mit Wasser[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [2]
05 – Ätzend

Gefahr

H- und P-Sätze H: 314
P: 280​‐​305+351+338​‐​310 [2]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [4][2]
Ätzend
Ätzend
(C)
R- und S-Sätze R: 34
S: 26​‐​36/37/39​‐​45
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Perrheniumsäure ist eine anorganische chemische Verbindung aus der Gruppe der Säuren. Es liegt nur in wässriger Lösung vor. Als feste Perrheniumsäure wird Dirheniumdihydratoheptoxid Re2O7(OH2)2 bezeichnet.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]

Eine wässrige Perrheniumsäure-Lösung kann durch Reaktion von Rhenium mit Wasserstoffperoxid gewonnen werden.[3]

\mathrm{2 \ Re + 7 \ H_2O_2 \longrightarrow 2 \ HReO_4  + 6 \ H_2O}

Ebenfalls möglich ist die Darstellung durch Auflösung von Rhenium(VII)-oxid in Wasser.[3]

\mathrm{Re_2O_7 + H_2O \longrightarrow 2 \ HReO_4}

Die Lösungen können nur bis zu einer Konzentration von max. 70 Gewichtsprozent HReO4 eingedampft werden, darüber verflüchtigt sich HReO4.[3]

Feste Perrheniumsäure kann aus einer wässrigen möglichst konzentrierten Perrheniumsäure-Lösung gewonnen werden, indem im Exsikkator mittels Phosphorpentoxid oder Magnesiumperchlorat diese vom Wasserüberschuss befreit wird.[3]

Eigenschaften[Bearbeiten]

Perrheniumsäure ist als Reinstoff nicht darstellbar und nur als farblose bis schwach gelbliche Lösung existent.[1] Dirheniumdihydratoheptoxid ist ein schwach gelblicher, äußerst hygroskopischer Feststoff. Er ist löslich in Nitromethan und zersetzt sich bei 65 °C unter Verflüchtigung von HReO4. Er besitzt eine monokline Kristallstruktur mit der Raumgruppe P21/m (a = 882 pm, b = 889 pm, c = 503 pm, P = 112,0°) mit O3Re-O-ReO3(OH2)2-Molekülen.[3]

Verwendung[Bearbeiten]

Perrheniumsäure dient zur Darstellung gut leitender und supraleitender synthetischer Metalle.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d Datenblatt Perrhenic acid, 75-80% aq. soln. bei AlfaAesar, abgerufen am 2. August 2013 (JavaScript erforderlich).
  2. a b c d e f Datenblatt Perrhenic acid solution, 75-80 wt. % in H bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 2. August 2013 (PDF).
  3. a b c d e f  Georg Brauer: Handbuch der präparativen anorganischen Chemie. 3., umgearb. Auflage. Band III, Enke, Stuttgart 1981, ISBN 3-432-87823-0, S. 1632.
  4. Seit 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Gemischen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.