Perry Robinson

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Perry Morris Robinson (* 17. September[1] 1938 in New York City) ist ein US-amerikanischer Jazzklarinettist.

Perry Robinson ist der Sohn des Folksängers und Komponisten Earl Robinson. Nach seinem Musikstudium besuchte er 1959 die Lenox School of Jazz. Er gehörte zur ersten Welle der Free Jazz-Avantgarde und spielte mit Bill Dixon, Archie Shepp, Paul Bley, Henry Grimes und Sunny Murray. Ende der 1960er war er an Carla Bleys Escalator over the Hill und Charlie Hadens Liberation Music Orchestra beteiligt. Die 1972 begonnene, bis heute andauernde Zusammenarbeit mit Gunter Hampel hat ihn nachhaltig geprägt. Mitte der 1970er spielte er mit Dave Brubeck und dessen Söhnen in der Band Two Generations of Brubeck. Von 1975 bis 1977 arbeitete Robinson in Deutschland mit der Klarinettengruppe Clarinet Contrast zusammen, die das Interesse für die Klarinette in der zeitgenössischen Jazzszene aufleben ließ.[2] Mit Mike Morgenstern gründete er Mitte der 1980er in den Vereinigten Staaten die ebenfalls durch das Zusammenspiel mehrerer Klarinetten geprägte Licorice Factory. Daneben hat Robinson mit eigenen Gruppen, aber auch mit der New Yorker Untergroundszene (z. B. Allen Ginsberg, Tuli Kupferberg und The Fugs), Rozanne Levines Christal Clarinets und mit Burton Greenes Gruppe Klezmokum gearbeitet.

Seine Musizierhaltung verbindet Elemente der abstrakten Improvisation und der Jazztradition mit dem Klezmer und Volksliedhaften.

Auswahldiskographie[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Die Angabe August in vielen Jazzlexika ist falsch
  2. "Mit der Gruppe Clarinet Contrast, die fünf Klarinettisten aus drei Ländern zusammenführt, wird die Rückkehr der Klarinette in den zeitgenössischen Jazz belegt". Ulrich Olshausen in HR Information, 1976