Perry Robinson

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Perry Morris Robinson (* 17. September[1] 1938 in New York City) ist ein US-amerikanischer Jazzklarinettist. Seine Musizierhaltung verbindet Elemente der abstrakten Improvisation und der Jazztradition mit dem Klezmer und Volksliedhaften.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Perry Robinson ist der Sohn des Folksängers und Komponisten Earl Robinson. Er wuchs teilweise in Hollywood auf, um dann ab 1953 die High School of Music and Art in New York zu besuchen; in dieser Zeit wurde er durch Tony Scott, mit dem er jammte, und James Collis geprägt. Nach seinem Musikstudium besuchte er 1959 die Lenox School of Jazz. Dort durch Ornette Coleman und Don Cherry beeinflusst, gehörte er nach einem Spanienaufenthalt, wo er 1961 zur Gruppe von Tete Montoliu gehörte, zur ersten Welle der Free Jazz-Avantgarde und spielte mit Bill Dixon, Archie Shepp, Paul Bley, Henry Grimes und Sunny Murray. Während seines Wehrdienstes (1963 bis 1965 in Panama) bildete er ein Trio mit Bill Folwell und Tom Price, mit dem er anschließend in New York auftrat. Ende der 1960er war er an Carla Bleys Escalator over the Hill und Charlie Hadens Liberation Music Orchestra beteiligt. Die 1972 begonnene, bis heute andauernde Zusammenarbeit mit Gunter Hampel hat ihn nachhaltig geprägt. Mitte der 1970er spielte er mit Dave Brubeck und dessen Söhnen in der Band Two Generations of Brubeck. Von 1975 bis 1977 arbeitete Robinson in Deutschland mit der Klarinettengruppe Clarinet Contrast zusammen, die das Interesse für die Klarinette in der zeitgenössischen Jazzszene aufleben ließ.[2] Mit Mike Morgenstern gründete er Mitte der 1980er in den Vereinigten Staaten die ebenfalls durch das Zusammenspiel mehrerer Klarinetten geprägte Licorice Factory. In den späten 1980er Jahren hatte er Sonntagsmittags eine Show JazzMagic im Blue Note, in der er neben Musik auch Zaubertricks präsentierte.

Daneben hat Robinson mit eigenen Gruppen, aber auch mit der New Yorker Untergroundszene (z. B. Allen Ginsberg, Tuli Kupferberg und The Fugs), Rozanne Levines Christal Clarinets und mit Burton Greenes Gruppe Klezmokum gearbeitet. 2009 fand in New York mit ihm als Solisten die Uraufführung von Gary M. Schneiders Concerto for Jazz Clarinet & String Orchestra mit dem Hoboken Chamber Orchestra statt.

Zwischen 1967 und 1984 errang er im Kritikerpoll des US-amerikanischen Musikmagazins Down Beat als Klarinettist, der mehr Beachtung verdiene, acht Mal Platz 1.

Auswahldiskographie[Bearbeiten]

Schriften[Bearbeiten]

Lexikalische Einträge[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Die Angabe August in vielen Jazzlexika ist falsch
  2. "Mit der Gruppe Clarinet Contrast, die fünf Klarinettisten aus drei Ländern zusammenführt, wird die Rückkehr der Klarinette in den zeitgenössischen Jazz belegt". Ulrich Olshausen in HR Information, 1976