Persönliche Ausrüstung von Feuerwehrangehörigen

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Feuerwehrmann mit erweiterter persönlicher Schutzausrüstung (Deutschland, Niedersachsen)

Die persönliche Ausrüstung von Feuerwehrangehörigen bietet ihnen Schutz vor den vielfältigen Gefahren eines Einsatzes (z. B. Atemgifte, hohe Temperaturen).

Schutzausrüstung[Bearbeiten]

Feuerwehrangehörige schützen sich mit ihren Persönlichen Schutzausrüstungen (PSA) vor den äußeren Gefahren einer Einsatzstelle. In jedem Einsatz tragen sie einen Grundschutz. Dazu gehören:

  • Feuerwehrschutzjacke
  • Feuerwehrschutzhose
  • Feuerwehrhelm mit Nackenschutz
  • Feuerwehr-Schutzhandschuhe
  • Feuerwehrschutzschuhwerk

Aufbau und Ausstattung bleiben den einzelnen Herstellern überlassen. Die Schutzwirkung der einzelnen Teile muss jedoch der EU-Norm entsprechen. Nicht genormt ist dabei die Farbe, wie fälschlicherweise oft angenommen wird. In Deutschland wird üblicherweise Schutzausrüstung nach HuPF (Herstellungs- und Prüfrichtlinie von Feuerwehrschutzkleidung) und nach DIN EN 469 getragen.

Die Notwendigkeit ist in Unfallverhütungsvorschriften der Feuerwehren festgelegt.

Feuerwehr-Schutzanzug[Bearbeiten]

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Historischer Feuerwehrschutzanzug[Bearbeiten]

Deutschland[Bearbeiten]

Der deutsche Feuerwehranzug hat eine weitreichende Geschichte. In der Frühzeit des organisierten Feuerlöschwesens verfügten Feuerwehrdienstleistende lediglich über eine Uniform, vergleichbar mit dem heutigen Dienstanzug. Im Kaiserreich war die Uniform der Feuerwehr der Uniform des Heeres angeglichen. Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde die Feuerwehruniform durch die Uniform der Feuerschutzpolizei ersetzt.

Nach dem Krieg wurde das Feuerlöschwesen Ländersache, dementsprechend entwickelten sich auch die Dienstanzüge und eventuell separate Schutzkleidung je nach Bundesland unterschiedlich. In Bayern bestand der Dienstanzug beispielsweise aus einem blauen, hochgeschlossenen Sakko, sowie einer schwarzen Mischwollhose, die flammenfest war. Sofern lediglich diese Garnitur im Einsatz getragen wurde, kamen Lederstiefel (auch "Schlupfstiefel" genannt) mit einer Stahlkappe und einer Aluminiumplatte in den Sohlen, sowie ein Paar einfacher Lederhandschuhe und dem Deutschen DIN-Helm mit Nackenleder hinzu. In Bayern wurde direkt im Anschluss an den zweiten Weltkrieg auch mit der Einführung einer separaten, auf den Brandeinsatz hin optimierten Schutzkleidung begonnen. Der Schutzanzug Bayern wurde teilweise aus ausgedienten Zeltbahnen der Besatzungsmächte genäht und war bis zur Ablösung durch den verbesserten Bayern 2 in den 1970er Jahren im Einsatz.

In einigen Feuerwehren wurde dennoch lange Zeit nur der Dienstanzug vorgehalten, der auch im Einsatz verwendet wurde. Spätestens mit dem Übergang vom Außen- zum immer häufiger werdenden Innenangriff unter Atemschutz und den verbundenen Gefahren durch Flammbeaufschlagung in den 1970er und 1980er Jahren wurde jedoch die Notwendigkeit eigens hierfür gestalteter Feuerwehrschutzkleidung erkannt.

Die vollständige Trennung zwischen dem repräsentativen Dienstanzug und der vornehmlich auf Schutzwirkung ausgelegten Einsatzbekleidung wurde Ende der 1980er Jahre durch das Aufkommen der ersten Flammschutzhosen und -mäntel vollendet. Weitere Ausrüstungsgegenstände aus Nomex, wie beispielsweise Flammschutzhauben, komplettierten im Laufe der 1990er Jahre die persönliche Ausrüstung des Feuerwehrdienstleistenden. Berufsfeuerwehren und größere Freiwillige Feuerwehren sind durchgehend mit diesen neuen Ausrüstungsgegenständen ausgestattet. Kleinere Feuerwehren werden bisweilen nicht vollständig mit den neuen Einsatzuniformen ausgestattet.

Die Form des Dienstanzuges (vereinzelt auch Ausgehuniform genannt) änderte sich seit der vollständigen Trennung zwischen Dienstanzug und Schutzkleidung nur noch wenig. Wo vorhanden, entfiel die Möglichkeit, das Sakko oben zu schließen. Das Aussehen des Dienstanzugs ist durch das jeweilige Bundesland geregelt.

Moderne Schutzausrüstung[Bearbeiten]

Der Schutzanzug ist aus einem feuerhemmenden Material (beispielsweise Nomex) gefertigt und soll Schutz vor Hitzestrahlung und Flammeinwirkung bieten. Er ist mit Reflexionsstreifen und fluoreszierenden Streifen versehen, die sich je nach Bundesland in Höhe und Breite, eventuell auch farblich unterscheiden.

Schutzanzüge bestehen aus Schutzhose und Schutzjacke - aber es gibt auch einteilige Overalls. Jedoch werden auch Anzüge, bei denen nur die Jacke eine Schutzfunktion erfüllt, getragen. Bei einem Einsatz dieser Variante muss unter die Schutzhose noch eine normale Hose angezogen werden, da die Haut sonst Verbrennungen oder Verbrühungen erleiden könnte.

Laut Norm müssen in Deutschland sowohl Hose als auch Jacke im Brandeinsatz einen Wärmeschutz von 40 kW/m² aufweisen. Bei sehr hohen Temperaturen wird zusätzlich ein Hitzeschutzanzug getragen.

Bei dem Vorhandensein von ABC-Stoffen wird je nach Gefahrlage ein spezieller Schutzanzug getragen. Den höchsten Schutz vor solchen Stoffen bieten Vollschutzanzüge (Chemikalienschutzanzug).

Österreich[Bearbeiten]

In Österreich werden viele ältere Einsatzhosen und Blusen mit einer Schutzwirkung von 20 kW/m² weiterverwendet. So stehen für Brandeinsatz und technischen Einsatz zwei verschiedene Uniformen zur Verfügung. Wird jedoch bei einem Brand eine Einsatzbekleidung mit einer Schutzwirkung von 20 kW/m² getragen, wird eine zusätzliche Schutzausrüstung benötigt.

War bis vor einigen Jahren die Farbe der Einsatzbekleidung bis auf einige Bundesländer einheitlich grün mit blauen oder orangen Schutzjacken, wurde in einigen Bundesländern die Farbe der gesamten Einsatzbekleidung auf blau oder sandgelb umgestellt, wobei aber alte Bekleidungsstücke ausgetragen werden können. Die Umstellung wird gerade bei kleineren Feuerwehren noch einige Jahre andauern. Unabhängig davon, werden vor allem von Feuerwehren, die auf Autobahnen Einsätze fahren, auch rote Schutzanzüge aus Sicherheitsgründen verwendet. Dies wird zwar von den Landesfeuerwehrverbänden nicht gerne gesehen, diese können es aber nicht wirklich verbieten, da die einzelne Feuerwehr dafür verantwortlich ist.

Feuerwehrhelm[Bearbeiten]

DIN-Feuerwehrhelm F100 der Firma Schuberth

Ein herkömmlicher Feuerwehrhelm besteht aus Aluminium, Duroplast, Thermoplast, Kevlar (AFK) oder GFK. Er ist mit einem Nackenschutz (meist aus Leder oder Aramidfaserstoff) versehen. Zusätzlich kann ein Visier zum Schutz vor Splittern, aufspritzendem Schaummittel am Zumischer oder gegen Wärmestrahlung (meist mittels aufgedampfter Metalle) montiert werden. Der Feuerwehrhelm soll den Kopf gegen herabstürzende Gegenstände und umherfliegende Teile schützen und ist deshalb entsprechend den einschlägigen Unfallverhütungsvorschriften und/oder den eigenen Gefährdungsanalysen zu tragen.

Die meisten Feuerwehrwehrhelme sind phosphoreszierend (nachleuchtend) und mit reflektierenden Streifen versehen. Die phosphoreszierende Beschichtung wurde in den 1960er Jahren auf Anregung des Frankfurter Branddirektors Ernst Achilles eingeführt. Je nach Bundesland oder Feuerwehr werden noch zusätzliche reflektierende Einheits- oder Funktionsabzeichen aufgeklebt, die z. B. Führungsdienstgrad oder Atemschutzgeräteträger kennzeichnen. Am Helm kann noch zusätzlich eine Helmlampe befestigt werden, um die Hände zum Arbeiten frei zu haben. Auch für Funkgeräte gibt es Garnituren, die am Helm montiert werden können.

In Österreich werden vielerorts noch die so genannten Spinnenhelme der Wiener Form verwendet. Diese werden langsam, entsprechend den finanziellen Möglichkeiten der einzelnen Feuerwehren, durch neuere Modelle ersetzt.

Der in Deutschland seit dem Zweiten Weltkrieg gebräuchliche Helm ist in der Grundform eine Annäherung an die militärischen Schutzhelme der damaligen Zeit (z. B. Stahlhelm), während die Feuerwehrhelme im Krieg oder davor die gleichen Helme waren wie die der Armee. In den Vereinigten Staaten fand eine getrennte Entwicklung, ausgehend von ledernen, gerippten und breitkrempigen Schutzhüten statt, deren Nachfolger, neben modernen Konstruktionen, bis heute gebräuchlich sind.

Weitere Informationen zur Geschichte des Feuerwehrhelms finden sich im Hauptartikel Geschichte der Feuerwehrhelme.

Feuerwehrschutzschuhwerk[Bearbeiten]

Feuerwehrstiefel Querschnitt
Feuerwehrschnürstiefel

Das Feuerwehrschutzschuhwerk besteht aus Stiefeln (meist Leder), mit besonders starkem Profil, welche mit Stahlkappen und Öl-resistenten, durchtritt- und rutschsicheren Sohlen versehen sind. Feuerwehrstiefel werden aber auch neben vielen anderen umfangreichen Prüfungen auf elektrische Durchlässigkeit geprüft. So müssen sie mindestens einen elektrischen Widerstand von 1.000 Ohm aufweisen. Feuerwehrschutzschuhwerk muss ab Oktober 2007 der DIN EN 15090 entsprechen. Fabrikationen mit der EN 20345:2004 dürfen aber weiterhin getragen werden.

In der Chemiewehr werden unter Anderem auch chemikalienbeständige Kunststoffstiefel getragen, welche ebenfalls mit Stahlkappen und einer durchtrittsicheren Sohle versehen sind.

Es gibt sowohl Schlupfstiefel ("Knobelbecher"), als auch Schnürstiefel im Feuerwehrdienst, letztere werden mit einem Reißverschluss geschlossen. Die Feuerwehrstiefel sollen die Feuerwehrangehörigen vor Brandeinwirkung, Ausrutschen, Umknicken, Nässe und herabstürzenden Teilen schützen und sind ebenfalls bei jedem Einsatz zu tragen. Neben Stiefeln, die nur die Grundanforderungen erfüllen, statten viele Hersteller ihre teureren Stiefel mit Membranen (z. B. Gore-Tex, Sympatex, oder Firetex) aus, die einen besseren Nässeschutz gewährleisten und die Stiefel atmungsaktiv machen sollen. Einige Stiefel verfügen auch über Kevlar-Einlagen, die einen begrenzten Schnittschutz gegen Motorsägen bieten.

Die Schutzhose wird über den Stiefeln getragen, so dass von oben nichts in die Stiefel hinein fallen (z.B. Glut) bzw. fließen (Chemikalien u.a.) kann.

Feuerwehr-Schutzhandschuhe[Bearbeiten]

Feuerwehrhandschuhe

Man unterscheidet zwischen zwei Arten von Feuerwehrschutzhandschuhen

  • Brandbekämpfungshandschuhe bestehen aus einem feuerfesten Material (beispielsweise Nomex) und sind häufig mit Leuchtstreifen versehen.
  • Lederhandschuhe, die eine höhere Schnittfestigkeit aufweisen, werden vor allem zu Hilfeleistungseinsätzen, Übungen und auch bei Brandeinsätzen getragen.

Beide Handschuhsorten weisen Vor- und Nachteile sowohl während des Übungsdienstes, als auch bei Einsätzen verschiedener Art auf. Handschuhe aus feuerfestem Material sind ihrem Sitz wesentlich komfortabler, da es sie in vielerlei Größen und mit festen Verschlussbändern gibt. Des Weiteren schützen sie sehr gut vor extremen Temperaturen, was sie auch im Winter sehr attraktiv macht. Ein großer Nachteil dieser Handschuhe ist die Tatsache, dass sie relativ leicht verschleißen und nur schwer zu trocknen sind. Vor allem im Brandeinsatz kann ein nasser feuerfester Handschuh fatale Folgen haben, da es hier zu starken Verbrühungen der Hände kommt. Aus diesem Grund tragen Einsatzkräfte verschiedener Feuerwehren oftmals zwei Paar feuerfeste Handschuhe bei sich: Ein Paar zum Arbeiten und ein Paar zur Brandbekämpfung. Ebenfalls zum Nachteil gereicht den Feuerwehrangehörigen die Dicke der feuerfesten Handschuhe beim Arbeiten mit technischem Gerät, da die Handschuhe dadurch recht klobig sind. Ein weiterer Nachteil ist der hohe Preis für ein hochwertiges Paar feuerfeste Handschuhe, welcher zwischen 60 und 140 € liegt.

Lederhandschuhe zeichnen sich vor allem durch ihren geringen Preis und ihre hohe Verschleißfestigkeit aus. Außerdem lassen sich Armaturen und ähnliche Geräte mit Lederhandschuhen wesentlich leichter bedienen. Zum Leidwesen vieler Feuerwehrangehörigen gibt es Lederhandschuhe jedoch nur in wenigen Größen, weshalb sie oftmals nicht optimal passen. Auch bieten sie keinerlei Schutz vor Wärme oder Kälte, weswegen sie nicht zur direkten Brandbekämpfung getragen werden sollten.

Inzwischen sind auf dem Markt auch Lederhandschuhe erhältlich, welche für die Brandbekämpfung geeignet sind. Bei diesen Handschuhen wird durch eine spezielle Behandlung des verwendeten Leders ein Schrumpfen bei Hitzeeinwirkung (einer der größten Nachteile von Lederhandschuhen im Feuerwehreinsatz) verhindert. Diese relativ neuen Handschuhe verbinden somit die Vorteile von Leder- und Textilhandschuhen und werden bereits von einigen Herstellern angeboten (z. B. ESKA, Seiz, BIG Tempest).

Bei Einsätzen, bei denen man mit Blut in Berührung kommen könnte, wie z. B. bei Personenrettung wird unter den Feuerwehrschutzhandschuhen zusätzlich oft noch ein Einmalhandschuh (Latexhandschuh) getragen, um Infektionen zu vermeiden. Hier gibt es aber auch spezielle Handschuhe für die Rettungskräfte, die bei der Technischen Hilfeleistung sowohl vor Verletzungen als auch vor Infektionen schützen. In diesen Handschuhen ist eine spezielle Membran eingearbeitet.

Dienstbekleidung grün, blau oder sandgelb (Österreich)[Bearbeiten]

Dienstbekleidung Grün (Österreich)

bei Schulungen, Jugendarbeit und sonstigen Veranstaltungen wird die Dienstbekleidung in grün, sandgelb oder blau getragen. Sie hat keinerlei Schutzfunktion und darf bei Einsätzen nicht getragen werden. Diese besteht aus einer Hose, einer Bluse mit Schulterspangen, einem Diensthemd mit Schulterspangen und der Dienstmütze und ist mit oder ohne Krawatte sowie mit schwarzen Socken und schwarzen Schuhen zu tragen. Es können aber auch blaue T-Shirts, sowie im Winter dazu passende einheitliche Pullover oder Westen getragen werden. Statt der Dienstmütze werden auch vermehrt einheitliche schwarze Baseball-Kappen mit Aufschrift getragen.

(Diese Dienstbekleidung kann in anderen Bundesländern auch andere Namen haben)

Dienstbekleidung Braun (Österreich)[Bearbeiten]

Dienstbekleidung Braun (Österreich)

Bei festlichen Veranstaltungen wie Florianimessen, Vollversammlungen, Besuchen, aber auch zu Tagungen und Begräbnissen wird die Dienstbekleidung I Braun bzw. Blau (Kärnten) getragen. Diese besteht aus einem weißen Diensthemd mit Schulterspangen, einem braunen/blauen Uniformrock mit aufgenähten Dienstgraden, einer schwarzen Hose mit seitlichen roten Linien sowie einer braunen/blauen Dienstmütze und ist in schwarzen Schuhen mit schwarzen Socken zu tragen. Es werden ebenfalls sämtliche Abzeichen in der höchsten Stufe (FLA, FuLA, WLA, Dienstmedaille, Ehrungen...) auf dem Uniformrock angebracht.

Bei Paraden oder anderen Aufmärschen in Formation wird diese Dienstbekleidung auch teilweise mit dem alten Spinnenhelm und Leibriemen (Gürtel über der Bluse) getragen. Diese Trageweise wird jedoch speziell dort geringer, wo sich der neue Feuerwehrhelm schon durchgesetzt hat.

Die Dienstbekleidung kann in anderen Bundesländern auch andere Namen haben.

Weitere Gegenstände[Bearbeiten]

Feuerwehrhaltegurt mit Feuerwehrbeil, Feuerwehrschutzhandschuhen und Zubehör

Abhängig von den Gefahren eines Einsatzes und den Aufgaben eines Feuerwehrangehörigen sind weitere Ausrüstungsgegenstände nötig:

  • Feuerwehrhaltegurt (ehemals Feuerwehrsicherheitsgurt, vormals Hakengurt oder Breitgurt)
Er verfügt über eine Öse und einen Karabinerhaken, die das Halten und Selbstretten aus Höhen mittels Feuerwehrleine ermöglichen, und wird heute nur noch aus textilen Gurtmaterialien - früher auch aus Leder - hergestellt. So wird er beispielsweise während einer Brandbekämpfung in einem mehrgeschossigen Gebäude getragen, um sich bei einem eventuell plötzlich abgeschnittenen Rettungsweg mittels Feuerwehrleine und Gurt abseilen zu können.
Diverse Gegenstände als Zusatzausrüstung für einen Angriffstrupp
Die Feuerwehraxt ist eine Axt, die für die besonderen Ansprüche im Feuerwehrdienst gestaltet ist. Sie verfügt sowohl über den herkömmlichen breiten Keil, zum Schneiden und zerkleinern von Holz, als auch über eine schmale, spitze Hacke auf der gegenüberliegenden Seite. Diese Hacke dient zum Einschlagen von Türen oder als Einreißhaken. Siehe auch Notfalltüröffnung.
Die Flammschutzhaube besteht aus 1 bis 3 Stofflagen. Sie wird über den Kopf gezogen und soll alle noch nicht durch Helm und Schutzanzug geschützten Körperteile wie Ohren, Hals und Haare vor Flammen- und Hitzeeinwirkung schützen. Gebräuchlichste Materialien sind Nomex oder Kevlar.
Bei Einsätzen im Verkehrsraum fordert die UVV Feuerwehr (GUV-V C53, § 17 (3)) den Schutz der Feuerwehrangehörigen durch Warn- und Absperrmaßnahmen. Unter anderem wird dies durch das Tragen geeigneter persönlicher Schutzausrüstung erreicht.
Die verbreitetsten Warnwesten, sind welche, die der EN 471 Klasse 2 entsprechen. Es werden aber auch spezielle Feuerwehr-Schutzanzüge angeboten, die dieser Vorschrift genügen. In einigen Bundesländern sehen die Unfallkassen, das Tragen der Feuerwehrschutzkleidung nach HuPF als ausreichend an (Etwa-Wirkung).
Neben Warnwesten werden im Feuerwehrdienst auch Kennzeichnungswesten getragen. Diese dienen der Kennzeichnung von Funktionsträgern an der Einsatzstelle (z. B. Einsatzleiter, Fachberater, Atemschutzüberwachung, Gruppen- und Zugführern, LNA). Kennzeichnungswesten sind in unterschiedlichen Farben und Musterungen erhältlich. Kennzeichnungswesten können in einigen Fällen die Anforderungen an Warnwesten nach EN 471 Klasse 2 erfüllen, dies trifft jedoch nicht auf alle Kennzeichnungswesten zu. (In jedem Fall nicht, wenn die Weste nicht fluoreszierend rot, orange oder gelb ist.)
Eine bundesweit einheitliche Kennzeichnung von Führungskräften und Funktionsträgern an der Einsatzstelle mit Kennzeichnungswesten existiert nicht. Neben Kennzeichnungswesten werden teilweise auch farbige Schulterkoller verwendet.

Siehe auch[Bearbeiten]