Personal Training

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Personal Training innen
Personal Training draußen

Personal Training (engl. persönliche Übung, Individualübung) bezeichnet das körperliche und ggf. in Ergänzung auch mentale Fitnesstraining im Rahmen einer persönlichen und individuellen Betreuung einzelner Klienten durch jeweils einen Trainer. Diese 1:1-Betreuung unterscheidet sich vom Training in Gruppen. Dennoch betreuen viele Personal Trainer zusätzlich auch Kleingruppen, zum Beispiel Mitarbeiter einer Firma oder eines Konzerns.

Tätigkeit[Bearbeiten]

Diese intensive Form des Fitnesstrainings wird häufig genutzt von:

  • beruflich stark eingespannten Personen, die nur wenig Zeit für das Training aufbringen können und die zur Verfügung stehende Zeit durch maßgeschneiderte Übungsprogramme optimal nutzen wollen.
  • Nischenzielgruppen wie Kinder oder Senioren, die ein auf sie abgestimmtes Training benötigen, das die eigenen Möglichkeiten sowie evtl. Beschwerden und Vorerkrankungen berücksichtigt.
  • Prominenten, die nicht in einem Fitnessstudio trainieren wollen.
  • Personen, die Ihre Ziele in Fitness-Studios und mit Diäten nicht erreicht haben und Motivation, sowie Kontrolle des Trainings durch einen Trainer benötigen.

Häufig bieten die persönlichen Trainer auch weitergehende Beratung und Ernährungstipps, die das Trainingsprogramm unterstützen, um die gesetzten Ziele zu erreichen.[1]

In Deutschland wurde Personal Training Ende der 1990er Jahre bekannt, unter anderem durch die Gründung des Bundesverbands Deutscher Personal Trainer (heute Bundesverband Personal Training).

Es gibt in Deutschland heute etwa 300 persönliche Trainer in Vollzeit und einige tausend Trainer, die persönliches Training nebenberuflich anbieten.

Die meisten Vollzeit-Trainer sind in Netzwerken wie dem Bundesverband Personal Training organisiert. Sie haben in der Regel neben einem Hochschulstudium oder einer Grundausbildung mehrere Zusatzausbildungen und Weiterbildungen absolviert.

Der Preis für eine Trainingsstunde bei einem professionellen Personal Trainer liegt zwischen 80 und 150 Euro. Der vergleichsweise hohe Preis resultiert unter anderem daraus, dass hauptberuflich tätige Trainer jede Trainingseinheit vor- und nachbereiten und sich zeitlich und räumlich flexibel auf jeden Klienten individuell einstellen und oft auch längere Anfahrtswege zu den einzelnen Klienten in Kauf nehmen. Außerdem müssen Steuern (zum Beispiel Umsatzsteuer) und Rentenversicherungsbeiträge abgeführt werden. In Deutschland besteht für hauptberufliche Trainer Rentenversicherungspflicht (auch Selbständige). Außerdem verfügen die meisten (Vollzeit-Personal-Trainer auch über eine Berufshaftpflichtversicherung. Viele Personal Trainer stehen auch abseits des Trainings als Ansprechpartner zur Verfügung und übernehmen etwa Motivationscoachings, um die Regelmäßigkeit von Ernährungsumstellungen und eigenständig durchgeführten Trainingseinheiten sicherzustellen.

Ein weiteres Betätigungsfeld des Personal Trainers stellt der Bereich Firmenfitness da. Firmenfitness wird als Gruppensport für die Mitarbeiter angeboten als Ausgleichstraining zum Arbeitsplatz. Das Ziel ist gesunde und motivierte Mitarbeiter, die weniger krank sind.[2]


Die Berufsbezeichnung Personal Trainer ist gesetzlich nicht geschützt, eine einheitliche und allgemein anerkannte Ausbildung gibt es nicht. Auch ohne jegliche Ausbildung kann man sich Personal Trainer nennen. Kommerzielle Institute bieten sogenannte Zertifikate und Qualifizierungen an.

Bekannte Personal Trainer sind Daniel von Schweden, John Sitaras, Clifford Opoku-Afari und Lyen Wong.

In sogenannten Mikro-Fitnessstudios, wo meist ohne die klassischen Fitnessgeräte auf kleinem Raum trainiert wird, sind Personal Trainer obligatorisch. Zum Einsatz kommt z.B. Krafttraining mit freien Gewichten, Athletiktraining, funktionelles Training oder auch das sog. EMS-Training. [3][4][5]

Online Personal Trainer[Bearbeiten]

Ein Online Personal Trainer ist mit dem Wissen und den Erfahrungen eines realen Trainers programmiert und ist in der Lage, nach Eingabe einiger wesentlicher persönlicher Daten, wie zum Beispiel Trainingsziel, Trainingsschwerpunkt, verwendete Ausrüstung, Alter und Trainingshäufigkeit, automatisch individualisierte Trainingspläne und Ernährungspläne für den jeweiligen Nutzer zu erzeugen.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Management Team Nr. 21/2007, S. 31–33 (Erfahrungsbericht in niederländischer Sprache)
  2. [1] abgerufen März 2013
  3. Mikro-Fitnessstudio: Lifestyle-Trend in Großstädten, Berlin.de, abgerufen am 21. November 2012
  4. Elektrische Muskelstimulation: Gib dem Schwabbel Strom!, Spiegel Online, Ina Brzoska, 28. September 2012
  5. EMS: Eine neue Trainingsform im Fitnessstudio setzt Maßstäbe. Bei Methodik, Belastung und Effizienz.