Pertrochantäre Femurfraktur
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| Klassifikation nach ICD-10 | ||
|---|---|---|
| S72.10 | Femurfraktur: Trochantär, nicht näher bezeichnet | |
| ICD-10 online (WHO-Version 2006) | ||
Pertrochantäre Femurfraktur ist der medizinische Fachbegriff für einen Knochenbruch des Oberschenkelknochens im Bereich zwischen Trochanter major (großer Rollhügel - siehe Oberschenkelknochen)und Trochanter minor (kleiner Rollhügel).
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Vorkommen
Die Fraktur kommt meist bei älteren Menschen bei Sturz auf die entsprechende Hüfte vor. Bei Hochenergietraumen (z.B. Verkehrsunfällen oder Stürzen größerer Höhe) tritt die Fraktur auch bei jüngeren Personen auf.
[Bearbeiten] Symptome
Die Hüfte ist schmerzhaft. Das betroffene Bein ist verkürzt und nach außen gedreht und kann nicht aktiv gehoben werden.
[Bearbeiten] Diagnostik
Eine Röntgenaufnahme des Hüftgelenkes in zwei Ebenen bestätigt die Diagnose.
[Bearbeiten] Behandlung
Früher erfolgte die Behandlung von Oberschenkelfrakturen mit einer Streckvorrichtung. Die damit verbunden Komplikationen durch die lange Bettlägrigkeit wie Lungenentzündungen (Pneumonie) und Thrombose führten zu einer hohen Sterblichkeit.
Heute erfolgt die Versorgung chirurgisch durch eine Osteosynthese. Häufig angewendete Implantate sind der Gammanagel, Gleitnagel oder ähnliche und die dynamischer Hüftschraube (DHS).
[Bearbeiten] Komplikationen
Durch den Blutverlust im Bereich des Knochenbruches kann es zu einem Blutmangel kommen, so dass Blutübertragungen notwendig werden können. Weitere mögliche Komplikationen sind Wundheilungsstörungen, Thrombosen, Pneumonien, Ausbrechen des Osteosynthesematerials und andere.
[Bearbeiten] Weblinks
- Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie
- Intertrochanteric Fractures Wheeless' Textbook of Orthopaedics (englisch)
[Bearbeiten] Siehe auch
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