Pescetarismus

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Pescetarismus ist eine Ernährungsweise, bei der auf den Verzehr des Fleisches gleichwarmer Tiere, nicht jedoch auf Fisch verzichtet wird.

Einzelne Pescetarier verzehren weitere tierische Lebensmittel wie Eier, Milch und Honig und nutzen tierische Nebenprodukte wie zum Beispiel Leder, Wolle oder Daunenfedern. Verschiedene Sonderformen, wie etwa das Meiden von Gelatine oder Schmalz, impliziert der Pescetarismus. Einige Pescetarier essen Krebs- und Weichtiere.[1]

Gelegentlich wird der Pescetarismus als Teilgebiet des Vegetarismus angesehen oder sogar mit ihm verwechselt. So wird der Pescetarismus manchmal auch als Ovo-Lacto-Pesco-Vegetarismus, Ovo-Lacto-Pisce-Vegetarismus oder verkürzt als Pesco-Vegetarismus (Pesci-Vegetarismus) bezeichnet.

Gelegentlich bezeichnen sich Menschen, die wiederum auf Fisch komplett verzichten, als Antipescetarier.

Gesundheitshinweise[Bearbeiten]

Langlebige Raubfische enthalten Methylquecksilber, das aus toxikologischen Gründen bereits ab einem monatlichen Fischverzehr von 114 g (Schwertfisch) oder 454 g (Thunfisch) bedenklich wird. Fast unbedenklich sind Sardine, Anchovis oder Makrele (toxikologisch unbedenkliche monatliche Aufnahme 2724 g), noch besser Lachs (3623 g/Monat).

Fisch enthält wenig schädliches Häm-Eisen, wenig Cholesterin, wenig gesättigte Fettsäuren, wenig Transfettsäuren, wenig Nitrite, dafür aber viel nützliche Omega-3-Fettsäuren.

Wortherkunft[Bearbeiten]

Das Wort "Pescetarismus" ist ein Neologismus, der laut dem englischen Merriam-Webster’s Wörterbuch erstmals 1993 erschien. Es stammt vom lateinisch piscis für Fisch bzw. aus dem italienischen pesce, mit der gleichen Bedeutung.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. pescetarianlife.com