Pessinus

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Dieser Artikel beschreibt die Stadt; für das Bistum, siehe Pessinus (Titularerzbistum).

Pessinus ist eine antike Stadt in Phrygien (Kleinasien), heute Ballıhisar, 13 km von Sivrihisar entfernt. John Garstang will es mit dem hethitischen Šallapu gleichsetzen. Pessinus gilt als Ursprungsort des anatolischen Kybele-Kults. Im Heiligtum befand sich ein schwarzer Meteorit, der 205/4 v. Chr. nach Rom übergeführt wurde. Nach der Legende wurde der erste Tempel von König Midas errichtet (8. Jh. v. Chr.). Erhalten sind Reste des späteren hellenistischen Tempels mit großen Schautreppen.

Seit 1967 finden dort belgische Ausgrabungen statt.

Besonders beeindruckend sind auch die schwarzen Konturen des heiligen Berges Dindymos. Im Dorf Ballıhisar findet man ein kleines Museum.

Literatur[Bearbeiten]

  • John Devreker, Marc Waelkens: Les fouilles de la Rijksuniversiteit te Gent à Pessinonte : 1967 - 1973. Ghent 1984.
  • John Devreker, Hugo Thoen, Frank Vermeulen: Excavations in Pessinus - the so-called Acropolis: from Hellenistic and Roman cemetery to Byzantine castle. Gent, Academia Press 2003. ISBN 90-382-0449-3
  • William L. MacDonald: Pessinous Galatia, Turkey. In: Richard Stillwell u. a. (Hrsg.): The Princeton Encyclopedia of Classical Sites. Princeton University Press, Princeton, N.J. 1976, ISBN 0-691-03542-3.
  • Johan Strubbe: The inscriptions of Pessinous (Inschriften griechischer Städte aus Kleinasien, 66). Bonn 2005. ISBN 3-7749-3398-7

Weblinks[Bearbeiten]

39.3346331.57582Koordinaten: 39° 20′ 4,67″ N, 31° 34′ 32,95″ O