Pestișu Mic

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Pestișu Mic
Felsőpestes
Pestișu Mic führt kein Wappen
Pestișu Mic (Rumänien)
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Basisdaten
Staat: Rumänien
Historische Region: Siebenbürgen
Kreis: Hunedoara
Koordinaten: 45° 48′ N, 22° 53′ O45.79805555555622.885833333333259Koordinaten: 45° 47′ 53″ N, 22° 53′ 9″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Höhe: 259 m
Fläche: 5.127 km²
Einwohner: 1.207 (20. Oktober 2011[1])
Bevölkerungsdichte: 0 Einwohner je km²
Postleitzahl: 337335
Telefonvorwahl: (+40) 02 54
Kfz-Kennzeichen: HD
Struktur und Verwaltung (Stand: 2012)
Gemeindeart: Gemeinde
Gliederung: Pestișu Mic, Almașu Mic, Ciulpăz, Cutin, Dumbrava, Josani, Mănerău, Nandru, Valea Nandrului
Bürgermeister: Leorean-Casian Voina (USL)
Postanschrift: Str. Principală, nr. 64
loc. Pestișu Mic, jud. Hunedoara, RO–337335
Website:

Pestișu Mic oder Peștișu Mic[2] ([ˈpestiʃu mic] veraltet Peștișul de Sus; ungarisch Felsőpestes oder Felpestes)[3] ist eine Gemeinde im Kreis Hunedoara, in Siebenbürgen, Rumänien.

Geographische Lage[Bearbeiten]

Lage von Pestișu Mic im Kreis Hunedoara

Im südwestlichen Teil der historischen Region Siebenbürgen gelegen, befindet sich die Gemeinde im Zentrum des Kreises Hunedoara. Auf einer Fläche von etwa 5100 Hektar, sind die neun eingemeindeten Dörfern und Streusiedlungen zwischen 2 und 10 Kilometer vom Gemeindezentrum entfernt. Am Bach Peștiș – ein linker Nebenfluss des Cerna – und an der Kreisstraße (drum județean) DJ 708E befindet sich der Ort Pestișu Mic drei Kilometer westlich der Stadt Hunedoara; die Kreishauptstadt Deva (Diemrich) liegt 15 Kilometer nördlich von Pestișu Mic entfernt.

Geschichte[Bearbeiten]

Der im Mittelalter ungarische Ort – heute Pestișu Mic – wurde 1330 erstmals urkundlich erwähnt. Zur ungarischen Adelsfamilie – den Nachkommen der Hermáns – des Ortes, gehörten im 14. Jahrhundert drei rumänische Siedlungen.[2] Die Besiedlung der Region reicht jedoch nach Berichten von J. M. Ackner, bis in die Römerzeit zurück. Auf dem Areal des Ortes wurden 1856 Reste von Bauten aus der Römerzeit gefunden. Archäologische Funde welche in die Frühgeschichte deuten, wurden nach Angaben von C. Gooss, Gr. Tocilescu und M. Roska hier in Pestișu Mic gemacht.[4]

Auf einer Anhöhe des eingemeindeten Dorfes Josani (Susendorf) – rechts des Baches Petac – wurden archäologische Funde und einer in die Jungsteinzeit datierte Siedlung, gemacht.[5]

Demografie[Bearbeiten]

Bei der Volkszählung 1850 lebten auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde 2.356 Menschen. 2.259 davon waren Rumänen, 37 Ungarn und 48 Roma. Die höchste Einwohnerzahl (2.509) – gleichzeitig die der Rumänen (2.428) und der Ungarn (59) – wurde 1910 erreicht. Die höchste Anzahl der Deutschen (21) wurde 1880 und die der Roma 1850 ermittelt. 2002 wurden in der Gemeinde 1.290 Menschen, davon waren 1.261 Rumänen, zwölf waren Magyaren, elf waren Roma, vier bezeichneten sich als Deutsche[6] und zwei als Griechen.[7]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Auf dem Areal der Gemeinde sind keine nennenswerte Sehenswürdigkeiten.

In Pestișu Mic ist eine reformierte Kirche und einige vernachlässigte Herrenhöfe, in Valea Nandrului (Weißendorf) eine rumänische-orthodoxe Kirche.[2] Die zerfallene Holzkirche Sf. Nicolae, im 18. Jahrhundert in Almașu Mic (ung. Keresztényalmás) errichtet, wird noch in der Liste historischer Denkmäler in Rumänien, aufgelistet.[8]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Pestișu Mic – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Volkszählung 2011 in Rumänien bei citypopulation.de
  2. a b c Heinz Heltmann, Gustav Servatius (Hrsg.): Reisehandbuch Siebenbürgen. Kraft-Verlag, Würzburg 1993, ISBN 3-8083-2019-2.
  3. Wörterbuch der Ortschaften aus Siebenbürgen
  4. Institute Of Archaeology − Pestișu Mic, abgerufen am 25. Juni 2013 (rumänisch)
  5. Institute Of Archaeology − Josani, abgerufen am 25. Juni 2013 (rumänisch)
  6. Volkszählung 1850–2002, letzte Aktualisierung 2. November 2008, S. 120 (ungarisch; PDF; 1,1 MB)
  7. Volkszählung 2002 bei transindex.ro
  8. Liste historischer Denkmäler des rumänischen Kulturministeriums, 2010 aktualisiert, abgerufen am 2. Juni 2011 PDF 7,10 MB