Peter Erskine

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Peter Erskine (2008)

Peter Erskine (* 5. Juni 1954 in Somers Point, New Jersey) ist ein US-amerikanischer Jazz-Schlagzeuger. Er gilt als einer der vielseitigsten und meistbeschäftigten Jazzdrummer der letzten Jahrzehnte. Bekannt wurde er als Mitglied von Weather Report, wo er von 1978 mit Unterbrechungen bis 1986 spielte.

Leben[Bearbeiten]

Erskine begann mit dem Schlagzeugspielen im Alter von vier Jahren. Nach dem Besuch der Interlochen Arts Academy in Michigan studierte er Perkussion an der Indiana University. Seit 1972 ist er als professioneller Musiker tätig. Nach drei Jahren im Orchester von Stan Kenton spielte er für zwei Jahre bei Maynard Ferguson.

Einer größeren Öffentlichkeit ist er vor allem durch seine Mitarbeit in der Fusion-Gruppe Weather Report (ab 1978; zu hören u. a. auf "Mr. Gone") bekannt geworden, die er nach fünf Jahren verließ, um dann bei der Fusionband Steps Ahead zu spielen.

Zusammen mit Bassisten wie Jaco Pastorius, John Patitucci, Michael Formanek, Marc Johnson, Eddie Gomez, Dave Holland, Michel Benita, Palle Danielsson, Dave Carpenter und Buell Neidlinger bildete er eine vorbildliche Rhythmusgruppe.

Erskine mit Weather Report (1981)

Erskine hat als Schlagzeuger bislang an über 700 LP- oder CD-Produktionen mitgewirkt. Er hat neben dem Jazz auch mit Musikern aus Pop und Rock zusammengearbeitet. Sein Spiel zeichnet sich durch makellose Hand- und Fußwerklichkeit, Musikalität und Interaktivität aus.

Seit den 1980er Jahren nahm Erskine auch als Leiter eines eigenem Trios eine Reihe von Alben für das Münchner Label ECM auf, an denen der Pianist John Taylor und der Bassist Palle Danielsson mitwirkten.

Auch als Verfasser von Lehrbüchern und Lehrvideos hat Erskine sich verdient gemacht. Die DVD, "The Erskine Method for Drumset" (Alfred Publishing Co. Inc.) dokumentiert sein pädagogisches und musikalisches Talent sehr nachdrücklich. Er betreibt auch, zusammen mit seiner Ehefrau Mutsuko, eine eigene CD-Produktion, Fuzzy Music.

Bis 2005 verwendete er Schlagzeuge von Yamaha, danach Drum-Workshop-Equipment. Erskine lobte 2006 die Zusammenarbeit mit DW.[1]

Von den Lesern der Zeitschrift Modern Drummer, also von Schlagzeugern, ist er achtmal zum besten Jazzschlagzeuger gewählt worden.

Werke[Bearbeiten]

Schriften[Bearbeiten]

  • Mon Livre / My Book (1996)
  • Time Awareness
  • The Erskine Method for Drumset
  • Peter Erskine the Drum Perspective
  • Drum Concepts and Techniques

Diskographische Hinweise[Bearbeiten]

Aufnahmen unter eigenem Namen
  • 1982 Peter Erskine (Contemporary Records/OJC)
  • 1987 Transition (Denon)
  • 1988 Motion Poet (Denon)
  • 1991 Sweet Soul (BGM / RCA Victor) mit Joe Lovano, Marc Johnson, John Scofield, Kenny Werner, Bob Mintzer, Randy Brecker
  • 1992 You Never Know (ECM) mit John Taylor, Palle Danielsson
  • 1993 Time Being (ECM) dto.
  • 1995 As It Is (ECM)
  • 1998 All About Love (Fuzzy Music)
  • 1998 Lava Jazz (Fuzzy Music)
  • 1998 Behind Closed Doors, Vol. 1 (Fuzzy Music)
  • 1999 Juni (ECM) mit Taylor & Danielsson
  • 2001 Side Man Blue (Fuzzy) mit Andy Haderer, Rolf Römer
  • 2005 The Lounge Art Ensemble: Music for Moderns (Fuzzy Music)
Aufnahmen als Sideman

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Peter Erskine – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. "I will only have good things to say about Yamaha Drums, because Yamaha makes an excellent drumset — always has and always will. A terrific company with plenty of fantastic drummers as part of their roster. I'll miss being part of that family. That being said, I am very grateful for the opportunity to begin playing DW Drums; I have long admired their hardware, particularly their flush-based cymbal stands (it's my impression and considered opinion that cymbals actually sound better with lighter weight stands, i.e., the whole kit seems to sing that much more when everything gets vibrating ... kind of like the "old days") ... and the drums are absolutely beautiful. Long admired their kits in certain settings; discovered how great they can sound when given a chance and tuned (jazz-wise) accordingly. For those who might be curious, this move was not motivated by any financial concerns or angles ... in fact, I'll probably wind up taking a loss in quite a few respects ... but the passion and the immediacy of response from the DW team when it came to drumming and drumset ideas was extremely refreshing and inspiring to experience firsthand at their factory. My wife and I both became believers." [1]