Peter Hans Kolvenbach

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Peter Hans Kolvenbach 2006

Peter Hans Kolvenbach SJ (* 30. November 1928 in Druten, Niederlande) war von 1983 bis 2008 der 29. General der Societas Jesu.

Leben[Bearbeiten]

Kolvenbach wurde 1928 geboren als der Sohn eines Kaufmanns aus Nimwegen und dessen Ehefrau Jacoba Johanna Petronella Domesino. Nach seiner Schulzeit am Petrus-Canisius-Kolleg in Nimwegen trat Kolvenbach mit 20 Jahren 1948 der Societas Jesu bei.

Im September 1958 wurde er zusammen mit einer Gruppe niederländischer Jesuiten in den Libanon entsandt. Dort studierte er an der Université Saint-Joseph in Beirut-Aschrafiyya Theologie. Hier empfing er auch 1961 die Priesterweihe (im Ritus der armenisch-katholischen Kirche).

Anschließend wirkte er in Beirut als Dozent für Philosophie, Linguistik und Armenisch. Er wurde aufgrund seines Interesses an der armenischen Tradition birituell und hat das Recht, im lateinischen und im armenischen Ritus Liturgie zu feiern. 1974 wurde er zum Provinzial der Vizeprovinz des Nahen Ostens (Libanon, Syrien und Ägypten) ernannt. 1981 berief ihn Pedro Arrupe zurück nach Rom und betraute ihn mit der Leitung des Päpstlichen Orientalischen Instituts.

Am 13. September 1983 wurde Kolvenbach auf der 33. Generalversammlung des Ordens zum 29. General des Ordens gewählt und löste damit die vom Papst eingesetzten Kommissare Paolo Dezza und Giuseppe Pittau ab.

Kolvenbach war ständiges Mitglied der vatikanischen Kongregation für die Evangelisierung der Völker und der Kongregation für die Institute geweihten Lebens und für die Gesellschaften apostolischen Lebens.

Kolvenbach resignierte im Jahr 2007 auf sein Amt als General der Jesuiten, erhielt die Zustimmung des Papstes und berief für Januar 2008 eine Generalkongregation zur Wahl eines neuen Generals ein. Die 35. Generalkongregation hat am 14. Januar 2008 den Rücktritt von Kolvenbach als Generaloberer angenommen.

Weblinks[Bearbeiten]


Vorgänger Amt Nachfolger
Pedro Arrupe Generaloberer der Gesellschaft Jesu
1983–2008
Adolfo Nicolás