Peter I. (Kastilien)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
König Peter I. auf einer Gold-Münze (Dobla), 1360

Peter I., der Grausame oder der Gerechte (spanisch Pedro el Cruel bzw. el Justiciero, * 30. August 1334 in der Provinz Burgos; † 23. März 1369 bei Montiel) war König von Kastilien und León (1350–1369). Er war der Sohn von Alfons XI. und Maria, Tochter des portugiesischen Königs Alfons IV.

Leben[Bearbeiten]

Nach der Trennung seiner Eltern wurde er von Bischof Bernabe von Osma erzogen. Die Geliebte seines Vaters, Leonor de Guzman, die diesem sieben Söhne geboren hatte, hatte großen Einfluss auf die Königsmacht. Als Peter 1350 an die Macht kam, führte er Krieg gegen diese Halbbrüder (und seine Mutter ließ 1351 ihre ehemalige Nebenbuhlerin ermorden).

Bereits 1348 wurde ihm Joan von England als Braut zugesprochen. Sie starb aber (im Alter von 14 Jahren), auf dem Weg zu ihrem Bräutigam, am 2. September 1348 in der Nähe von Bordeaux/Frankreich an der Pest.

1353 heiratete er Blanche von Bourbon, eine Tochter des bourbonischen Herzogs Peter I. Sehr bald ließ er sie jedoch verhaften und zuletzt in Medina-Sidonia einkerkern, um wieder mit seiner Geliebten María de Padilla zusammenleben zu können, die er ebenfalls heiratete. Diese Handlung hatte weitreichende Folgen: der Papst, der Klerus und der Hochadel wandten sich von ihm ab. 1354 heiratete der Bigamist noch einmal – diesmal Juana de Castro, die aus dem einflussreichen Haus der Castros stammte – was ihm die Unterstützung Portugals einbrachte. 1356 brach endgültig der Krieg mit Aragón gegen König Peter IV. (Krieg der Peter) aus, der 10 Jahre dauerte.

Heinrich ermordet Peter I.

1366, nachdem ihn sein Halbbruder Heinrich von Trastamara vertrieben hatte, schloss Peter ein Bündnis mit Edward, dem „Schwarzen Prinzen“ und eroberte 1367 den Thron für sich zurück. Edwards Gesundheit litt jedoch stark und er musste das Land verlassen. Heinrich trieb Peter bis Toledo zurück und ermordete ihn 1369 eigenhändig.

Peters legitimierte Töchter von María de Padilla heirateten die Brüder von Prinz Edward.

Palast in Sevilla[Bearbeiten]

In Sevilla ließ er einen Palast, den dortigen Alcázar, im „maurischen Stil“ von Baumeistern aus Granada als Residenz erbauen bzw. ausbauen. Der Alcázar gehört heute ebenso wie die zugehörigen Gartenanlagen zu den touristischen Sehenswürdigkeiten ersten Ranges.

Ehen und Nachkommen[Bearbeiten]

  1. Blanche von Bourbon (1339–1361), Tochter des Herzogs Peter I. von Bourbon
  2. María de Padilla, Tochter von Graf Juan Garcia von Villagera (Nebenehe)
  3. Juana de Castro, Tochter von Graf Peter von Lemos (Nebenehe)
    • Johann (1355–1405) ∞ Elvira de Eril

Außerdem hatte er die illegitimen Kinder

  • Maria (Nonne)
  • Sancho (1347)
  • Diego de Sandoval, Sohn von Isabell de Sandoval ∞ Isabel de Salazar


Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Peter I. (Kastilien) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien


Vorgänger Amt Nachfolger
Alfons XI. König von Kastilien und León
Blason Castille Léon.svg

1350–1369
Heinrich II.