Peter Kern (Schauspieler)
Peter Kern (* 13. Februar 1949 in Wien) ist ein österreichischer Schauspieler, Filmregisseur, Filmproduzent und Autor für Magazine und Zeitungen.
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Leben [Bearbeiten]
Bereits in jungen Jahren hatte Kern als Wiener Sängerknabe seine ersten öffentlichen Auftritte. Er besuchte dann die Lehrerbildungsanstalt und absolvierte eine kaufmännische Lehre.
Nach Schauspielunterricht bei Polly Kügler in Wien gab er sein Debüt als Gluthammer in Der Zerrissene an der Burgenländischen Landesbühne in Eisenstadt. Von 1968 bis 1971 war er mit dem Musical Hair auf Tournee. Danach bot ihm Peter Lilienthal in seinem Fernsehfilm Jacob von Gunten die erste Filmrolle an. Für seine Rollen in Falsche Bewegung (1975) und Flammende Herzen (1978) erhielt Kern jeweils den Deutschen Filmpreis (Filmband in Gold) für die Beste männliche Hauptrolle. Zeitgleich erschien die Single "Wenn die Kornblumen blühn". Ein Duett mit Barbara Valentin zum Film Flammende Herzen. Er spielte auch Theater an verschiedenen Bühnen und führte 1985 Regie in Eyens Frauen hinter Gittern am Münchner Boulevardtheater. Kern spielte an allen wichtigen Bühnen der BRD, Volksbühne Berlin, Freie Volksbühne Berlin, Burgtheater Wien, Hamburger Schauspielhaus, TaT Frankfurt, Schauspielhaus Frankfurt, Schauspielhaus Köln, Schauspielhaus Zürich u.v.m..
1978 gründete er seine Luxor-Filmproduktion und machte sich einen Namen als Dokumentarfilmer. 1983 inszenierte er zusammen mit Kurt Raab seinen ersten Spielfilm Die Insel der blutigen Plantage, dem weitere folgten. Für seine Regiearbeiten bekam Kern verschiedene Preise und lobende Erwähnungen. Peter Kern war Jurymitglied in mehreren internationalen Filmfestivals.
Auszeichnungen [Bearbeiten]
Filmografie (Auswahl) [Bearbeiten]
als Darsteller:
- 1972: Ludwig – Requiem für einen jungfräulichen König – Regie: Hans-Jürgen Syberberg
- 1972: Adele Spitzeder - Regie: Peer Raben
- 1973: La Paloma – Regie: Daniel Schmid (Hauptrolle: Graf Isodor)
- 1974: Karl May
- 1974: Faustrecht der Freiheit – Regie: Rainer Werner Fassbinder
- 1975: Falsche Bewegung – Regie: Wim Wenders
- 1975: Mutter Küsters’ Fahrt zum Himmel – Regie: Rainer Werner Fassbinder
- 1976: Der Sternsteinhof – Regie: Hans W. Geißendörfer
- 1976: Die Wildente – Regie: Hans W. Geißendörfer
- 1977: Bolwieser – Regie: Rainer Werner Fassbinder
- 1977: Hitler, ein Film aus Deutschland – Regie: Hans-Jürgen Syberberg
- 1978: Despair – Eine Reise ins Licht – Regie: Rainer Werner Fassbinder
- 1978: Flammende Herzen – Regie: Walter Bockmayer, Rolf Bührmann
- 1979: Neues vom Räuber Hotzenplotz – Regie: Gustav Ehmck
- 1983: Die wilden Fünfziger – Regie: Peter Zadek
- 1986: Kir Royal – Regie: Helmut Dietl
- 1992: Terror 2000 – Intensivstation Deutschland – Regie: Christoph Schlingensief
- 1996: United Trash – Regie: Christoph Schlingensief
- 1996: Alma – A Show Biz ans Ende – Regie: Paulus Manker
- 2010: Die verrückte Welt der Ute Bock – Regie: Houchang Allahyari
- 2011: Die Jungs vom Bahnhof Zoo - Regie: Rosa von Praunheim
- 2011: Die Welt des Werner Schroeter - Regie Elfie Mikesch
- 2012: Axel und Peter - Regie: Rosa von Praunheim
- 2012: "Kern" Porträt, produziert von Ulrich Seidl
- 2012: Glaube Liebe Tod
- 2012: Diamantenfieber oder Kauf dir einen bunten Luftballon
als Regisseur:
- 1983: Die Insel der blutigen Plantage
- 1983: Regiemitarbeit Der lachende Stern
- 1987: Einer flog übers Arbeitsamt
- 1989: Crazy Boys
- 1990: Nacktes Kleid
- 1992: Gossenkind
- 1992: Ein fetter Film
- 1993: Domenica
- 1997: Johanna Ey - Düsseldorfer Legende
- 1998: Hans Eppendorfer: Suche nach Leben
- 1998: Knutschen, kuscheln, jubilieren (Regie und Produktion)
- 2000: Schmetterling im Dunkeln
- 2002: Hamlet – This is your family
- 2002: Haider lebt – 1. April 2021
- 2003: Ishmael Bernal - Porträt
- 2004: Marilou Diaz Abaya - Porträt
- 2005: Donauleichen
- 2006: Die toten Körper der Lebenden
- 2007: Nur kein Mitleid
- 2009: Blutsfreundschaft
- 2010: King Kongs Tränen
- 2010: Mörderschwestern
- 2012: Glaube Liebe Tod
- 2012: Diamantenfieber oder Kauf dir einen bunten Luftballon
Literatur [Bearbeiten]
- Christoph Huber, Olaf Möller: Peter Kern. verlag filmarchiv austria, Wien 2011, ISBN 978-3-902781-03-1.
Weblinks [Bearbeiten]
- Literatur von und über Peter Kern im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Peter Kern in der Internet Movie Database (englisch)
- Peter Kerns Website
- Thekla Jahn: Interview mit Peter Kern dradio.de, Deutschlandfunk, Corso, 1. Dezember 2011 (mit link zum Nachhören, 2. Dezember 2011)
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Rathauskorrespondenz Wien: Goldenes Verdienstzeichen an Wiens "Enfant terrible" Peter Kern, 10. März 2010. Peter Kern nahm den Preis nicht an und übergab den Preis an eine Nachbarin in der Großfeldsiedlung, die in seinem Film King Kongs Tränen gespielt hatte. Die Ablehnung wurde von der Stadtregierung in Wien nicht publiziert und so wurde ein falscher Bericht veröffentlicht. Abgerufen am 10. März 2010.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Kern, Peter |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichischer Schauspieler, Regisseur, Produzent und Autor |
| GEBURTSDATUM | 13. Februar 1949 |
| GEBURTSORT | Wien |