Peter M. Huber
Peter Michael Huber (* 21. Januar 1959 in München) ist ein deutscher Rechtswissenschaftler und Politiker (CSU/CDU). Seit November 2010 ist er Richter am Bundesverfassungsgericht. Zuvor war er ab November 2009 Innenminister des Freistaates Thüringen.
Huber studierte als Stipendiat der Stiftung Maximilianeum Rechtswissenschaften in München und Genf. Im Dezember 1987 legte er in München sein zweites Staatsexamen ab. Im gleichen Jahr wurde er an der LMU München mit einer Arbeit über „Grundrechtsschutz durch Organisation und Verfahren als Kompetenzproblem in der Gewaltenteilung und im Bundesstaat“ zum Dr. jur. promoviert. Dort erfolgte auch im Februar 1991 seine Habilitation mit einer Schrift über „Konkurrenzschutz im Verwaltungsrecht“; Huber bekam die Lehrbefähigung für Staats- und Verwaltungsrecht verliehen. Nach Tätigkeiten an den Universitäten Augsburg, Jena und Bayreuth ist Huber seit 2002 Inhaber des Lehrstuhls für Öffentliches Recht und Staatsphilosophie an der LMU München. Vor der Vereinigung der Deutschen Staatsrechtslehrer berichtete Huber auf der Tagung 2000 in Leipzig über das Thema Europäisches und nationales Verfassungsrecht.[1]
Huber ist Mitherausgeber der Fachzeitschrift Archiv des öffentlichen Rechts und war vor seiner Vereidigung zum Thüringer Innenminister Mitglied des Staatsgerichtshofes der Freien Hansestadt Bremen, Vorsitzender des deutschen Juristen-Fakultätentages sowie Vorsitzender der Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich.
Vom November 2009 bis zum 16. November 2010[2] war Huber Thüringer Innenminister im Kabinett Lieberknecht.
Am 11. November 2010 wurde Huber durch den Wahlausschuss des Deutschen Bundestags zum Richter am Bundesverfassungsgericht gewählt. Er gehört dort dem Zweiten Senat als Nachfolger von Siegfried Broß an.[3] Huber erhielt am 16. November 2010 seine Ernennungsurkunde von Bundespräsident Christian Wulff.[4]
Er engagiert sich für mehr (direkte) Demokratie und war bis zum 12. Mai 2012 Mitglied des Kuratorium des gleichnamigen Vereins Mehr Demokratie.[5][6][7][8]
Peter M. Huber ist verheiratet und hat zwei Kinder.
Werk (Auswahl) [Bearbeiten]
- Grundrechtsschutz durch Organisation und Verfahren als Kompetenzproblem in der Gewaltenteilung und im Bundesstaat, München 1988, zugleich Dissertation, ISBN 3-88259-532-9.
- Konkurrenzschutz im Verwaltungsrecht. Schutzanspruch und Rechtsschutz bei Lenkungs- und Verteilungsentscheidungen der öffentlichen Verwaltung, Tübingen 1991, zugleich Habil.-Schrift, ISBN 3-16-145804-4.
Nachweise [Bearbeiten]
- ↑ Vereinigung der Deutschen Staatsrechtslehrer / Themen und Berichterstatter
- ↑ Thüringen ab heute ohne Innenminister. Thüringer Allgemeine, 16. November 2010, abgerufen am 12. Mai 2013.
- ↑ Deutscher Bundestag: Drei neue Verfassungsrichter gewählt; abgerufen am 11. November 2010
- ↑ FAZ: Antrittsbesuch des Bundespräsidenten beim BVerfG
- ↑ Peter M. Huber: 20 Jahre Mehr Demokratie - ein Aufbruch, der fortgesetzt werden muss in Festschrift „20 Jahre Mehr Demokratie“, 2008.
- ↑ Staatsrechtslehrer für Referendum, 26. April 2004, Neue Juristische Wochenschrift (NJW) 11/2004
- ↑ Mehr Demokratie e.V.: Kuratorium
- ↑ Der heikle Balanceakt des Verfassungsrichters Huber, 5. Juli 2012.
Weblinks [Bearbeiten]
- Literatur von und über Peter M. Huber im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Seite von Prof. Dr. Peter Michael Huber an der LMU München
- Peter Michael Huber auf der Homepage des Thüringer Innenministeriums
Land Thüringen (1920–1952): Carl Eduard Freiherr von Brandenstein | Karl Hermann | Georg Sattler | Arnold Paulssen | Karl Riedel | Wilhelm Frick | Erwin Baum | Fritz Sauckel | Fritz Wächtler | Walter Ortlepp | Ernst Busse | Werner Eggerath | Willy Gebhardt
Freistaat Thüringen (seit 1990): Willibald Böck | Franz Schuster | Richard Dewes | Christian Köckert | Andreas Trautvetter | Karl Heinz Gasser | Manfred Scherer | Peter M. Huber | Jörg Geibert
Erster Senat: Ferdinand Kirchhof (Vizepräsident und Vorsitzender Erster Senat) | Reinhard Gaier | Michael Eichberger | Wilhelm Schluckebier | Johannes Masing | Andreas Paulus | Susanne Baer | Gabriele Britz
Zweiter Senat: Andreas Voßkuhle (Präsident und Vorsitzender Zweiter Senat) | Gertrude Lübbe-Wolff | Michael Gerhardt | Herbert Landau | Peter M. Huber | Monika Hermanns | Sibylle Kessal-Wulf | Peter Müller
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Huber, Peter M. |
| ALTERNATIVNAMEN | Huber, Peter Michael |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Rechtswissenschaftler und Politiker (CSU/CDU) |
| GEBURTSDATUM | 21. Januar 1959 |
| GEBURTSORT | München |
- Landesminister (Thüringen)
- Politiker (21. Jahrhundert)
- CSU-Mitglied
- CDU-Mitglied
- Rechtsphilosoph
- Rechtswissenschaftler (20. Jahrhundert)
- Rechtswissenschaftler (21. Jahrhundert)
- Hochschullehrer (Universität Augsburg)
- Hochschullehrer (Friedrich-Schiller-Universität Jena)
- Hochschullehrer (Universität Bayreuth)
- Hochschullehrer (Ludwig-Maximilians-Universität München)
- Richter (Bundesverfassungsgericht)
- Richter (Staatsgerichtshof der Freien Hansestadt Bremen)
- Deutscher
- Geboren 1959
- Mann
- Maximilianeer