Peter Paul Felner

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Peter Paul Felner (* 22. Dezember 1884 in Budapest; † Anfang Oktober 1927 in Berlin) war ein österreichischer Filmregisseur, Drehbuchautor und Filmproduzent.

Leben[Bearbeiten]

Der Sohn des Rechtsgelehrten Dr. Theodor Felner hatte bis zur Jahrhundertwende das Realgymnasium in seiner Geburtsstadt Budapest besucht, ehe er mit seinen Eltern nach Wien umzog und an der dortigen Universität ein Philosophiestudium begann. Ebenfalls im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts begann Felner Romane (Der Weg zur Ehe, Der Schattenmensch, Die Maskenburg) zu schreiben.

1911 wurde Felner als Dramaturg ans Komödienhaus am Schiffbauerdamm[1] nach Berlin berufen. Unmittelbar darauf begann er als Bühnenregisseur zu arbeiten und knüpfte noch vor dem Ersten Weltkrieg, in dem er als Offizier der Reserve diente, erste Kontakte zum Film. In Budapest und Wien begann Felner unter dem Pseudonym „Peter Paul“ Filme zu inszenieren. Mit der Rexa-Film besaß er seine eigene Produktionsfirma. 1922 zurück in Berlin, setzte Peter Paul Felner seine Filmkarriere mit deutlich ambitionierteren, kostspieligeren und prominent besetzten Produktionen fort, darunter der Historien- und Kostümstoff Der Graf von Essex und die Literaturadaption Der Kaufmann von Venedig. Einige dieser Filme stellte er in eigener Produktion (Peter-Paul-Felner-Film Co., kurz Fefi genannt) her. 1925 hielt er sich kurzzeitig in Paris auf, ohne dass es dort zu filmischen Tätigkeiten kam.

Felner starb während der Dreharbeiten zu dem unvollendet gebliebenen Film "Die letzten Tage des Zaren Nikolaus" an einem Herzschlag.[2]

Filmografie (Regie und Drehbuch)[Bearbeiten]

  • 1916: Lotti ezredesei
  • 1919: Herzen im Sturm
  • 1920: Marquis Fun
  • 1920: Golgatha (auch Produktion)
  • 1922: Der Graf von Essex
  • 1923: Der Kaufmann von Venedig (auch Produktion)
  • 1924: Das goldene Kalb
  • 1924: Prater
  • 1926: Die Welt will belogen sein
  • 1926: Das Meer (auch Produktion)

Literatur[Bearbeiten]

  • Kurt Mühsam, Egon Jacobsohn: Lexikon des Films. Verlag der Lichtbildbühne, Berlin 1926, S. 54.

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Nicht zu verwechseln mit dem nahegelegenen Theater am Schiffbauerdamm.
  2. laut einem Nachruf in der Neuen Freien Presse vom 7. Oktober 1927, S. 14

Weblinks[Bearbeiten]