Peter Piot

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Peter Piot (* 17. Februar 1949 in Löwen/Belgien) war bis Ende 2008 Untergeneralsekretär der Vereinten Nationen und geschäftsführender Direktor der Organisation UNAIDS.

Peter Piot

Leben[Bearbeiten]

Piot erlangte 1974 den medizinischen Doktortitel an der Universität Gent und war 1976 Mit-Entdecker des Ebolavirus in Zaire. 1978/79 war er leitender Wissenschaftler für Infektionskrankheiten an der Universität Washington in Seattle, USA. 1980 graduierte er als Doktor der Mikrobiologie an der Universität Antwerpen und war dort anschließend bis 1992 Chef der Abteilung für Infektionen und Immunität am Institut für Tropenmedizin.

In den 1980er-Jahren startete und erweiterte er verschiedene gemeinschaftliche Projekte gegen AIDS in den afrikanischen Ländern Burundi, Côte d'Ivoire, Kenia, Tansania sowie das Projekt SIDA in Kinshasa/Zaire, welches das erste internationale HIV/AIDS-Projekt in Entwicklungsländern war.

1986/1987 war er außerordentlicher Professor an der Universität von Nairobi und von 1988 bis 1992 ebenfalls außerordentlicher Professor für öffentliche Gesundheit an der freien Universität Brüssel.

Von 1991 bis 1994 war Piot Präsident der International AIDS Society (IAS). 1992 wurde er stellvertretender Direktor des Globalen Programms gegen AIDS (englisch: Global Programme on AIDS) der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Am 12. Dezember 1994 wurde er zum Untergeneralsekretär der UNO und zum ersten geschäftsführenden Direktor des Joint United Nations Programme on HIV/AIDS (UNAIDS) berufen. Aus diesem Amt schied Piot am 31. Dezember 2008 aus, als Nachfolger wurde Michel Sidibé berufen.

Im Jahr 2010 wurde er Direktor der London School of Hygiene and Tropical Medicine in Bloomsbury, London.

1995 schlug König Albert II. von Belgien Piot zum Ritter mit dem Titel "Baron". Er ist Mitglied des medizinischen Institutes der National Academy of Science der Vereinigten Staaten, der Royal Academy of Medicine in Belgien und des Royal College of Physicians in London.

Peter Piot ist Autor von 15 Büchern und über 500 wissenschaftlichen Artikeln. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen für wissenschaftliche und soziale Errungenschaften, darunter 2013 den Prinz-Mahidol-Preis.

Weblinks[Bearbeiten]