Peter R. Forster

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Peter Robert Forster (* 16. März 1950 in Solihull) ist ein britischer Geistlicher und seit 1996 Bischof von Chester.

Leben[Bearbeiten]

Forster besuchte das Merton College der University of Oxford und schloss dieses 1973 mit einem Master of Arts in Chemie ab. Er studierte anschließend Theologie an der University of Edinburgh. Dort erlangte er 1977 einen Bachelor im Fach Theologie und 1985 einen Ph.D. im Fach Philosophie. Von 1978 bis 1980 besuchte er das Edinburgh Theological College.

1980 wurde er zum Diakon, 1981 zum Priester geweiht. 1980 wurde er Hilfsvikar im Stadtteil Mossley Hill in Liverpool und hatte dieses Amt bis 1982 inne. Von 1983 bis 1991 war er als Tutor am St John’s College in Durham tätig. Von 1991 bis 1996 war er Vikar an Beverley Minster in Beverley.

1996 wurde er zum 40. Bischof von Chester ernannt.[1]

Forster ist seit 1978 mit Elisabeth Anne Forster (geborene Stevenson) verheiratet. Sie haben zwei Söhne und zwei Töchter.

Mitgliedschaft im House of Lords[Bearbeiten]

Forster gehört seit 2001 als Geistlicher Lord dem House of Lords an.[2] Zu seinen politischen Interessengebieten zählt Forster die Wissenschaftspolitik, die Energiepolitik, das Erziehungswesen und Verfassungsfragen.

Wirken in der Öffentlichkeit[Bearbeiten]

2001 sprach Forster in Rom bei der X. Ordentlichen Generalversammlung der Bischofssynode der Katholischen Kirche. die unter dem Motto „Der Bischof als Diener des Evangeliums Jesu Christi und für die Hoffnung der Welt“ stand, als im Glauben verbundenener Delegierter der Church of England und hielt eine kurze Homilie.[3]

In kirchenrechtlichen Fragen vertritt Forster einen konservativen Standpunkt. Dies zeigte sich insbesondere in seiner Einstellung zur Frage der Homosexualität. Forster gilt als entschiedener Gegner der Homosexualität.

2003 löste Forster eine Kontroverse aus, als er vorschlug, dass Homosexuelle sich psychiatrisch behandeln lassen sollten und sich auf diese Weise selbst reorientieren könnten. In Zusammenhang mit dieser Aussage wurde auch polizeilich gegen ihn ermittelt.[4] Die Ermittlungen wurden jedoch schließlich eingestellt und es kam zu keiner Anklage.[5] Im gleichen Jahr unterschrieb er einen offenen Brief als einer der Bischöfe der Church of England, die die Nominierung von Jeffrey John, einem offen homosexuellen Priester, der in einer festen Beziehung lebte, zum Weihbischof von Reading durch den Erzbischof von Canterbury, Rowan Williams, ablehnten.[6] Zu den Unterzeichnern gehörten auch die Bischöfe von Bradford, Carlisle, Chichester, Exeter, Liverpool, Rochester, Southwell und Nottingham und Winchester.

Im Mai 2008 geriet Forster in die Kritik, nachdem er sagte, die Menschheit könne möglicherweise nicht für die globale Erwärmung verantwortlich gemacht werden. Es werde geschehen, was bestimmt sei.Gleichzeitig begrüßte er die Aussicht auf eine neue Generation von Atomkraftwerken.[7]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Biografie von Peter R. Forster bei der Church of England
  2. Peter Robert Forster Eintrag beim House of Lords
  3. Most Rev. Peter FORSTER, Bishop of Chester (Great Britain), for the Anglican Community. SYNODUS EPISCOPORUM BULLETIN of the Commission for information of the X ORDINARY GENERAL ASSEMBLY OF THE SYNOD OF BISHOPS 30 September-27 October 2001 Homepage des Pressebüros des Heiligen Stuhls
  4. Police quiz bishop over gay comments Daily Mail, abgerufen am 15. November 2009
  5. No charges for bishop in gay row BBC News vom 9. November 2003
  6. Dioceses divided by the issue that won't go away The Guardian vom 19. Juni 2003
  7. Bishop's comments over climate change provoke heated response ekklesia.co.uk vom 29. Mai 2008
Vorgänger Amt Nachfolger
Michael Baughen Bischof von Chester
seit 1996