Peter Ramsauer
Peter Ramsauer (* 10. Februar 1954 in Traunwalchen) ist ein deutscher Politiker (CSU).
Er ist seit dem 28. Oktober 2009 Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung im Kabinett Merkel II. 2005 bis 2009 war er Vorsitzender der CSU-Landesgruppe und Erster Stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. In das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden seiner Partei wurde er im Oktober 2008 gewählt. Bei der Bundestagswahl 2009 war er Spitzenkandidat der CSU.
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[Bearbeiten] Leben
[Bearbeiten] Ausbildung
Nach dem Abitur 1973 am Staatlichen Landschulheim Marquartstein absolvierte Ramsauer ein Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität München, das er 1979 als Diplom-Kaufmann beendete. Gleichzeitig machte er eine Lehre zum Müller, die er 1977 als Geselle abschloss. 1980 bestand er die Meisterprüfung. Seit 1981 ist Ramsauer Gesellschafter des Familienbetriebes Ramsauer Talmühle e. K. 1985 erfolgte an der LMU München seine Promotion zum Dr. oec. publ. mit der Arbeit „Wirtschaftliche Ziele und Effekte der Gebietsreform in Bayern“.
[Bearbeiten] Partei
Bereits als Schüler wurde Ramsauer 1972 Mitglied der Jungen Union und 1973 auch der CSU. Ab 1983 war er stellvertretender Landesvorsitzender der JU in Bayern. Von 1992 bis 1998 war er stellvertretender Landesvorsitzender der heutigen Mittelstands-Union der CSU. Am 25. Oktober 2008 wurde er auf einem Sonderparteitag in München zum stellvertretenden Parteivorsitzenden gewählt.
[Bearbeiten] Abgeordneter
Von 1978 bis 1991 gehörte Ramsauer dem Stadtrat von Traunreut an. Seit 1984 ist er Kreisrat des Landkreises Traunstein.
Seit 1990 ist Ramsauer Mitglied des Deutschen Bundestages. Am 17. Oktober 1991 stimmte Ramsauer im Bundestag gegen die Anerkennung der Oder-Neiße-Linie als endgültige Grenze zwischen der wiedervereinigten Bundesrepublik Deutschland und der Republik Polen.[1] Er war von 1998 bis 2005 Parlamentarischer Geschäftsführer der CSU-Landesgruppe und der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Am 21. November 2005 wurde er als Nachfolger von Michael Glos zum Vorsitzenden der CSU-Landesgruppe und damit zum Ersten Stellvertretenden Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion gewählt.
Peter Ramsauer ist stets als direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Traunstein (die Landkreise Traunstein und Berchtesgadener Land sowie zeitweise Teile des Landkreises Altötting umfassend) in den Bundestag eingezogen. Bei der Bundestagswahl 2009 war er erstmals Spitzenkandidat der CSU und wurde mit 54,6 % der Erststimmen erneut wiedergewählt. Sein bestes Ergebnis erreichte er in der namensgleichen Gemeinde Ramsau mit 69,4 %.
[Bearbeiten] Öffentliche Ämter
Seit dem 28. Oktober 2009 ist Ramsauer Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. Diskussionen löste er mit seiner Forderung nach einer Neuverteilung der Infrastrukturmittel zugunsten der westlichen Bundesländer aus.[2]
[Bearbeiten] Sonstiges Engagement
Ramsauer ist Mitglied der Europa-Union Parlamentariergruppe Deutscher Bundestag. Zudem ist Ramsauer Alter Herr der Münchener Burschenschaft Franco-Bavaria (DB).
[Bearbeiten] Privates
Ramsauer ist katholisch. Er ist verheiratet und hat vier Töchter. Er selbst begrub Pläne, als Pianist ins Bühnengeschäft einzusteigen, spielt aber heute noch Klavier.[3] So nahm Ramsauer für die Benefiz-CD „Adagio im Auto“ zusammen mit dem Orchester der Deutschen Oper Berlin das Andante aus Wolfgang Amadeus Mozarts Klavierkonzert Nr. 21 in C-Dur auf.[4]
[Bearbeiten] Auszeichnungen
- 2004: Bundesverdienstkreuz (1. Klasse)
- 2006: Bayerischer Verdienstorden
- 2011: Sprachwahrer des Jahres 2010
[Bearbeiten] Weblinks
- Website von Peter Ramsauer
- Biographie beim Deutschen Bundestag
- Lebenslauf bei der CDU/CSU-Bundestagsfraktion
- Interview Juni 2010: Vulkan, Asche, Flugverbot: Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer erklärt, was er aus den intensivsten Tagen seines politischen Lebens gelernt hat
- Literatur von und über Peter Ramsauer im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Peter Ramsauer auf abgeordnetenwatch.de
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Oder-Neisse-Grenze: Auch Ramsauer stimmte gegen Anerkennung. In: FR Online, 17. November 2009.
- ↑ Ramsauer will Autobahnen modernisieren. In: N24, 8. November 2009
- ↑ Peter Ramsauer. In: sueddeutsche.de (Abruf: 31. Januar 2009)
- ↑ Minister am Klavier: Ramsauer spielt Mozart
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siehe auch: Amtsinhaber seit 1919
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Ramsauer, Peter |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Politiker (CSU), MdB |
| GEBURTSDATUM | 10. Februar 1954 |
| GEBURTSORT | Traunwalchen |