Peter Sands

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Peter Sands auf dem World Economic Forum on East Asia 2009

Peter Sands (* 8. Januar 1962[1]) ist ein britischer Bankmanager. Er ist seit November 2006 CEO der Standard Chartered Bank, einer der größten Banken Großbritanniens.

Leben[Bearbeiten]

Nach dem Besuch der Crown Woods Comprehensive School in London und dem United World College of the Pacific in Kanada, das er mit dem International Baccalaureate abschloss, ging er ans Brasenose College in Oxford.[2] Er begann seine berufliche Laufbahn im Auswärtigen Amt des Vereinigten Königreiches.[2] Entschied sich aber dann mit einem Harkness-Stipendium an die Harvard University zu gehen, an der er mit dem Master of Public Administration abschloss.[1] Peter Sand arbeitete seit 1988 für McKinsey, wo er sich im Bereich Banken und Technologien spezialisierte.[1] Er wurde 1996 zum Partner und 2000 zum Direktor ernannt.[1]

Im Mai 2002 wurde Peter Sands Group Finance Director der Standard Chartered PLC[1], obwohl er keine Finanzausbildung hatte.[2] Im November 2006 wurde er dann Vorstandsvorsitzender der Bank.[1] Zwischen 2002 und 2008 konnte das operative Ergebnis verdoppelt und die Mitarbeiterzahl auf 75.000 verdreifacht werden.[2] Standard Chartered hat die anschließende Finanzkrise dank einer soliden Kapitalausstattung und der traditionellen Konzentration auf asiatische Schwellenmärkte so unbeschadet überstanden wie keine andere britische Großbank.[3] Das Jahr 2009 konnte vielmehr zum siebten Mal in Folge mit einem Rekordergebnis abgeschlossen werden.[4] Der britischen Bankenrettungsplan, der Vorlage für eine Vielzahl der weltweiten Initiativen wurde, basiert auf einem Plan, den Sands entwickelt hatte.[5] Jedoch hat Standard Chartered selbst weder Regierungsgeld noch Unterstützung der Zentralbanken beansprucht.[6] Peter Sands ist Mitglied im Direktorat des Internationale Bankenverband (IIF) und Vorsitzender des IIF Sonderausschusses für effektive Regulierung.[7][8]

Peter Sands ist Mitglied im Vorstand der Global Business Coalition on HIV/AIDS, Tuberculosis and Malaria (GBC)[9] Die britische Regierung berief ihn zum Mitglied des Independent Review of Higher Education Funding and Student Finance.[10] Darüber hinaus ist er Mitglied der britischen Good Work Commission, die die Grundlagen für ein erfülltes Arbeiten im 21. Jahrhundert erarbeiten soll.[11][12]

Im Jahr 2010 wurde ihm die Auszeichnung European Banker of the Year verliehen.

Peter Sands ist mit der Schriftstellerin Betsy Tobin verheiratet und hat vier Kinder.[2]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f Standard Chartered Bank: Key People. Abgerufen am 10. Juli 2010 (englisch).
  2. a b c d e Andrew Davidson: Peter Sands: The banker who’s still smiling. In: The Sunday Times. 28. September 2008, abgerufen am 10. Juli 2010 (englisch).
  3. Michael Maisch: Wachstum in der Krise: Standard Chartered plant IPO in Indien. In: Handelsblatt. 3. März 2010, abgerufen am 10. Juli 2010.
  4. Lucy Farndon, Daily Mail: Focus: Sands steers Standard on steady course. In: thisismoney. 4. März 2010, abgerufen am 10. Juli 2010.
  5. Katherine Griffiths: Standard Chartered chief Peter Sands was quiet architect of Britain's bank rescue. In: The Telegraph. 15. Oktober 2008, abgerufen am 10. Juli 2010 (englisch).
  6. Jill Treanor, Julia Kollewe: Standard Chartered chief donates £2.1m bonus to charity. In: The Guardian. 3. März 2010, abgerufen am 10. Juli 2010 (englisch).
  7. Regulierungen: Banken malen ein düsteres Bild. In: Basler Zeitung. 10. Juni 2010, abgerufen am 10. Juli 2010.
  8. IIF: 2010 Spring Membership Meeting Press Conference Opening Statements. Abgerufen am 10. Juli 2010 (englisch).
  9. Global Business Coalition on HIV/AIDS, Tuberculosis, and Malaria: Leadership. Abgerufen am 10. Juli 2010 (englisch).
  10. Independent Review of Higher Education Funding and Student Finance: Members’ biographies. Abgerufen am 10. Juli 2010 (englisch).
  11. The Work Foundation: The Good Work Commission. Abgerufen am 10. Juli 2010 (englisch).
  12. Brian Groom: Employees feel strain of rise in work intensity. In: Financial Times. 28. Juni 2010, abgerufen am 10. Juli 2010 (englisch).