Peter Scholl-Latour

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Peter Scholl-Latour, 2008

Peter Roman Scholl-Latour (* 9. März 1924 in Bochum; † 16. August 2014 in Rhöndorf; geboren als Peter Scholl, Latour war der Mädchenname seiner Urgroßmutter väterlicherseits[1]) war ein deutsch-französischer Journalist und Publizist.

Leben[Bearbeiten]

Jugend und Ausbildung[Bearbeiten]

Peter Scholl-Latour war der Sohn des in Zabern (Elsass) geborenen und in Lothringen aufgewachsenen Arztes Otto Konrad Scholl (1888–1960)[2][3], seine Mutter Mathilde Zerline Nußbaum (1896–1991)[4][5] (Schwester des Arztes Robert Nußbaum, der im KZ Sachsenhausen ermordet wurde; Eltern Moritz Nußbaum und Ida Koppel) stammte aus dem Elsass. 1936 schickten seine Eltern den katholisch getauften Knaben auf das ehemalige Jesuitenkolleg Sankt Michael im schweizerischen Freiburg. Er galt wegen seiner jüdischen Mutter im Sinne der Nürnberger Rassegesetze als „Mischling 1. Grades“. Nachdem den Eltern weitere Geldüberweisungen in die Schweiz untersagt waren, musste er das Kolleg 1940 verlassen und nach Deutschland zurückkehren. Auf dem Wilhelmsgymnasium in Kassel legte Scholl-Latour 1943 die Abiturprüfung ab.

In seinem Buch Leben mit Frankreich – Stationen eines halben Jahrhunderts berichtete er, dass er sich nach der Befreiung Frankreichs von der deutschen Besetzung 1944 freiwillig zur französischen Armee melden wollte. Da aber sein Versuch scheiterte, bei Metz ins französisch kontrollierte Gebiet zu gelangen, beschloss er, sich der Partisanenarmee Titos anzuschließen. Er wurde aber schon in der Steiermark verhaftet und war 1945 in Gestapo-Haft in Graz, Wien und Prag. In der Gefangenschaft erkrankte er an Flecktyphus und kam in ein Krankenhaus.

Nach seiner Genesung meldete sich Scholl-Latour 1945/1946 zu der französischen Fallschirmjägereinheit Commando Ponchardier, die in der vom japanischen Kaiserreich zurückgegebenen Kolonie Indochina eingesetzt war. Ab 1948 studierte er an der Universität Mainz und der Pariser Sorbonne zunächst ein Semester lang Humanmedizin,[6] sodann Philologie und Politikwissenschaft. 1950 erwarb er die Licence ès lettres an der Sorbonne und 1951 das Diplôme des Sciences Politiques am Sciences Po (Paris); danach setzte er sein Studium an der Sorbonne fort, das er im Januar 1954 mit einer Promotion über Rudolf G. Binding abschloss. Von 1956 bis 1958 studierte er Arabistik und Islamkunde am Sprachzentrum Bikfaya der Beiruter Université Saint-Joseph und schloss mit der Diplomprüfung ab.[7]

Tätigkeit als Journalist[Bearbeiten]

Scholl-Latour arbeitete schon während des Studiums als Reisejournalist für deutsche und französische Zeitungen und Rundfunkanstalten. Sein Volontariat absolvierte er 1948 bei der Saarbrücker Zeitung, nachdem Le Monde bereits eine Reportage über eine illegale Reise durch die sowjetische Besatzungszone von ihm abgedruckt hatte.[8] Für seine Berichte bereiste er Amerika, Afrika, den Vorderen Orient und große Teile Südost- und Ostasiens.

In den Jahren 1954 und 1955 war er Sprecher der Regierung des Saarlandes, wo er zunächst zum Mitarbeiter und Pressesprecher des Amtes für Europäische und Auswärtige Angelegenheiten in Diensten des Ministerpräsidenten Johannes Hoffmann berufen wurde. Während seines anschließenden Studiums in Beirut berichtete er von dort als Korrespondent und bereiste ab 1959 Afrika und Südostasien. Ab 1960 arbeitete er für den Hörfunk: Bis 1963 war er ständiger Afrikakorrespondent der ARD mit Sitz in Léopoldville (Kinshasa) und Brazzaville. 1963 wechselte er zum Fernsehen und gründete das vom WDR verantwortete ARD-Studio in Paris, das er bis 1969 leitete. Von 1969 bis 1971 war er als WDR-Fernsehdirektor für das 1965 gegründete Westdeutsche Fernsehen (WDF) verantwortlich.[9] In seine Amtszeit fielen unter anderem die Einführung des Schulfernsehens und der Lach- und Sachgeschichten, Vorläufer der Sendung mit der Maus sowie der kontroverse Fernsehfilm Das Millionenspiel und die Chronik der laufenden Ereignisse von Peter Handke. Nach seinem Wechsel als Chefkorrespondent zum ZDF (1971) leitete er von 1975 bis 1983 zusätzlich das Pariser ZDF-Studio.[7]

Scholl-Latour reiste von Paris aus regelmäßig als Sonderkorrespondent nach Vietnam, wo er und sein Kamerateam 1973 von den Vietcong gefangen genommen, nach einer Woche jedoch wieder freigelassen wurden. 1976 bereiste er erneut Vietnam, 1978 Kanada, 1980 Kambodscha und 1981 China und Afghanistan. Seit 1978 stand Scholl-Latour in Kontakt zu Ayatollah Chomeini, der sich damals in Neauphle-le-Château bei Paris im Exil befand. Dabei gehörte er zu den privilegierten Journalisten, die den Revolutionsführer bei seiner Rückkehr in den Iran im Flugzeug begleiten und danach in den Monaten der Revolution mehrfach interviewen durften. Er trug seit diesem Zeitpunkt immer ein Foto von sich und Chomeini mit sich, um sich in der muslimischen Welt „auszuweisen“.[9] 2011 interviewte er den syrischen Staatspräsidenten Baschar al-Assad.[10]

Arbeit als Sachbuchautor und Publizist[Bearbeiten]

Peter Scholl-Latour (im Gespräch mit Thomas Kielinger) auf der Frankfurter Buchmesse 1988

Zu vielen Themen und Weltregionen veröffentlichte er Sachbücher, zuerst 1961 mit Matata am Kongo. Seine über 30 Bücher erreichten eine Gesamtauflage von rund 10 Millionen Exemplaren.[11] Sein 1980 über Indochina erschienenes Buch Der Tod im Reisfeld war mit 1,3 Millionen Exemplaren zum Zeitpunkt seines Todes das meistverkaufte Sachbuch Deutschlands seit 1945.[12]

1983 wurde er gemeinsam mit Rolf Gillhausen Chefredakteur und (gemeinsam mit Gillhausen und Henri Nannen) Herausgeber des durch die Affäre der gefälschten Hitler-Tagebücher schwer angeschlagenen Magazins Stern,[13] gab den Chefredakteursposten jedoch angesichts anhaltender Widerstände innerhalb der Redaktion bereits neun Monate später auf.[14][15] Teilweise parallel dazu war er von 1983 bis 1987 Vorstandsmitglied des zum Bertelsmann-Konzerns gehörenden Stern-Verlags Gruner + Jahr. Ab 1984 war Scholl-Latour als Beiratsmitglied der UFA-Film- und Fernseh-GmbH für die TV-Aktivitäten der Verlagsgesellschaft mitzuständig und am Aufbau des neuen Senders RTL plus beteiligt.[15]

Seit 1988 war Scholl-Latour vor allem als freier Autor tätig. Bis 2010 produzierte er gelegentlich noch Reportagen für das ZDF und trat weiterhin als Interviewpartner und Gast in Talkshows auf.

Scholl-Latour meldete sich auch in Medien abseits des Mainstreams zu Wort. So gab er etwa der Wochenzeitung Junge Freiheit seit 2000 regelmäßig Interviews zu aktuellen politischen Themen[16] und trat bei einer Veranstaltung des Magazins Compact als Redner auf.[17]

Verbandstätigkeit[Bearbeiten]

Von 1990 bis 1996 war er der erste Präsident des Verbandes Privater Rundfunk und Telekommunikation (VPRT), nachdem er bereits seit 1986 einem seiner Vorläuferverbände, dem Bundesverband Privater Rundfunk und Telekommunikation (BPRT), vorgestanden hatte.[18] Von 1985 bis 2007 war Peter Scholl-Latour Mitglied des Beirates der Deutsch-Arabischen Gesellschaft. Nach dem Rücktritt Otto Wiesheus wählte ihn die Mitgliederversammlung am 22. März 2007 in Berlin zum Präsidenten.

Persönliches[Bearbeiten]

Scholl-Latour, der sowohl die deutsche als auch die französische Staatsbürgerschaft hatte, lebte abwechselnd in seinen Wohnungen im Bad Honnefer Ortsteil Rhöndorf, in Berlin-Charlottenburg, in Paris und in einem Haus in Tourrettes-sur-Loup[19] bei Nizza. Er war in erster Ehe mit der Journalistin Gertrud Knies (* Februar 1924)[20] verheiratet und hatte mit ihr einen Sohn.[21] Nach der Scheidung heiratete Scholl-Latour 1985 Eva Schwinges.[22]

Am 16. August 2014 verstarb Scholl-Latour nach schwerer Krankheit im Alter von 90 Jahren in Rhöndorf.[23] Beigesetzt wurde er, seinem ausdrücklichen Wunsch gemäß[24], auf dem Waldfriedhof in Rhöndorf.[25][26]

Positionen[Bearbeiten]

Scholl-Latour war ein starker Befürworter einer gemeinsamen europäischen Verteidigung und kritisierte die EU-Osterweiterung, die er für übereilt hielt. Durch diese verliere die abendländische Gemeinschaft speziell auf dem Gebiet der Außen- und Sicherheitspolitik an Kohärenz und Handlungsfähigkeit.[27] Weiterhin sprach er sich während Heiner Bremers Talkshow Das Duell bei n-tv[28] (2007) und in einem Artikel für eine nukleare Bewaffnung der Bundeswehr zum Zweck der Abschreckung aus.[29]

Klimaschutz hielt er für ein „Modethema“.[30] Scholl-Latour war ein Unterstützer des Zentrums gegen Vertreibungen.[31]

Gaullismus[Bearbeiten]

Scholl-Latour war erklärter Gaullist, jedoch lehnte er diese Bezeichnung mit dem Verweis auf de Gaulles Tod ab.[32] Er betrachtete die politischen Vorgänge auf dem Balkan, in Afrika, im Nahen Osten und Ostasien insbesondere aus der Sicht französischer Machtpolitik.

Beziehung zum Islam[Bearbeiten]

Den deutschen Medien galt er seit vielen Jahren als Ansprechpartner und Experte für die Themenbereiche Naher Osten und Islam. In vielen Fernsehdiskussionsrunden äußerte sich Scholl-Latour kritisch über die Rolle der USA und Großbritanniens bei geplanten und geführten Kriegen in Afghanistan und im Irak. Aufgrund seiner Erfahrungen in diesen Regionen sagte er bereits im Vorfeld mehrfach öffentlich ein langfristiges Scheitern der Invasionen voraus und führte dazu neben anderen Beispielen den Misserfolg der sowjetischen Intervention in Afghanistan an.

In der Iranischen Revolution von 1979 sah Scholl-Latour den Anfangspunkt einer größeren „islamischen Erneuerung“, über die er in vielen seiner Bücher schrieb und die er als eine der großen Herausforderungen des neuen Jahrhunderts ansah.

Kritik[Bearbeiten]

Seit Ende des 20. Jahrhunderts wurde Scholl-Latours Autorität, parallel zu seiner weitreichenden Akzeptanz als Asienkenner und v. a. als Nahost-Experte, von einigen Journalisten und Wissenschaftlern in Frage gestellt. So wurde ihm u.a. von den Orientalistinnen Verena Klemm und Karin Hörner, von Udo Steinbach und der taz-Journalistin Ulrike Herrmann vorgeworfen, durch undifferenzierte Sichtweisen bestehende Feindbilder aufrechtzuerhalten und alte Ängste zu schüren, sowie sich aufgrund seines Mangels an akademischer Sorgfalt und an einschlägigen Fremdsprachenkenntnissen relativ oft bei Tatsachenbehauptungen zu irren.[33][34][35] Inhaltlich und stilistisch sehen Kritiker in seinen Büchern auch Parallelen zum klassischen Kolonialroman.[33] Der Professor für gegenwartsbezogene Orient-Wissenschaft Gernot Rotter initiierte Anfang der 1990er Jahre am Orientalistischen Institut der Universität Hamburg ein eigenes Forschungsprojekt, das die Schriften Scholl-Latours und Gerhard Konzelmanns, eines ebenfalls in der Öffentlichkeit als Experte für die islamische Welt wahrgenommenen Autors, einer kritischen Analyse unterzog. Die teilnehmenden Wissenschaftler kamen jeweils zu stark negativen Bewertungen und verfassten zu beiden Autoren jeweils einen Sammelband.[36][37][33] Die Medienjournalisten Wolfgang Röhl und Stefan Niggemeier bemängeln, bei Scholl-Latours häufigen Fernsehauftritten hätten seine Hinweise auf persönliche Erfahrungen in Krisenregionen meist gegenüber Sachargumenten im Vordergrund gestanden.[38][39] Am Beispiel von Scholl-Latours Berichten aus Zentralafrika in Sachbüchern und im Fernsehen warf der Geograf Andreas Dittmann dem „selbsternannten Kongokenner und Medienscharlatan“ Scholl-Latour verantwortungslosen und von Stereotypen gekennzeichneten Journalismus und die „Verbreitung zweifelhafter Halbwahrheiten (...) zum Zwecke der eigenen Selbstdarstellung“ vor.[40] Scholl-Latour verbreite über die von ihm bereisten Länder „populäre Klischees“ sowie „Polit- und Ethnoplattitüden“.[41]

Der Journalist und Nahost-Experte Rudolph Chimelli verteidigte Scholl-Latour gegen Kritik. Scholl-Latour habe sich, so Chimelli, vor allem dadurch Gegner gemacht, dass er „über die Jahrzehnte hinweg fast immer gegen den westlichen Meinungsmainstream geschwommen“ sei und „in seiner Wortwahl nicht reflexartig westliche, vor allem amerikanische Propagandathesen wiedergebe“.[42]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Peter Scholl-Latour wurde durch viele Journalisten- und Medienpreise für seine Arbeit ausgezeichnet:

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

Taschenbuchausgabe: Heyne, München 1990, ISBN 3-453-03739-1.
  • Leben mit Frankreich. Stationen eines halben Jahrhunderts. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1988, ISBN 3-421-06399-0.
  • Der Ritt auf dem Drachen. Indochina – von der französischen Kolonialzeit bis heute. Heyne, München 1988, ISBN 3-453-04009-0.
  • (Hrsg.): Kabel- und Satellitenkommunikation in Europa. Kongressband. Online GmbH, Velbert 1989, ISBN 3-89077-062-2.
  • Asien: ein verlorenes Paradies. Fotografiert von Josef Kaufmann. Rasch und Röhring, Hamburg 1990, ISBN 3-89136-287-0.
  • Helmut Kohl. Fotografien von Konrad R. Müller und einem Essay von Peter Scholl-Latour. Lübbe, Bergisch Gladbach 1990, ISBN 3-7857-0570-0.
  • Das Schwert des Islam. Revolution im Namen Allahs. Heyne, München 1990, ISBN 3-453-03990-4.
  • Der Wahn vom Himmlischen Frieden. Chinas langes Erwachen. Siedler, Berlin 1990, ISBN 3-88680-367-8.
  • Den Gottlosen die Hölle. Der Islam im zerfallenden Sowjetreich. Bertelsmann, München 1991, ISBN 3-570-00426-0.
  • (Hrsg.): Weltkrise Arabien. Allah, Blut und Öl. Hintergründe eines Konflikts. Fotoreportage (Stern-Bücher). Gruner & Jahr, Hamburg 1991, ISBN 3-570-06697-5.
  • Unter Kreuz und Knute. Russische Schicksalsstunden. Bertelsmann, München 1992, ISBN 3-570-01792-3.
  • Aufruhr in der Kasbah: Krisenherd Algerien. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1992, ISBN 3-421-06625-6.
Ab der 3. Auflage unter dem Titel: Pulverfass Algerien. Vom Krieg der Franzosen zur islamischen Revolution. Heyne, München 1994, ISBN 3-453-08950-2.
  • Eine Welt in Auflösung. Vor den Trümmern der Neuen Friedensordnung. Siedler, Berlin 1993, ISBN 3-88680-405-4.
  • Im Fadenkreuz der Mächte. Gespenster am Balkan. Bertelsmann, München 1994, ISBN 3-570-12147-X.
  • Schlaglichter der Weltpolitik: die dramatischen neunziger Jahre. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1995, ISBN 3-421-06672-8.
  • Das Schlachtfeld der Zukunft. Zwischen Kaukasus und Pamir. Siedler, Berlin 1996, ISBN 3-88680-602-2.
  • Lügen im Heiligen Land. Machtproben zwischen Euphrat und Nil. Siedler, Berlin 1998, ISBN 3-88680-542-5.
  • Allahs Schatten über Atatürk. Die Türkei in der Zerreißprobe zwischen Kurdistan und Kosovo. Siedler, Berlin 1999, ISBN 3-88680-630-8.
  • Afrikanische Totenklage. Der Ausverkauf des Schwarzen Kontinents. Bertelsmann, München 2001, ISBN 3-570-00544-5.
Auszüge gelesen auf CD. Random House Audio, Köln 2001, ISBN 3-89830-265-2.
  • Der Fluch des neuen Jahrtausends. Eine Bilanz. Bertelsmann, München 2002, ISBN 3-570-00537-2.
  • Kampf dem Terror. Kampf dem Islam? Chronik eines unbegrenzten Krieges. Propyläen, München 2002, ISBN 3-549-07162-0.
  • Dieter Stein (Hrsg.): Die Tragödie des Westens. Beiträge und Interviews nach dem 11. September. Junge Freiheit, 2003, ISBN 3-929886-10-3. (Beiträge u.a. von Peter Scholl-Latour, Arundhati Roy, Franz Alt und Alain de Benoist.)
  • Weltmacht im Treibsand. Bush gegen die Ayatollahs. Propyläen, München u. Berlin 2004, ISBN 3-549-07208-2.
    • Vollständig gelesen von Ari Gosch, Radioropa (Technisat), Daun 2006, 12 CDs, 12,40 Stunden, ISBN 3-86667-007-9.
  • Koloss auf tönernen Füßen – Amerikas Spagat zwischen Nahem und Fernem Osten. Propyläen, München u. Berlin 2005, ISBN 3-549-07252-X.
  • Russland im Zangengriff. Putins Imperium zwischen Nato, China und Islam. Propyläen, München u. Berlin 2006, ISBN 3-549-07265-1.
Vollständig gelesen von Jo Brauner. Radioropa (Technisat), Daun 2008, 14 CDs, 16,17 Stunden, ISBN 978-3-86667-676-3.
Auszüge gelesen von Stephan Schad. Hörbuch Hamburg. 4 CDs, 290 Minuten, ISBN 978-3-89903-667-1.
Auszüge gelesen von Stephan Schad. Hörbuch Hamburg. 4 CDs, 282 Minuten, ISBN 978-3-89903-699-2.
  • Arabiens Stunde der Wahrheit. Aufruhr an der Schwelle Europas. Propyläen, Berlin 2011, ISBN 978-3-549-07366-7.
Auszüge gelesen von Stephan Schad. Hörbuch Hamburg. 4 CDs, 216 Minuten, ISBN 978-3-89903-338-0.
Auszüge gelesen von Stephan Schad. Weltbild, Augsburg, 4 CDs. 300 Minuten, ISBN 978-3-8289-3031-5.
  • Der Fluch der bösen Tat. Das Scheitern des Westens im Orient. Propyläen, Berlin 2014, ISBN 978-3549074121.

Literatur[Bearbeiten]

  • Günter Giesenfeld: Von Jean Hougron zu Scholl-Latour. In: Thomas Koebner, Gerhart Pickerodt (Hrsg.): Die andere Welt – Studien zum Exotismus. Athenäum Verlag 1987, ISBN 3-610-08925-3, S. 307–344. (verortet Scholl-Latours Werke in einer Tradition kolonialistischer Belletristik)
  • Verena Klemm, Karin Hörner (Hrsg.): Das Schwert des „Experten“. Peter Scholl-Latours verzerrtes Araber- und Islambild. Palmyra Verlag, 1993, ISBN 3-9802298-6-6.
  • Dokumentation der 8. Siebenpfeiffer-Preisverleihung am 9. November 2003 an Peter Scholl-Latour. Siebenpfeiffer-Stiftung c/o Saarpfalz-Kreis, 2004, ISBN 3-9807983-2-1.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Peter Scholl-Latour – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Elisabeth Latour bei geni.com
  2. Lebenslauf in der Dissertation Otto Konrad Scholl: Über abortive Formen der Recklinghaus'schen Krankheit, Straßburg 1915
  3. Otto Konrad Scholl bei geni.com
  4. Gregor Brand: Frau Nußbaum aus Straßburg. In: juedische-allgemeine.de vom 21. August 2014, abgerufen am 21. August 2014.
  5. Mathilde Zerline Nussbaum bei geni.com
  6. http://www.ardmediathek.de/tv/alpha-Forum/Peter-Scholl-Latour-Journalist-Autor-u/ARD-alpha/Video?documentId=22823074&bcastId=14912942
  7. a b Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche who's who. XLVI. Ausgabe 2007/2008 (Begründet von Walter Habel, vormals Degeners wer ist's). Lübeck 2007, S. 1183.
  8. Heike Mund: Reporter aus Leidenschaft: Peter Scholl-Latour, in: DW.de vom 16. August 2014
  9. a b Ulrich Wickert: Keinem gefällig, allen ein Lehrer. (Nachruf), faz.net, 17. August 2014, abgerufen am 18. August 2014
  10. Lena Bopp: Zum Tode von Peter Scholl-Latour: Der ewig Reisende, in: FAZ.net vom 16. August 2014
  11. Björn Rosen, Kurt Sagatz und Christiane Peitz: Nachruf auf Peter Scholl-Latour: In 90 Jahren um die Welt, in: Tagesspiegel vom 18. August 2014
  12. Peter Scholl-Latour ist tot, in: SR online vom 16. August 2014
  13. Presse: Oh Henri, in: Der Spiegel vom 23. Mai 1983, abgerufen am 19. August 2014
  14. Andreas Austilat, Julia Prosinger und Björn Rosen: Interview mit Peter Scholl-Latour: "Ich verstehe mich gut mit Ganoven", in: Tagesspiegel vom 17. August 2014
  15. a b Presse: Weinende Garde, in: Der Spiegel vom 12. März 1984, abgerufen am 19. August 2014
  16. „Das können wir uns doch gar nicht vorstellen“. Junge Freiheit, 18. August 2014
  17. Martin Müller-Mertens: Gaullist, Politiker, Abenteurer - Zum Tod von Peter Scholl-Latour, Compact-Website, 18. August 2014
  18. VPRT zum Tod seines ersten Präsidenten Peter Scholl-Latour: Ein Gestalter und Verfechter des dualen Rundfunksystem, Pressemitteilung des VPRT vom 17. August 2014
  19. Nachruf der Welt vom 16. August 2014
  20. Ev. Gemeindebrief Christuskirche St. Ingbert
  21. Interview Morgenpost v. 19. Juni 2011
  22. Experte warnt vor Folgen: "Dann gnade uns Gott". krone.at, 31. August 2013
  23. Die Welt: Peter Scholl-Latour stirbt mit 90 Jahren, vom 16. August 2014
  24. Peter Höger: Peter Scholl-Latour: ‚Ohne Arbeit wäre ich tot oder doof‘. In: Bild am Sonntag vom 6. März 2014; vgl. auch Auf Leben und Tod - Peter Scholl-Latour wird 90. Film von Gero von Boehm. ZDF, 2014 (44 min.).
  25. Peter Scholl-Latour in Rhöndorf beigesetzt. RP Online, 23. August 2014, abgerufen am 27. August 2014..
  26. knerger.de: Das Grab von Peter Scholl-Latour
  27. Großmacht ja, Weltmacht nein. Interview mit der Jungen Freiheit vom 30. November 2007.
  28. Ausgestrahlt am 19. März 2007.
  29. Peter Scholl-Latour: Deutschland muss atomar aufrüsten. In: Cicero exklusiv auf focus.de. 29. März 2007, abgerufen am 24. November 2010.
  30. Peter Scholl-Latour: „Die Welt ist verrückt geworden“. In: Focus. 20. Januar 2008, abgerufen am 17. Mai 2011.
  31. Prof. Dr. Peter Scholl-Latour auf der Webseite des Zentrums gegen Vertreibungen.
  32. Phoenix: Unter den Linden. 7. Mai 2007.
  33. a b c Verena Klemm, Karin Hörner (Hrsg.): Das Schwert des Experten – Peter Scholl-Latours verzerrtes Araber- und Islambild. Palmyra, Heidelberg 1993, ISBN 3-9802298-6-6.
  34. Udo Steinbach: Islam: Spiel mit der Angst. In: Focus. 15. April 1993, abgerufen am 19. März 2014.
  35. Ulrike Herrmann: Der Steinzeitjournalist. In: Die tageszeitung. 19. Februar 2002, abgerufen am 19. März 2014.
  36. Joachim Fritz-Vannahme: Eine Art Angstlust beim Leser. In: Die Zeit. 23. Juli 1993, abgerufen am 19. März 2014.
  37. Palmyra Verlag: Von Arafat bis Zappa. In: Qantara. 10. Februar 2005, abgerufen am 27. November 2012.
  38. Wolfgang Röhl: Der große Welterklärer. In: Stern. 29. März 2010, abgerufen am 19. März 2014.
  39. Nah|ost|experte. Niggemeiers Medienlexikon. In: Der Spiegel. 12. Juni 2012, abgerufen am 19. März 2014.
  40. Andreas Dittmann: Rezension zu: Schulz, Manfred (Hg.): Entwicklungsträger in der DR Kongo. Entwicklungen in Politik, Wirtschaft, Religion, Zivilgesellschaft und Kultur. in: Erdkunde Heft 1/2009, abgerufen am 19. August 2014
  41. Andreas Dittmann: Scholl-Latour, Peter: Die Angst des weißen Mannes. Ein Abgesang. Rezension. In: Erdkunde, Heft 2/2011. Abgerufen am 19. März 2014.
  42. Rudolf Chimelli: Der Hecht im Teich. In: Süddeutsche Zeitung. 9. März 2014, abgerufen am 19. März 2014.
  43. bochum.de: Peter Scholl-Latour (abgerufen am 18. August 2014)
  44. Land NRW würdigt Peter Scholl-Latour mit Professur. Pressemitteilung der RUB, 15. Oktober 1999.
  45. Bundesakademie für Sicherheitspolitik.
  46. Tariq Ramadan verlieh Scholl-Latour den „Dr. Said Ramadan Friedenspreis für Dialog und Völkerverständigung“. Auf: islam.de, 20. Oktober 2008.
  47. Peter Scholl-Latour: Dankesrede zum Gerhard-Löwenthal-Preis. 2008.
  48. Mercator-Professur 2009: Dr. Peter Scholl-Latour. Pressemitteilung der Universität Duisburg-Essen, 6. November 2009.