Peter Selg

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Peter Selg (* 5. August 1963 in Stuttgart) ist ein deutscher Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Autor zahlreicher Publikationen besonders zur anthroposophischen Medizin sowie zur Geschichte der Anthroposophie.

Leben[Bearbeiten]

Peter Selg besuchte von 1975 bis 1983 das Gymnasium in Wendlingen am Neckar, das er mit dem Abitur abschloss. Es folgten zwei Jahre Zivildienst in der Krankenpflege in München. 1986 begann Selg ein Studium der Humanmedizin an der Universität Witten/Herdecke. Er war Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes. Nach einem praktischen Jahr an den Unikliniken in Berlin und Zürich promovierte er 1993 mit einer umfangreichen Studie über den Leib-Begriff Rudolf Steiners, die später unter dem Titel Vom Logos menschlicher Physis veröffentlicht wurde. Danach erfolgte die Weiterbildung zum Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie. Er arbeitete in diesem Bereich sieben Jahre (bis 2000) im Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke.

Peter Selg war Mitarbeiter am Freiburger Institut für angewandte Erkenntnistheorie und medizinische Methodologie und bei der Medizinischen Sektion am Goetheanum. Von 2002 bis 2006 war er leitender Arzt an der Ita-Wegman-Klinik in Arlesheim. Er arbeitet als Leiter des Ita-Wegman-Instituts für anthroposophische Grundlagenforschung, als Professor für medizinische Anthropologie an der Alanus-Hochschule für Kunst und Gesellschaft. Selg hat zahlreiche Bücher zu medizinischen Themen und Biografien verschiedener Persönlichkeiten veröffentlicht. Er ist als Vortragsredner tätig und lebt bei Freiburg.[1]

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

Rudolf Steiner[Bearbeiten]

  • Rudolf Steiner 1861–1925. Lebens- und Werkgeschichte. 3 Bände. Verlag des Ita-Wegmann-Instituts, Arlesheim 2012, ISBN 978-3-905919-27-1.

Zur anthroposophischen Medizin[Bearbeiten]

  • Krankheit und Christus-Erkenntnis. Anthroposophische Medizin als christliche Heilkunst. Verlag am Goetheanum, Dornach 2001, ISBN 3-7235-1114-7.
  • Mysterium cordis: Von der Mysterienstätte des Menschenherzens. Studien zur sakramentalen Physiologie des Herzorgans. Aristoteles, Thomas von Aquin, Rudolf Steiner. Verlag am Goetheanum, Dornach 2003, ISBN 3-7235-1194-5.
  • Krankheit, Heilung und Schicksal des Menschen. Über Rudolf Steiners geisteswissenschaftliches Pathologie- und Therapieverständnis. Verlag am Goetheanum, Dornach 2004, ISBN 3-7235-1215-1.
  • Der therapeutische Blick. Rudolf Steiner sieht Kinder. Verlag am Goetheanum, Dornach 2005, ISBN 3-7235-1254-2.
  • Willfried Immanuel Kunert. Zur Lebens- und Therapiegeschichte eines Kindes aus dem „Heilpädagogischen Kurs“. Verlag am Goetheanum, Dornach 2006, ISBN 3-7235-1276-3.
  • Die Medizin muss Ernst machen mit dem geistigen Leben. Rudolf Steiners Hochschulkurse für die „jungen Mediziner“. Verlag am Goetheanum, Dornach 2006, ISBN 3-7235-1280-1.
  • „Und in der Tat, dies wirkte“. Die Krankengeschichten des Buches „Grundlegendes zu einer Erweiterung der Heilkunst nach geisteswissenschaftlichen Erkenntnissen“ von Rudolf Steiner und Ita Wegman. Eine Dokumentation (als Herausgeber). Verlag am Goetheanum, Dornach 2007, ISBN 978-3-7235-1315-6.
  • Das Leben schützen. Ärztliche Ethik und Suizidhilfe (zusammen mit Sergej O. Prokofieff), Verlag am Goetheanum, Dornach 2010, ISBN 978-3-7235-1415-3.

Zu Ita Wegman[Bearbeiten]

  • „Ich bin für Fortschreiten“. Ita Wegman und die Medizinische Sektion. Verlag am Goetheanum, Dornach 2002, ISBN 3-7235-1140-6.
  • Der Engel über dem Lauenstein. Siegfried Pickert, Ita Wegman und die Heilpädagogik. Verlag am Goetheanum, Dornach 2004, ISBN 3-7235-1209-7.
  • Geistiger Widerstand und Überwindung. Ita Wegman 1933–1935. Verlag am Goetheanum, Dornach 2005, ISBN 3-7235-1229-1.
  • Ita Wegman und Karl König. Eine biographische Dokumentation. Verlag am Goetheanum, Dornach 2007, ISBN 3-7235-1293-3.

Zu verschiedenen Themen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Peter Selg auf der Website des Ita-Wegman-Instituts für anthroposophische Grundlagenforschung