Peter Weiß (Historiker)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Peter Bernhard Weiß (* 21. August 1943 in München) ist ein deutscher Althistoriker.

Peter Weiß studierte seit 1966 Geschichte, Klassische Philologie und Archäologie in München und Würzburg, wo er 1975 in Alter Geschichte mit einer Arbeit über den spätantiken römischen Kaiserhof promoviert wurde. Weiß, ein Schüler von Dieter Timpe, war fortan als dessen Assistent bzw. nach seiner Habilitation (mit einer epigraphischen Arbeit über das südliche Kleinasien) als Oberassistent tätig, bis er einen Ruf an die Universität Kiel annahm. Von 1987 bis 2008 bekleidete er dort als Nachfolger von Frank Kolb den Lehrstuhl für Alte Geschichte. Rufe nach Berlin (Humboldt-Uni) und Marburg schlug er aus. Den Schwerpunkt seiner Forschungen bildet die römische Geschichte in Prinzipat und früher Spätantike (2. bis 4. Jahrhundert n. Chr.).

Weiß, der besonders mit zahlreichen Aufsätzen zur Numismatik und Epigraphik hervorgetreten ist und als einer der führenden Experten für römische Militärdiplome gilt, war unter anderem langjähriges Mitglied im Beirat der Kommission für Alte Geschichte und Epigraphik des DAI sowie einer der Fachgutachter der DFG. Zum Oktober 2008 wurde er in den Ruhestand versetzt. Sein Nachfolger in Kiel ist Andreas Luther.

Wichtige Arbeiten [Bearbeiten]

  • Consistorium und Comites consistoriani. Untersuchungen zur Hofbeamtenschaft des 4. Jh. n. Chr. auf prosopographischer Grundlage, Diss. Würzburg 1975.
  • Auxe Perge. Beobachtungen zu einem bemerkenswerten städtischen Dokument des 3. Jahrhunderts n. Chr.; in: Chiron 21, 1991, S. 353–392.
  • The Vision of Constantine; in: Journal of Roman Archaeology 16, 2003, S. 237–259.

Schriftenverzeichnis [Bearbeiten]

  • Henning Börm u.a. (Hrsg.): Monumentum et instrumentum inscriptum. Festschrift für Peter Weiß zum 65. Geburtstag. Stuttgart 2008, S. 247–256.

Weblinks [Bearbeiten]