Peter Wilhelm Friedrich von Voigtländer

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Friedrich Voigtländer im Alter von 30 Jahren (Daguerreotypie von Johann Baptist Isenring, um 1843)
Voigtländers Grab auf dem Magnifriedhof in Braunschweig

Peter Wilhelm Friedrich Ritter von Voigtländer (* 17. November 1812 in Wien; † 8. April 1878 in Braunschweig) war ein deutsch-österreichischer Optiker und Fotopionier.

Leben[Bearbeiten]

Peter Wilhelm Friedrich von Voigtländer etablierte die von seinem Großvater Johann Christoph Voigtländer gegründete Firma Voigtländer als führendes fotografisches Unternehmen seiner Zeit.

Die Belichtungszeit der Daguerreotypien konnte bereits 1840 mit dem ersten wissenschaftlich berechneten Porträtobjektiv des Wiener Professors Josef Petzval deutlich verkürzt werden. Voigtländer baute es im Auftrag Petzvals als Erster[1] und wurde dadurch europaweit bekannt. Es hatte die 16-fache Lichtstärke des in den ersten Daguerreotypie-Kameras verwendeten Objektivs.[2]

Gleichzeitig mit dem Objektiv - und natürlich mit diesem ausgerüstet - entwickelte Voigtländer auch eine eigene Kamera für Daguerreotypien. Sie war erstmals ganz aus Metall gefertigt und hatte die Form eines Kegels.[3]

Die früheste eigene Fotografie Voigtländers entstand Anfang der 1840er Jahre, wohl zur selben Zeit, als der Schweizer Daguerreotypist Johann Baptist Isenring (1796-1860) im Februar 1843 im Geschäft Voigtländers ausstellte. 1845 heiratete er Nanny verw. Zinken geb. Langenheim, Tochter des Braunschweiger Rechtsanwalts und Notars Friedrich Wilhelm Langenheim. Friedrich Voigtländer wurde 1867 durch den Kaiser von Österreich geadelt und in den erblichen Ritterstand erhoben. 1868 verlegte er den Sitz des Betriebs in das die Heimatstadt seiner Frau – Braunschweig.

Sein Stiefsohn, der Naturwissenschaftler und Komponist Hans Sommer, begründete zusammen mit Richard Strauss 1903 die Anstalt für musikalische Aufführungsrechte (AFMA), also die erste Vorgängerorganisation der späteren GEMA.

Literatur[Bearbeiten]

  • Ilse Erdmann: Vom Mechanicus Johann Christoph Voigtländer in Wien zur Voigtländer AG in Braunschweig. Eine kurzgefaßte Firmengeschichte unter besonderer Berücksichtigung der Familie Voigtländer, zusammengestellt nach Dokumenten und Zeugnissen des Archivs der Voigtländer AG, Braunschweig, I. Teil. In: Tradition. Zeitschrift für Firmengeschichte und Unternehmerbiographie 7, 1962, S. 12.
  • Ilse Erdmann: Vom Mechanicus Johann Christoph Voigtländer in Wien zur Voigtländer AG in Braunschweig, II. Teil. In: Tradition. Zeitschrift für Firmengeschichte und Unternehmerbiographie 7, 1962, S. 161.
  • Carsten Grabenhorst: Voigtländer & Sohn. Die Firmengeschichte von 1756 bis 1914. Appelhans Verlag, Braunschweig 2002.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Wolfgang Baier, "Geschichte der Fotografie", 2. Auflage, Schirmer/Mosel 1980, S. 132
  2. Wolfgang Baier, "Geschichte der Fotografie", 2. Auflage, Schirmer/Mosel 1980, S. 135
  3. James A. Cornwall, "Die Frühzeit der Photographie in Deutschland", Verlag für Wirtschaft und Industrie 1979, S. 38 ff