Peter von Vaux-de-Cernay

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Peter von Vaux-de-Cernay (franz: Pierre des Vaux-de-Cernay, * um 1182; † nach 1218) war ein Zisterziensermönch aus der Abtei Vaux-de-Cernay und ein Chronist des Kreuzzugs gegen die Albigenser.

In seiner Historia Albigensis beschreibt Peter den Albigenserkreuzzug in sehr parteilicher Weise, indem er ihn als Kampf zwischen Gut und Böse interpretiert. Simon IV. de Montfort wird bei ihm als Held und mustergültiger Kreuzfahrer gefeiert. Allerdings beschrieb er auch detailliert das Auftreten der Katharer im Languedoc, über deren kirchliche Hierarchie und Riten, wodurch sein Bericht eine der wichtigsten Quellen zu diesem Thema darstellt.

Peters Onkel, Guido, war der Abt des Klosters Vaux-de-Cernay. Dieser stieg infolge des Albigenserkreuzzuges zum Bischof von Carcassonne auf.

Werke[Bearbeiten]

  • Kreuzzug gegen die Albigenser. Die „Historia Albigensis“ (1212-1218), hrsg. von Gerhard E. Sollbach, Manesse Verlag, Zürich 1997, ISBN 3-7175-8228-3 (deutsche Übersetzung des lateinischen Textes).

Literatur[Bearbeiten]

  • Laurence W. Marvin: The Occitan war. A military and political history of the Albigensian Crusade 1209-1218, Cambridge 2008, ISBN 978-0-521-87240-9.
  • Jörg Oberste: Der „Kreuzzug“ gegen die Albigenser. Ketzerei und Machtpolitik im Mittelalter, Darmstadt 2003, ISBN 3-534-16265-X.
  • Mark Gregory Pegg: A most holy war. The Albigensian crusade and the battle for Christendom, Oxford 2008, ISBN 978-0-19-517131-0.