Peterbilt

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Peterbilt
PeterbiltLogo.jpg
Rechtsform Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Pflichtparameter fehlt
Gründung 1939
Sitz Denton, (Texas)
USA
Leitung Founder
Produkte Nutzfahrzeuge, LKWVorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Produkte
Website www.peterbilt.com
Peterbilt 387 im Jahr 2009

Peterbilt ist ein LKW-Hersteller der Paccar-Gruppe in den Vereinigten Staaten. Firmen sind u. a. in Denton (Texas), in Oakland und Newark im Bundesstaat Kalifornien.

Die Paccar-Gruppe hat ihren Firmensitz in Bellevue (Washington).

Geschichte[Bearbeiten]

1939 kaufte der Holzindustrielle Theodor Alfred Peterman die Fabrik von Fageol in Oakland und begann mit dem Bau hochwertiger LKW für die Bauindustrie und Holzwirtschaft. Der Firmennamen „Peterbilt“ ist aus seinem Namen und dem Spitznamen „Bill-built“ der bisher in der Fabrik gebauten Fageols abgeleitet. Während Henry Ford im Jahr 1939 hunderte von LKWs am Tag produzierte, konzentrierte sich Peterman auf hohe Qualität und baute nur 14 LKW.

Nach Petermans Tod 1945 übernahm eine Gruppe von Firmenmitarbeitern die Leitung. 1958 wurde Peterbilt schließlich von der Pacific Car & Foundry (PACCAR) erworben. Im Laufe der Jahre konnte das Programm von Peterbilt erfolgreich ausgebaut werden.

Peterbilt gilt seit seiner Gründung im Jahre 1939 als führender Hersteller hochqualitativer Schwerlastkraftwagen in den USA. Alle Peterbilts werden innen wie außen mit dem Anspruch auf Qualität gebaut. Ab 1950 wurden auch Cabover-Modelle gebaut, wobei ab 1959 die Fahrerhäuser um 90 Grad kippbar waren. Diese LKW-Modelle 280 bzw. 350 hatten bis 1955 eine optische Stumpf-Nase, die sogenannte „Bubblenose“. Unterhalb der Windschutzscheibe war bei dem sehr hohen Fahrerhaus ein kleiner, oben abgerundeter Vorsprung, um mehr Platz für den Motor zu schaffen. Der Nachfolger Typ 352 hatte ab 1955 keine „Bubblenose“ und wurde ab 1968 mit dem Sleeper Cab ein bekannter LKW, obwohl er in relativ geringer Stückzahl gebaut wurde. Das Schlafabteil war sehr groß, jedoch störte der durchlaufende hohe Motortunnel die Trucker.

1960 musste für die LKW-Produktion ein neues Werk in Newark gebaut werden. Im ersten Jahr wurden hier mehr als 800 Einheiten, in den 1960er-Jahren insgesamt 21.000 Einheiten hergestellt.

Ab 1966 verwendete Peterbilt zum ersten Mal für den Typ 281, später auch für andere Trucks den Werkstoff Aluminium, das für die großen Motorhauben und Fahrerhäuser zusammengenietet wurde (siehe: Niet-Beispiel). Die Windschutzscheiben waren seit 1955 vierteilig und leicht gewölbt, erst ab 1982 wurden sie durchgehend oder zweiteilig eingebaut.

Eines der berühmtesten Modelle wurde der ab 1967 gebaute, höchst anpassungsfähige 359 Conventional, der für Überlandtransporte entworfen wurde und in zwei Längen erhältlich war. Der 359-13 hatte eine Stoßstange und Motorhaube aus glasfaserverstärktem Kunststoff, die beim 359-19 aus Metall gearbeitet wurden. Der Peterbilt 359 „Bull Nose“ gilt als typisch amerikanischer Truck mit leistungsstarkem Motor und vielen Chromteilen, wodurch er zum Favoriten der nordamerikanischen Trucker wurde. Der LKW konnte wahlweise mit den Motoren der Hersteller Caterpillar, Cummins oder Detroit Diesel ausgestattet werden. Aufgrund der Konzentration auf Hochleistungstrucks mit geringem Wartungsbedarf und Langlebigkeit behauptete Peterbilt auch Dank des 359 Conventional seine herausragende Position in den USA. Die letztendlich geringeren Betriebskosten, der effiziente Betrieb und der niedrige Wertverlust kompensieren den gegenüber der Konkurrenz höheren Anschaffungspreis.

Im Jahr 1975 wurde Peterbilt of Kanada gegründet. 1977 wurde der Typ 359 durch den Peterbilt 379 abgelöst. Dieser wurde ein beliebter Sattelschlepper in den USA und konnte mit bis zu 600 PS starken Caterpillar- oder Cummins-Motoren ausgestattet werden.

In der Folge konnten wegen der großen Nachfrage weitere Standorte in Madison (Tennessee) und 1980 in Denton (Texas) errichtet werden. Im selben Jahr wurde zum ersten Mal in Atlanta ein Truck-Rennen unter Beteiligung von Peterbilt-Zugmaschinen ausgetragen. Von den 33 zugelassenen Renntrucks bis zu 580 PS war ein Peterbilt mit 190 km/h der schnellste.

Ab 1986 brachte Peterbilt aerodynamisch optimierte Zugmaschinen bzw. Motorhauben auf den Markt.

Anfang 2010 hatte das USA Department of Energy Projektförderungsgelder in Höhe von 39 Millionen $ zur Entwicklung hocheffizienter Motorsteuerungen und -Technologien für Peterbilt-Motoren bereitgestellt. Die Abgasemissionen, der Kraftstoffverbrauch und die Fahrzeugsicherheit der LKW sollen verbessert werden. Partner bei dem Technologie-Projekt sind unter anderem Cummins, Eaton, Delphi und Bridgestone.

Ein Peterbilt 281 ‚agierte‘ in der Hauptrolle des Bösewichts im Film Duell von Steven Spielberg (1971).

Ein Peterbilt 379 stellt im Film Transformers (2007) den Transformer Optimus Prime in seiner transformierten Form dar. Im Film Transformers 3 (2011) besitzt dieser zusätzlich noch einen Auflieger.

Quellen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Peterbilt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien