Petersen-Quartett

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Petersen-Quartett, 2008

Das Petersen-Quartett (Ulrike Petersen, Violine, Conrad Muck, Violine, Ula Ulijona, Viola und Henry-David Varema, Violoncello), benannt nach seiner Gründerin Ulrike Petersen (* 1961), zählt zu den führenden Streichquartetten.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Ensemble wurde 1979 in Berlin gegründet und ist dort ansässig. Mentoren waren das Amadeus-Quartett, Sándor Végh und Thomas Brandis. Nach einer familiär bedingten Pause ist Ulrike Petersen seit 2008 wieder fest im Ensemble.

Künstlerisches Wirken[Bearbeiten]

Das Repertoire umfasst neben Werken der Klassik und Romantik Kompositionen des 20. Jahrhunderts bis hin zur Neuen Musik. Das Ensemble steht in der großen Streichquartett-Tradition, die sich von Ludwig van Beethoven bis hin zu Béla Bartók und Arnold Schönberg spannt. Es ist regelmäßig Gast in allen namhaften Konzerthäusern der Welt.

Das Quartett hat zahlreiche, mehrfach preisgekrönte CD-Aufnahmen veröffentlicht von Komponisten wie Franz Schubert, Aribert Reimann, Boris Blacher, Erwin Schulhoff und Ernst Krenek, die unter anderem mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik, dem Echo-Preis und Deutschen Schallplattenpreis geehrt wurden.

Einen Namen hat sich das Quartett auch mit Einspielungen aus dem Spätwerk Beethovens gemacht. Für die Interpretation der Streichquartette op. 18,1 & op. 131 wurden sie 1995 mehrfach auch international ausgezeichnet mit dem Grand Prix Académie Chartes Cros, dem Editor’s Choice des Gramophone und dem Preis Choc 1995 von Le Monde de la Musique.

Das Quartett pflegt eine intensive Zusammenarbeit mit Künstlern und Künstlerinnen wie Christine Schäfer, Juliane Banse, Christiane Oelze, Shlomo Mintz und Renaud Capuçon.[1] [2]

Mitglieder (seit 1979)[Bearbeiten]

  • Violine: Conrad Muck (seit 1992)
  • Violine: Ulrike Petersen (1979-1992, seit 2008), Gernot Süßmuth (1979-2000), Daniel Bell (2000-2008)
  • Viola: Friedemann Weigle (1979-2007), Ula Ulijona (seit 2007)
  • Violoncello: Hans-Jakob Eschenburg (1979-2000), Henry-David Varema (seit 2000)

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Man müsste Quartett spielen können Rezension, Wolfgang Fuhrmann, 1. März 2003, Berliner Zeitung, abgerufen 25. Oktober 2011
  2. Seltenes Heimspiel für das Berliner Petersen Quartett, Artikel, 30. Mai 2008, Berliner Morgenpost, abgerufen 25. Oktober 2011