Petershagen/Eggersdorf
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
|
|
||
| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Brandenburg | |
| Landkreis: | Märkisch-Oderland | |
| Höhe: | 57 m ü. NN | |
| Fläche: | 17,47 km² | |
| Einwohner: |
13.917 (31. Dez. 2011)[1] |
|
| Bevölkerungsdichte: | 797 Einwohner je km² | |
| Postleitzahlen: | 15370, 15345 | |
| Vorwahlen: | 033439 und 03341 | |
| Kfz-Kennzeichen: | MOL, FRW, SEE, SRB | |
| Gemeindeschlüssel: | 12 0 64 380 | |
| Gemeindegliederung: | 2 Ortsteile | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Rathausstraße 9 15370 Petershagen/Eggersdorf |
|
| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Olaf Borchardt (parteilos) | |
| Lage der Gemeinde Petershagen/Eggersdorf im Landkreis Märkisch-Oderland | ||
Petershagen/Eggersdorf ist eine Gemeinde im Landkreis Märkisch-Oderland in Brandenburg (Deutschland) östlich von Berlin.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie [Bearbeiten]
Im Ortsteil Eggersdorf befindet sich der ca. 4 Kilometer lange und 400 Meter breite Bötzsee, der höchstwahrscheinlich beim Abschmelzen des Eises in der Weichsel-Kaltzeit entstanden ist. Er liegt zusammen mit dem Fängersee und dem Gamensee in einem glazialen Rinnental. Zu- und Abfluss des Bötzsees bildet das Fredersdorfer Mühlenfließ.
Gemeindegliederung [Bearbeiten]
Für die Gemeinde Petershagen/Eggersdorf sind zwei Gemeindeteile nach §11 der Brandenburger Gemeindeordnung ausgewiesen.
- Petershagen
- Eggersdorf
Bevölkerungsentwicklung [Bearbeiten]
Die beiden folgenden Grafiken zeigen, wie sich die Bevölkerung Petershagen/Eggersdorf in seinen heutigen Grenzen entwickelt hat und voraussichtlich entwickeln wird. Seit Ende des 19. Jahrhunderts wuchs die Bevölkerung schneller als der Brandenburger Durchschnitt. Dies hängt mit dem industriellen Entwicklung Berlins und der Anbindung an die Eisenbahn zusammen. Diese Tendenz verlangsamte sich nach dem Zweiten Weltkrieg. Da sich der Wohnungsbau der DDR seit Ende der 1960er auf die Hauptstadt, die Bezirksstädte sowie einige industrielle Zentren konzentrierte, ging die Einwohnerzahl des Gemeindegebietes zurück. Seit der Wende führt die Berlin-Nähe zu einem Wiederanstieg der Bevölkerung. Für die Zukunft bis 2030 sagen die Statistiker des Landesamtes und der Bertelsmann-Stiftung ein weiteres Wachstum voraus.
Politik [Bearbeiten]
Gemeinderat [Bearbeiten]
Der Rat der Gemeinde besteht aus 23 Ratsmitgliedern und setzt sich seit der Kommunalwahl am 28. September 2008 wie folgt zusammen:
- Die Linke: 25,6 % = 6 Sitze
- CDU: 14,2 % = 3 Sitze
- SPD: 14,3 % = 3 Sitze
- FDP: 6,6 % = 2 Sitze
- FWPE: 8,3 % = 2 Sitze
- EB Dr. Reimann: 7,9 % = 2 Sitze
- BIVPE: 5,7 % = 1 Sitz
- TPE: 6,5 % = 1 Sitz
- BB: 5,5 % = 1 Sitz
- DVU: 3,3 % = 1 Sitz
- Bürgermeister
Wappen [Bearbeiten]
Das Wappen wurde am 16. Januar 1996 genehmigt.
Blasonierung: „Geteilt durch einen silbernen Göpel; vorne in Rot ein goldener Schlüssel, hinten in Blau ein halber, golden-bewehrter silberner Steinbock, unten in Grün ein silberner Stern.“[2]
Gemeindepartnerschaften [Bearbeiten]
- Petershagen in Nordrhein-Westfalen
- Westheim (Pfalz) in Rheinland-Pfalz
- Dowsk in Weißrussland
- Bogdaniec in Polen
Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
In der Liste der Baudenkmale in Petershagen/Eggersdorf stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Denkmale.
Dazu gehört auch ein Denkmal für die Opfer des Faschismus vor der ehemaligen Frederic-Joliot-Curie-Gesamtschule an der Eggersdorfer Straße, mit einer Gedenktafel von 1987 für Kurt Schulze, den am 22. Dezember 1942 in Berlin-Plötzensee ermordeten Funker der Widerstandsgruppe Schulze-Boysen/Harnack, der in den 1930er Jahren in Petershagen wohnte.
Zu erwähnen ist außerdem die Katholische Kirche St. Hubertus in der Petershagener Elbestraße. Sie wurde 1933 vom Kirchenbaumeister Josef Bachem in einem eher schlichten, modernen Stil errichtet.[3] Zur katholischen Gemeinde gehört auch die Blaskapelle St. Hubertus, gegründet im Jahr 1961. Neben der musikalischen Gestaltung von Gottesdiensten wird auch Unterhaltungsmusik zu weltlichen Anlässen aller Art in Berlin und im Umland geboten.
Die evangelische Dorfkirche Eggersdorf an der Ecke Wilhelmstraße/Mühlenstraße stammt aus dem Jahre 1870 und fällt neben den typisch neugotischen Stilelementen vor allem durch ihre gelben Backsteinziegel auf. Seit dem Abschluss jahrelanger Sanierungsarbeiten im Jahr 2000 wird die Kirche von der Gemeinde großflächig beleuchtet.[4]
Am 20. März 1999 wurde in Eggersdorf der Verein Bauernvolk Eggersdorf e.V. gegründet, dessen vorrangiger Zweck "die Förderung und kulturhistorische Pflege des bäuerlichen Brauchtums [ist], insbesondere deshalb, um in Eggersdorf ein jährlich wiederkehrendes Marktfest ins Leben zu rufen." Dementsprechend findet in Eggersdorf seitdem alljährlich zum Himmelfahrtstag ein großes Dorffest statt, in dessen Zentrum vor allem die Vorstellung und Wiederbelebung mittelalterlicher Bräuche und Kultur steht.
Im November 2002 fanden sich Laienmusiker aus Eggersdorf und Umgebung zusammen und gründeten den Verein Die Dorfmusikanten e.V., in dem rund 13 Mitgliedern mitspielen. Neben Blasmusik spielen die Musiker auch Dixieland, was 2008 zur Gründung der Gruppe DOMU DIXIE JAZZ führte.
Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]
Verkehr [Bearbeiten]
Im Ortsteil Petershagen befindet sich eine Station der Linie S 5 der S-Bahn Berlin. Der Bahnhof Strausberg der Bahnstrecke Berlin-Lichtenberg–Küstrin befindet sich wenige Hundert Meter östlich des Ortszentrums von Eggersdorf.
Das Gemeindegebiet wird von mehreren Landstraßen erschlossen. Etwa vier Kilometer südlich des Ortszentrums von Petershagen verläuft die Bundesstraße 1, die nächste Autobahnanschlussstelle ist Berlin-Hellersdorf am Berliner Ring.
Schulen [Bearbeiten]
- Grundschule Eggersdorf
- Grundschule Petershagen
- Katholische Grundschule St. Hedwig
- Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe der Fürstenwalder Aus- und Weiterbildungszentrum (FAW) gGmbH
Persönlichkeiten [Bearbeiten]
Persönlichkeiten, die in dieser Stadt gewirkt haben [Bearbeiten]
Petershagen ist Wahlheimat des Schriftstellers Fritz Rudolf Fries.[5]
Weblinks [Bearbeiten]
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Amt für Statistik Berlin-Brandenburg: Bevölkerung im Land Brandenburg am 31. Dezember 2011 nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden (PDF; 31,71 KB), Stand 31. Dezember 2011. (Hilfe dazu)
- ↑ Wappenangaben auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg
- ↑ Offizielle Homepage der Gemeinde Petershagen-Eggersdorf abgerufen am 6. November 2009
- ↑ Offizielle Homepage der Gemeinde Petershagen-Eggersdorf und Berliner Zeitung vom 21. Januar 2000 abgerufen am 6. November 2009
- ↑ Deutschlandradio Kultur vom 26. Oktober 2010: „Die Mythen einer Familie“
Altlandsberg | Alt Tucheband | Bad Freienwalde (Oder) | Beiersdorf-Freudenberg | Bleyen-Genschmar | Bliesdorf | Buckow (Märkische Schweiz) | Falkenberg | Falkenhagen (Mark) | Fichtenhöhe | Fredersdorf-Vogelsdorf | Garzau-Garzin | Golzow | Gusow-Platkow | Heckelberg-Brunow | Höhenland | Hoppegarten | Küstriner Vorland | Lebus | Letschin | Lietzen | Lindendorf | Märkische Höhe | Müncheberg | Neuenhagen bei Berlin | Neuhardenberg | Neulewin | Neutrebbin | Oberbarnim | Oderaue | Petershagen/Eggersdorf | Podelzig | Prötzel | Rehfelde | Reichenow-Möglin | Reitwein | Rüdersdorf bei Berlin | Seelow | Strausberg | Treplin | Vierlinden | Waldsieversdorf | Wriezen | Zechin | Zeschdorf
