Petiolus

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Dieser Artikel befasst sich mit stielartigen Hinterleibssegmenten bei Insekten, zum Blattstiel siehe Blatt (Pflanze); zum Teil des Kehldeckels siehe Epiglottis.
Eine Sandwespe mit sehr langem Petiolus

Der Ausdruck Petiolus (Stielchenglied, Stielchen oder Hinterleibsstiel) bezeichnet

Körperbau einer Knotenameise mit zwei Stielchengliedern: Petiolus und Postpetiolus

Bei Taillenwespen mit nach vorn stielartig verengtem Petiolus (beispielsweise bei einigen Grabwespen) wird der hintere, verbreiterte Teil als Postpetiolus bezeichnet.

Im Gegensatz dazu wird bei manchen Ameisen auch das dritte Abdominalsegment als Postpetiolus bezeichnet, falls dieses Bestandteil des Hinterleibsstiels ist (z. B. bei den Knotenameisen).[2] Petiolus, Postpetiolus und Gaster bilden dann gemeinsam das Metasoma.

Das Stielchenglied als bewegliche Verbindung zwischen Brustabschnitt und Hinterleib ist charakteristisch für alle Ameisen. Es ermöglicht ihnen eine größere Bewegungsfreiheit des Hinterleibs, einerseits nach unten, was das Verspritzen von Wehrsekreten nach vorne ermöglicht, andererseits nach oben, was besonders bei der Abgabe von Duftstoffen bevorzugt wird.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hinterleibsstiel. In: Stefan von Kéler: Entomologisches Wörterbuch. Akademie-Verlag Berlin 1963. S. 283
  2. Postpetiolus. In: Kéler, Stefan von: Entomologisches Wörterbuch. Akademie-Verlag Berlin 1963. S. 507