Petra Einhoff

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Petra Einhoff (* 18. Januar 1963 in Attendorn) ist eine deutsche Schauspielerin und Synchronsprecherin.

Leben[Bearbeiten]

Petra Einhoff machte von 1983 bis 1987 eine Schauspielausbildung an der Otto-Falckenberg-Schule in München.[1][2] 1996/1997 ging sie nach Los Angeles für ein sechsmonatiges Schauspielcoaching mit den Schwerpunkten Film und Fernsehen. Außerdem absolvierte sie eine Gesangsausbildung als Mezzosopranistin.

Ein erstes Festengagement nach ihrer Ausbildung hatte Einhoff am Mainfranken Theater in Würzburg (1987–1989, Intendanten: Achim Thorwald, Tebbe Harms Kleen); dort übernahm sie unter anderem die Hodel in einer Inszenierung des Musicals Anatevka unter der Regie von Dominique Mentha. Anschließend war sie von 1990 bis 1996 an den Münchner Kammerspielen unter der Intendanz von Dieter Dorn engagiert. Dort spielte Einhoff unter anderem, die Eve in Der zerbrochne Krug (Regie: Walter Weyers), die Sarah in Bernhards Der Theatermacher (Regie: Hans Lietzau), die Violet in dem Theaterstück Debütantinnenball von Beth Henley (Regie: Jens-Daniel Herzog), die Desiree in dem Theaterstück Volksvernichtung von Werner Schwab (Uraufführung 1991, Regie: Christian Stückl) und die Frau in Grün in Schlusschor von Botho Strauß (Uraufführung 1992, Regie: Dieter Dorn). 1995 hatte sie ein Gastengagement am Theater an der Kö in Düsseldorf; dort verkörperte sie unter der Regie von René Heinersdorff die Rolle der Sally Bowles in dem Musical Cabaret.

Weitere Theaterengagements hatte Einhoff regelmäßig seit der Spielzeit 2002/2003 an den Kammerspielen Landshut. Dort trat sie unter anderem als Sonja in Drei Mal Leben (2002/2003), als Natalie in dem szenischen Liederabend Sekretärinnen von Franz Wittenbrink (2002–2005) und als Annette Houillé in Der Gott des Gemetzels auf. 2004 kreierte sie am Teamtheater München, an der Seite von Matthias Kostya, die Rolle der Charlotte in der Uraufführung des Kammermusicals Baby Talk von Peter Lund und Thomas Zaufke.[3] Mit Babytalk gastierte Einhoff 2006 auch an den Kammerspielen Landshut und am Altstadttheater Ingolstadt. In der Spielzeit 2007/2008 übernahm sie die weibliche Hauptrolle in der Liebeskomödie Jack und Jill von Jane Martin in einer Tourneeproduktion.[4]

Nach einigen kleinen Rollen war Einhoff dann ab 1997 auch regelmäßig in Fernsehserien und Fernsehfilmen zu sehen. Einhoff übernahm hierbei mehrere durchgehende Serienrollen, Episodenrollen und auch Gastrollen. Episodenrollen spielte Einhoff unter anderem in den Serien Forsthaus Falkenau, Auf eigene Gefahr, Großstadtrevier, SOKO 5113 (als Frau des Opfers in der Folge Der Gehängte) und Der Bergdoktor (als Frau Hölzl in dem Bergdoktor-Spezial Durch eisige Höhen).

In der Krankenhausserie Alphateam – Die Lebensretter im OP verkörperte sie 1997/1998 in insgesamt zehn Folgen die Rolle der OP-Schwester Eike Wagner. Eine weitere durchgehende Serienrolle hatte sie 2000 als Beatrice Engel in der ARD-Familienserie Aus gutem Haus; sie verkörperte die Mutter der weiblichen Serienhauptrolle Gesa. Seit Oktober 2010 spielt Einhoff die Rolle der Gerichtsmedizinerin Dr. Sabine Eckstein in der ZDF-Krimiserie Die Rosenheim-Cops.[2]

Einhoff ist außerdem umfangreich als Synchronsprecherin tätig. Sie lieh ihre Stimme unter anderem Libuše Šafránková in Kolya, Caroline Goodall in Plötzlich Prinzessin, Emily Mortimer in Lieber Frankie, Cate Blanchett in The Gift – Die dunkle Gabe und Sarah Jessica Parker in Miami Rhapsody.

Einhoff lebt in München.

Filmographie (Auswahl)[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Petra Einhoff Porträt und Rolllenverzeichnis bei Presse Partner Preiss
  2. a b Petra Einhoff spielt Dr. Sabine Eckstein Porträt von Petra Einhoff (Offizielle Webseite des ZDF)
  3. Babytalk–Das Kinder-Krieg-Musical Szenenfotos und Kritiken
  4. Tourneeinszenierungen 2007/2009 (PDF; 4,7 MB) Tourneetheater a.gon München