Petra Kandarr

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Petra Kandarr (geb. Vogt; * 20. August 1950 in Halle) ist eine ehemalige deutsche Sprinterin, die für die DDR startete.

1969 in Athen wurde sie als 19-jährige Oberschülerin dreifache Europameisterin über 100 m, 200 m und in der 4-mal-100-Meter-Staffel (zusammen mit Bärbel Podeswa, Renate Meißner, Regina Höfer). Dafür wurde sie zur DDR-Sportlerin des Jahres gewählt und mit dem Vaterländischen Verdienstorden in Silber ausgezeichnet.[1]

Bei den Leichtathletik-Europameisterschaften 1971 in Helsinki wurde sie Siebte über 100 m und gewann in der 4-mal-100-Meter-Staffel mit der Mannschaft der DDR die Silbermedaille. Nach ihrer Heirat 1972 unter dem Namen Kandarr startend gewann sie bei den Leichtathletik-Halleneuropameisterschaften 1973 in Rotterdam Silber über 60 m und wurde bei den EM 1974 in Rom Achte über 200 m.

Petra Kandarr ist 1,73 m groß und wog in ihrer aktiven Zeit 62 kg. Sie gehörte dem SC Chemie Halle an und trainierte bei Sepp Breitschaft. Nach dem Abschied vom Sport studierte sie Pädagogik und arbeitete als Lehrerin in der Kinder- und Jugendsportschule Halle (Saale). Seit 1991 lebt sie in Karlsruhe. Sie ist die Mutter der ehemaligen Profi-Tennisspielerin Jana Kandarr.

Persönliche Bestleistungen[Bearbeiten]

  • 100 m: 11,0 s, 20. Juli 1973, Dresden
  • 200 m: 22,4 s, 21. Juli 1973, Dresden

Literatur[Bearbeiten]

  • Klaus Amrhein: Biographisches Handbuch zur Geschichte der Deutschen Leichtathletik 1898–2005. 2 Bände. Darmstadt 2005 (publiziert über Deutsche Leichtathletik Promotion- und Projektgesellschaft)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Neues Deutschland, 24. Januar 1970, S. 3