Petropawlowsk (1911)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Petropawlowsk
Marat1920s.jpg
p1
Schiffsdaten
Flagge Russisches KaiserreichRussisches Kaiserreich (Seekriegsflagge) Russisches Reich
SowjetunionSowjetunion (Seekriegsflagge) Sowjetunion
andere Schiffsnamen
  • Marat
  • Wolchow
Schiffstyp Schlachtschiff
Klasse Gangut-Klasse
Bauwerft Baltische Werft, Sankt Petersburg
Stapellauf 9. September 1911
Indienststellung Januar 1915
Verbleib 1953 abgewrackt
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
182,9 m (Lüa)
179,8 m (KWL)
Breite 26,9 m
Tiefgang max. 8,3 m
Verdrängung Konstruktion: 23.000 tn.l.
Maximal: 25.850 tn.l.
 
Besatzung 1.125 Mann
Maschine
Maschine 25 Yarrow-Kessel
4 Parsons-Turbinen
Maschinen-
leistung
42.000 PS (30.891 kW)
Geschwindigkeit max. 23,0 kn (43 km/h)
Propeller 4
Bewaffnung
Panzerung
  • Gürtel: 102–225 mm
  • Zitadelle: 75–125 mm
  • Panzerlängsschotten: 38–51 mm
  • Panzerquerschotten: 125–225 mm
  • Oberdeck: 125 mm (über Kasematten)
  • Panzerdeck: 25–37 mm
  • Torpedoschott: 38 mm
  • Barbetten: 203 mm
  • Türme: 127–203 mm
  • Kasematten: 127 mm
  • Kommandoturm: 125–254 mm

Die Petropawlowsk (Петропавловск) war ein Schlachtschiff der Gangut-Klasse der russischen, später sowjetischen Marine. Es wurde zweimal versenkt und wieder gehoben und wurde dreimal umbenannt. Die Schiffe ihrer Klasse, neben der Petropawlowsk und der Gangut noch die Sewastopol und die Poltawa, waren die ersten Dreadnoughts der zaristischen Marine.

Geschichte[Bearbeiten]

Dieser Artikel oder Abschnitt bedarf einer Überarbeitung. Näheres ist auf der Diskussionsseite angegeben. Hilf mit, ihn zu verbessern, und entferne anschließend diese Markierung.

Die Kiellegung der Petropawlowsk fand am 20. Junijul./ 3. Juli 1909greg. statt. Am 9. September 1911 lief sie auf der Baltischen Werft in Sankt Petersburg vom Stapel. Die Übernahme durch die zaristischen Marine erfolgte am 3. November 1915.

Während des alliierten Interventionsfeldzuges erhielt sie am 17. August 1919 in Kronstadt drei Torpedotreffer durch das britische Motortorpedoboot CMB 88 und sank im Flachwasser auf Grund. Nach der Bergung und der bis 1921 dauernden Instandsetzung erfolgte die erneute Indienststellung am 31. Mai 1921 unter dem neuen Namen Marat (Марат), nach dem französischen Revolutionär Jean Paul Marat. Im Laufe ihrer Dienstzeit wurde sie noch mehrfach modernisiert.

Das modernisierte Schlachtschiff Marat (ehemals Petropawlowsk) im Jahre 1939

Beim Angriff des Deutschen Reichs auf die Sowjetunion 1941 befand sich das Schiff in Kronstadt, wo es am 23. September 1941 von Junkers Ju 87 des Sturzkampfgeschwaders 2 angegriffen wurde. Oberleutnant Hans-Ulrich Rudel traf das Schiff mit einer 1000-kg-Bombe und zerstörte das Vorschiff und den darauf befindlichen Turm A, wobei 326 Mann der Besatzung getötet wurden. Das Schiff sank auf ebenem Kiel am Kai, war aber trotz massiver Schäden noch kampffähig und griff so in die Bodenkämpfe gegen die Wehrmacht ein.[1] Nach dem Ende der Leningrader Blockade wurde das Schiff, immer noch auf Grund liegend, am 31. Mai 1943 wieder in Petropawlowsk umbenannt.

Erst im November 1950 wurde sie gehoben und unter dem neuen Namen Wolchow (Волхов) zum Artillerie-Übungsschiff ohne eigenen Antrieb umfunktioniert. Das Schiff wurde 1953 außer Dienst gestellt und abgewrackt.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Petropawlowsk – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Jürgen Rohwer, Gerhard Hümmelchen: Chronik des Seekrieges 1939–1945, September 1941, abgerufen am 13. Juli 2013