Petrosawodsk

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Stadt
Petrosawodsk
Петрозаводск (russisch)
Petroskoi (karelisch)
Flagge Wappen
Flagge
Wappen
Föderationskreis Nordwestrussland
Republik Karelien
Stadtkreis Petrosawodsk
Bürgermeister Nikolai Lewin
Gegründet 1703
Frühere Namen Äänislinna
Stadt seit 1777
Fläche 113 km²
Bevölkerung 263.540 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Bevölkerungsdichte 2.332 Einwohner/km²
Höhe des Zentrums 60 m
Zeitzone UTC+4
Telefonvorwahl (+7)8142
Postleitzahl 185000–185036
Kfz-Kennzeichen 10
OKATO 86 401
Website www.petrozavodsk-mo.ru
Geographische Lage
Koordinaten 61° 47′ N, 34° 21′ O61.78333333333334.3560Koordinaten: 61° 47′ 0″ N, 34° 21′ 0″ O
Petrosawodsk (Russland)
Red pog.svg
Lage in Russland
Petrosawodsk (Republik Karelien)
Red pog.svg
Republik Karelien
Liste der Städte in Russland

Petrosawodsk (russisch Петрозаводск, finnisch und karelisch Petroskoi, schwedisch Petroskoj oder alt Onegaborg) ist die Hauptstadt der Republik Karelien, Russland, mit 263.540 Einwohnern (Stand 14. Oktober 2010).[1] Sie liegt am Onegasee rund 400 km nordöstlich von Sankt Petersburg entfernt.

Petrosawodsk
Klimadiagramm (Erklärung)
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Temperatur in °C,  Niederschlag in mm
Quelle: Roshydromet
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Petrosawodsk
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) −8,3 −6,8 −1,0 5,3 13,3 18,4 20,6 18,2 12,5 5,9 −0,4 −4,8 Ø 6,1
Min. Temperatur (°C) −15,0 −13,1 −7,9 −2,2 3,6 8,8 11,6 10,3 5,6 0,8 −4,9 −10,8 Ø -1,1
Niederschlag (mm) 30 23 31 35 41 59 70 85 70 56 45 40 Σ 585
Regentage (d) 9 7 9 9 7 10 10 12 12 12 12 11 Σ 120
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Quelle: Roshydromet

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Der Bahnhof von Petrosawodsk

Archäologische Funde auf dem Stadtgebiet beweisen, dass es bereits vor etwa 7000 Jahren eine Ansiedlung an der Stelle von Petrosawodsk gegeben hat. Die heutige Stadt ging jedoch aus den Dörfern hervor, die sich seit dem Mittelalter am hiesigen Ufer des Onegasees befanden.

Der Stadtteil Solomennoje wurde bereits im 16. Jahrhundert erwähnt. Die Stadt Petrosawodsk selbst wurde jedoch erst 1703 mit dem Bau des Eisen- und Kanonenwerkes (petrosawod = "das Peter-Werk") an der Lossossinka gegründet. Dort wurde Kriegsmaterial für die Nordischen Kriege produziert. Um das Werk herum wuchs die Siedlung, in der die Arbeiter wohnten.

Am 21. März 1777 erhielt Petrosawodsk die Stadtrechte. Daraufhin wurde die Stadt 1781 zum Zentrum der Provinz Olonez ernannt. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde Petrosawodsk zum Bischofssitz. Im Laufe des Jahrhunderts entwickelte es sich außerdem zum Verbannungsort für politische Gegner des russischen Zaren.

Nach der Oktoberrevolution 1917 wurde in Petrosawodsk im Januar 1918 die Sowjetmacht errichtet. 1920 wurde die Stadt zur Hauptstadt der Karelischen Arbeiterkommune, 1923 zur Hauptstadt der neu gegründeten Karelischen ASSR, 1940–1956 der Karelo-Finnischen SSR.

Während des Fortsetzungskrieges zwischen der Sowjetunion und Finnland war Petrosawodsk von Oktober 1941 bis Juni 1944 von finnischen Truppen besetzt und trug in diesen Jahren den Namen Äänislinna. In der Stadt bestand das Kriegsgefangenenlager Nr. 120 für deutsche Kriegsgefangene des Zweiten Weltkriegs.[2] Schwer Erkrankte wurden im Kriegsgefangenenhospital Nr. 5879 versorgt.

Seit 1991 ist Petrosawodsk Hauptstadt der Republik Karelien.

[Bearbeiten] Wirtschaft und Kultur

Petrosawodsk ist der Sitz einer Universität sowie verschiedener kultureller Einrichtungen, u.a. eines Konservatoriums. Außerdem befindet sich holzverarbeitende Industrie, Möbelindustrie, Fischverarbeitung und Werftenindustrie vor Ort. Durch Petrosawodsk verläuft die Murmanbahn von Sankt Petersburg nach Murmansk.

[Bearbeiten] Partnerstädte

[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. a b Predvaritel'nye itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Rosstat, Statistika Rossii, Moskau 2011, ISBN 978-5-902339-98-4 (Vorläufige Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010; russisch; Download).
  2. Maschke, Erich (Hrsg.): Zur Geschichte der deutschen Kriegsgefangenen des zweiten Weltkrieges. Verlag Ernst und Werner Gieseking, Bielefeld 1962-1977.

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Petrosawodsk – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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