Petrus von Verona

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Petrus Martyr, Kirche St. Eustorgio in Mailand

Petrus von Verona (* um 1206 in Verona; † 6. April 1252 in Farga bei Mailand), der auch Petrus Martyr oder Petrus von Mailand genannt wird, war ein dominikanischer Prediger, Inquisitor und Märtyrer des 13. Jahrhunderts.

Der Sohn katharischer Eltern trat dem Dominikanerorden um das Jahr 1220 als Student in Bologna bei. Zum päpstlichen Gesandten wurde er 1232 in Mailand ernannt. Petrus wurde insbesondere in Ober- und Mittelitalien als erfolgreicher Prediger bekannt, wo er in allen größeren Städten auftrat. Im Jahre 1240 wurde er Prior in Asti, 1251 erhielt der das gleiche Amt in Como. Für Como und Mailand ernannte man ihn im gleichen Jahr zum päpstlichen Inquisitor. Als solcher bekämpfte er die Katharer und zog sich so auch Ablehnung und Hass zu, was am 6. April 1252 bei Mailand schließlich in einem tödlichen Anschlag gipfelte. Schon ein Jahr später wurde er von Papst Innozenz IV. als Märtyrer heiliggesprochen.

Petrus von Verona ist in der Mailänder Kirche Sant’Eustorgio in einem vom Bildhauer Giovanni di Balduccio gestalteten Hochgrab bestattet.

Patronate[Bearbeiten]

Er gilt als Fürsprecher der Städte Como, Cremona, des Herzogtums Modena und der Lombardei. Auch mehrere Bruderschaften stellten sich unter den Schutz des Heiligen, so die der Schuhmacher in Palma de Mallorca, der Weber in Manresa und der Brauer in Köln, welche die St. Peter von Mailand-Bruderschaft gründeten.

Ikonographie[Bearbeiten]

Petrus Martyr wird als Dominikanermönch dargestellt mit einem Messer im Schädel oder nur mit der klaffenden Wunde, einem Schwert unterm Arm, mit der Märtyrerpalme, mit einem Buch.

Literatur[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Petrus von Verona – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien