Pfäffikon ZH
| ZH ist das Kürzel für den Kanton Zürich in der Schweiz und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Pfäffikon zu vermeiden. |
| Pfäffikon | |
|---|---|
| Basisdaten | |
| Staat: | Schweiz |
| Kanton: | Zürich (ZH) |
| Bezirk: | Pfäffikon |
| BFS-Nr.: | 0177 |
| Postleitzahl: | 8330 |
| UN/LOCODE: | CH PFA |
| Koordinaten: | 701486 / 24710247.3669418.782228547Koordinaten: 47° 22′ 1″ N, 8° 46′ 56″ O; CH1903: 701486 / 247102 |
| Höhe: | 547 m ü. M. |
| Fläche: | 19.54 km² |
| Einwohner: | 10'824 (31. Dezember 2011)[1] |
| Einwohnerdichte: | 554 Einw. pro km² |
| Gemeindepräsident: | Bruno Erni (parteilos) |
| Website: | www.pfaeffikon.ch |
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Pfäffikon ZH |
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| Karte | |
Pfäffikon ist eine politische Gemeinde im Bezirk Pfäffikon des Kantons Zürich in der Schweiz.
Inhaltsverzeichnis |
Wappen[Bearbeiten]
- In Rot ein silberner Schrägbalken, belegt mit einem schreitenden roten Löwen
Geographie[Bearbeiten]
Pfäffikon liegt im Zürcher Oberland am Nord- und Ostufer des nach ihm benannten Pfäffikersees. Nicht zu verwechseln mit Pfäffikon SZ am Zürichsee. Die Nachbargemeinden von Pfäffikon sind die Gemeinden Wetzikon, Bäretswil, Hittnau, Russikon, Fehraltorf, Bauma, Wildberg, Seegräben und Uster.
Zur Gemeinde Pfäffikon gehören die Aussenwachten Auslikon, Ober Balm, Unter Balm, Bussenhausen, Irgenhausen, Oberwil, Sulzberg, Hermatswil, Schür, Wallikon, Rick, Ravensbühl, Faichrüti und Rutschberg, bei denen es sich meist um aufgehobene Zivilgemeinden handelt.
Bevölkerung[Bearbeiten]
| Bevölkerungsentwicklung | |
|---|---|
| Jahr | Einwohner |
| 1463 | 385 |
| 1634 | 786 |
| 1799 | 2271 |
| 1850 | 2896 |
| 1860 | 3066 |
| 1900 | 2986 |
| 1950 | 4784 |
| 1970 | 7586 |
| 1990 | 9182 |
| 2000 | 9592 |
| 2010 | 10602[2] |
| 2011 | 10817[3] |
Religion[Bearbeiten]
Am 31. Dezember 2011 gehörten 44,2 Prozent der Bevölkerung zur evangelisch-reformierten Kirche und 23,7 Prozent zur römisch-katholischen Kirche.[4]
Urkundlich wurde erstmals eine Kirche in Pfäffikon am 11. August 811 erwähnt. Damals wurden in der Vorhalle der Benignuskirche umfangreiche Schenkungen zugunsten des Klosters St. Gallen notiert. Am 16. Mai 960 kam die Kirche Pfäffikon durch Kaiser Otto den Grossen an das Kloster Disentis. Im 13. Jahrhundert wurde Kirche und Hof an das Kloster St. Gallen abgetreten. 1275 war Hugo von Breitenlandenberg Verwalter dieser Güter.[5] 1488 wurde eine Pfarrkirche mit neuem Chor und Schiff gebaut.[6]
In Pfäffikon gibt es zudem die Kirche Neuhof der Evangelischen Täufergemeinde[7] und die Chrischona-Gemeinde.[8]
Politik[Bearbeiten]
Gemeindepräsident ist Bruno Erni (parteilos) (Stand 2010).
Verkehr[Bearbeiten]
Die Gemeinde ist seit dem 3. Mai 1876 mit der Eröffnung der Bahnstrecke Effretikon–Hinwil durch die Eisenbahngesellschaft Effretikon–Pfäffikon–Hinwiel (EH) durch den Bahnhof Pfäffikon an das schweizerische Eisenbahnnetz angeschlossen. Der Bahnhof Pfäffikon wird durch die S3 der S-Bahn Zürich im Halbstundentakt bedient.
Auf dieser Bahnlinie geschah am 12. September 1982 eines der schwersten Eisenbahnunglücke der Schweiz: Ein Reisebus, in dem Mitglieder des Turn- und Sportvereins Schönaich (Deutschland) unterwegs waren, wurde auf dem Bahnübergang an der Kempttalstrasse am nördlichen Dorfrand von einem Regionalzug erfasst. Die Barrieren wurden damals noch von Hand bedient; aufgrund einer Verspätung des Zuges hatte die Barrierenwärterin den Bahnübergang irrtümlich bereits wieder freigegeben. Insgesamt starben 39 Passagiere des Busses.[9]
Postautoverbindungen führen ins Tösstal (Bauma, Kollbrunn), nach Uster und Hermatswil.
Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]
- Römerkastell Irgenhausen
- Museum am Pfäffikersee
- Museum Eva Wipf im alten Gerichtsgebäude
Kultur[Bearbeiten]
Seit 2004 findet direkt am See das Reeds Reggae-Openair statt, welches über die Region hinaus viele Leute anzieht.
2007 wurde das Pfäffiker Kammerorchester «Amici dell'arte» durch den Dirigenten Marcel Blanchard gegründet.[10] Seither führt das Orchester drei klassische Konzerte pro Jahr durch.
Vom 20. bis 22. Mai 2011 fand das grosse Pfäffikerwält-Fest im Zentrum Pfäffikons statt. Die ganze Schule und über 50 Vereine feierten 1200 Jahre Pfäffikon und das alle zehn Jahre stattfindende Jugendfest.
Persönlichkeiten[Bearbeiten]
- Alex Crisovan (1919–2012), Schachjournalist, -autor und -funktionär, wohnte und verstarb in Pfäffikon
Literatur[Bearbeiten]
- Hans Martin Gubler, Kunstdenkmäler der Schweiz Band 66 "Die Kunstdenkmäler des Kanton Zürich Band 3 Die Bezirke Pfäffikon und Uster" Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK Bern 1978 ISBN 3-7643-0991-1 S. 3–13.
Weblinks[Bearbeiten]
- Offizielle Website der Gemeinde Pfäffikon ZH
- Statistische Daten des Kantons zur Gemeinde Pfäffikon ZH
- Heimatmuseum am See / Chronikstube Pfäffikon
- Bernhard A. Gubler: Pfäffikon (ZH) im Historischen Lexikon der Schweiz
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- ↑ Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter
- ↑ http://www.statistik.zh.ch/internet/justiz_inneres/statistik/de/aktuell/mitteilungen/2012/bev_2011.html (abgerufen am 27. Februar 2012).
- ↑ http://www.statistik.zh.ch/internet/justiz_inneres/statistik/de/aktuell/mitteilungen/2012/bev_2011.html (abgerufen am 27. Februar 2012).
- ↑ http://www.statistik.zh.ch/internet/justiz_inneres/statistik/de/aktuell/mitteilungen/2012/bev_2011.html (abgerufen am 27. Februar 2012).
- ↑ Bernhard A. Gubler: Geleitwort. In: Peter Jezler: Der spätgotische Kirchenbau in der Zürcher Landschaft. Die Geschichte eines "Baubooms" am Ende des Mittelalters. Buchverlag der Druckerei Wetzikon AG, Wetzikon 1988, ISBN 3-85981-150-9, S. 7.
- ↑ Peter Jezler: Der spätgotische Kirchenbau in der Zürcher Landschaft. Die Geschichte eines "Baubooms" am Ende des Mittelalters. Buchverlag der Druckerei Wetzikon AG, Wetzikon 1988, ISBN 3-85981-150-9, S. 129.
- ↑ http://www.kirche-neuhof.ch/ (abgerufen am 29. Februar 2012).
- ↑ http://www.chrischona-pfaeffikon.ch/ (abgerufen am 29. Februar 2012).
- ↑ Die Katastrophe verändert Schönaich. Stuttgarter Zeitung, abgerufen am 30. Mai 2009.
- ↑ adella.ch: Kammerorchester «Amici dell'arte», Zugriff am 26. Januar 2010
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