Pfadverlust
Der Pfadverlust L beschreibt den Verlust an elektromagnetischer Leistung P zwischen einem Sender und einem Empfänger. Ein geringer Pfadverlust kennzeichnet üblicherweise eine gute Empfangssituation.
Gegenüber unerwünschten Signalen ist bei Strahlungskopplung ein hinreichend großer Pfadverlust auf dem Kopplungspfad zwischen Störquelle (Sender) und Störsenke (Empfänger) ein Kennzeichen der elektromagnetischen Verträglichkeit. Die Erhöhung des Pfadverlustes zum Beispiel durch die Erhöhung der räumlichen Distanz zwischen Senke und Quelle ist dann eine Entstörmaßnahme.
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Freiraumausbreitung [Bearbeiten]
Der Pfadverlust in Dezibel beträgt bei einer Ausbreitung im freien Raum ohne Störeinflüsse:
- f : Frequenz
- d : Entfernung zwischen Sender und Empfänger
- c : Lichtgeschwindigkeit
Zweiwegeausbreitung [Bearbeiten]
Die o.g. Gleichung gilt für den freien Raum. Breitet sich die Welle über einer elektrisch leitenden Ebene aus, wird sie in der Regel vom Empfänger sowohl direkt als auch indirekt, von der Ebene gespiegelt, empfangen. Man spricht von Zweiwegeausbreitung.

- Näherung für

hS und hE geben die Höhen der Sende- und Empfangsantenne über der Ebene an. Bei der Ausbreitung über der Ebene vergrößert sich der Pfadverlust sehr viel schneller (mit der Potenz 4) als im freien Raum (mit der Potenz 2).
Weitere Modelle [Bearbeiten]
Weiter verbreitete Modelle für den Pfadverlust sind:
- Okumura und Hata
Siehe auch [Bearbeiten]
- Freiraumdämpfung
- Fresnelzone
- Kanalgewinn (Link budget)
- Mehrwege-Effekt
- Fading
- Streuung (Physik)
Literatur [Bearbeiten]
- Jürgen Detlefsen, Uwe Siart: Grundlagen der Hochfrequenztechnik. 2. Auflage, Oldenbourg, München Wien 2006, ISBN 3-486-57866-9
- Wolfgang Frohberg, Horst Kolloschie, Helmut Löffler: Taschenbuch der Nachrichtentechnik. Hanser, 2008.
- Herbert Zwaraber: Praktischer Aufbau und Prüfung von Antennenanlagen. 9. Auflage, Hüthig, Heidelberg 1989, ISBN 3-7785-1807-0


