Pfaffen-Schwabenheim

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Pfaffen-Schwabenheim
Pfaffen-Schwabenheim
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Pfaffen-Schwabenheim hervorgehoben
49.8516666666677.9527777777778144Koordinaten: 49° 51′ N, 7° 57′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Bad Kreuznach
Verbandsgemeinde: Bad Kreuznach
Höhe: 144 m ü. NHN
Fläche: 5,18 km²
Einwohner: 1311 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 253 Einwohner je km²
Postleitzahl: 55546
Vorwahl: 06701
Kfz-Kennzeichen: KH
Gemeindeschlüssel: 07 1 33 078
Adresse der Verbandsverwaltung: Rheingrafenstraße 2
55543 Bad Kreuznach
Webpräsenz: www.vgvkh.de
Ortsbürgermeister: Hans-Peter Haas (CDU)
Lage der Ortsgemeinde Pfaffen-Schwabenheim im Landkreis Bad Kreuznach
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Über dieses Bild
Katholische Pfarrkirche

Pfaffen-Schwabenheim ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Bad Kreuznach in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Bad Kreuznach an.

Geschichte[Bearbeiten]

Pfaffen-Schwabenheim ist – wie alle rheinhessischen Orte mit der Endung -heim – eine fränkische Gründung des 5./6. Jahrhunderts. Es wurde als Suaboheim im Jahre 765 im Lorscher Kodex erstmals urkundlich erwähnt. Den vorangestellten Zusatz Pfaffen- erhielt es erst 1248 zur besseren Unterscheidung vom nahegelegenen Schwabenheim an der Selz. Namensgebend hierfür waren die Augustiner-Chorherren, die nach 1130 vom Mainzer Erzbischof Adalbert I. von Saarbrücken in das um 1040 von dem Seligen Eberhard VI. von Nellenburg mitgegründete Kloster eingesetzt wurden. Um 1120 kam der Ort als Mitgift der nellenburgischen Erbin Mechtild von Mörsberg an die Grafschaft Sponheim. Nach der Hausteilung von 1220 gehörte es zur Grafschaft Sponheim-Kreuznach, die - von dem imaginären Standort Mainz aus betrachtet - auch als die vordere Grafschaft Sponheim bezeichnet wird. Nach dem Aussterben der Grafen von Sponheim-Kreuznach im Jahre 1414 fiel es an die Grafschaft Sponheim-Starkenburg. Als 1437 auch die starkenburgische Linie ausstarb, kam Pfaffen-Schwabenheim an ein Kondominium der Markgrafschaft Baden und der Grafen von Veldenz. Letztere wurden 1444 vom Haus Pfalz-Simmern beerbt, das 1559 auch noch die Kurwürde erbte und 1685 ausstarb. Nach dem Ende des verheerenden Pfälzischen Erbfolgekriegs 1697 ließ die neue Kurlinie Pfalz-Neuburg im Zuge ihrer Rekatholisierungspolitik in Pfaffen-Schwabenheim die heute größte unverändert erhaltene barocke Klosteranlage in Rheinland-Pfalz errichten. Nach der Aufteilung des Kondominiums zwischen Baden und Kurpfalz 1707 gehörte Pfaffen-Schwabenheim mit dem Oberamt Kreuznach vollständig zur Kurpfalz. Nach der Französischen Revolution wurde der Ort 1792 im Zuge der Koalitionskriege von den Franzosen besetzt und 1797 dem Département du Mont-Tonnerre (Donnersberg) dem französischen Staatsgebiet einverleibt.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Pfaffen-Schwabenheim besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.

Sitzverteilung im gewählten Gemeinderat:[2]

  SPD CDU FWG Gesamt
2009 5 7 4 16 Sitze
2004 4 7 5 16 Sitze

Wappen[Bearbeiten]

Die Blasonierung des Wappens lautet: „In geteiltem Schild, oben in Silber die Halbfigur eines Augustiner-Mönches in Vorderansicht, beiderseitig begleitet von einem grünen Weinstock, unten in Blau und Gold geschachtet“.

Es wurde 1953 vom rheinland-pfälzischen Innenministerium genehmigt. Die Farben Blau und Gold entstammen den Grafen von Sponheim. Der Mönch verweist auf das Kloster, das bis 1802 im Ort bestand.


Vereine[Bearbeiten]

  • Im Ort ist die Fördergemeinschaft Kirchen, Klosteranlagen und Kulturdenkmäler engagiert, die sich um die Erhaltung, Pflege und Belebung ihrer Kulturdenkmäler wie der evangelischen Kirche, der katholischen Klosterkirche St. Mariä Himmelfahrt mit ihrem Augustiner Chorherrenstift und zahlreicher denkmalgeschützter Häuser kümmert.
  • Freiwillige Feuerwehr Pfaffen-Schwabenheim
  • Theaterverein Klosterbühne Pfaffen-Schwabenheim e.V.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Weinbau[Bearbeiten]

Pfaffen-Schwabenheim gehört zum „Weinbaubereich Bingen“ im Anbaugebiet Rheinhessen. Im Ort sind 16 Weinbaubetriebe tätig, die bestockte Rebfläche beträgt 160 Hektar. Etwa 80 % des angebauten Weins sind Weißweinrebsorten (Stand 2007). Im Jahre 1979 waren noch 56 Betriebe tätig, die damalige Rebfläche betrug 141 Hektar.[3]

Verkehr[Bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2009, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz - Infothek

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Pfaffen-Schwabenheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien