Pfeffernuss

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Pfeffernüsse

Die deutsche Küche kennt mindestens drei Arten von Pfeffernüssen. In Norddeutschland sind sie ein halbkugelig-lebkuchenartiges Gebäck. Ihr Durchmesser beträgt ca. sechs bis acht Zentimeter. Die süddeutsche Backstube kennt die Pfeffernuss als Eiweißgebäck. Sie werden vor allem in der Adventszeit angeboten und gegessen. In Sachsen sind es kleine Pfefferkuchen ohne Guss.

Pfeffer ist in ihnen meist nicht enthalten, der Lebkuchenteig in Norddeutschland jedoch ist würzig. Wie bei den Lebkuchen, die auch „Pfefferkuchen“ genannt werden, geht die Bezeichnung wohl auf das Mittelalter zurück, als die exotischen Gewürze ganz allgemein als „Pfeffer“ bezeichnet wurden. Die Außenseite der Pfeffernüsse ist in der Regel mit einem weißen Zuckerguss versehen. In neuerer Zeit findet sich oft auch die glatte Unterseite mit einem zusätzlichen Schokoladenüberzug. Spezielle Pfeffernüsse sind auch mit rosa Zucker bestrichen oder sind zusätzlich mit zuckrigen Liebesperlen verziert.

In Süddeutschland wird der Teig mit Zitronat und Orangeat, oft auch Mandeln, hergestellt. Er muss über Nacht trocknen und hat nach dem Backen idealerweise ein schönes "Füßchen".

In Sachsen sind es kleine, etwa 3 Zentimeter messende, nicht überzogene Pfefferkuchen, welche von einer Teigrolle abgeschnitten und gebacken werden. Dadurch erscheinen die Pfeffernüsse leicht eckig bzw. mit einer glatten Schnittkante. Sie sind relativ trocken und entfalten ihren unverwechselbaren Geschmack erst während das Kauens.

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