Pfingstsequenz
Die Pfingstsequenz Veni Sancte Spiritus ist eine lateinische Dichtung, mit welcher die gläubige Gemeinde den heiligen Geist um Beistand bittet. Sie erinnert an die erste Herabkunft des Heiligen Geistes an Pfingsten (Apg 2 EU) und an die Gaben des Heiligen Geistes.
Der Text wird Stephen Langton (um 1150 bis 1228) zugeschrieben.
Veni Sancte Spiritus gehört zu den vier Sequenzen, die nach der Liturgiereform durch das tridentinische Konzil (1545 bis 1563) beibehalten wurden. Das Gotteslob enthält den Originaltext (Nummer 243) und eine Nachdichtung von Maria Luise Thurmair und Markus Jenny (Nummer 244).
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Text der Pfingstsequenz
| Latein | Wörtliche Übersetzung | Heinrich Bone 1847 |
|---|---|---|
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Veni, Sancte Spiritus, |
Komm, heiliger Geist,
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Komm, o Geist der Heiligkeit! |
Singt man die Sequenz nach dem Ruf vor dem Evangelium, schließt man mit Amen, Halleluja.
[Bearbeiten] Weitere Vertonungen
Der Text wurde von Komponisten verschiedener Epochen vertont. Zu den bedeutendsten Vertonungen zählen u.a.:
- Adrian Willaert: Veni Sancte Spiritus
- William Byrd: Veni Sancte Spiritus
- Heinrich Schütz Veni Sancte Spiritus (SWV 328)
- Morten Lauridsen: Veni Sancte Spiritus als Teil des nichtliturgischen Requiems Lux Aeterna
- Jacques Berthier: Veni Lumen
Auch Wolfgang Amadeus Mozart hat ein Werk mit dem Titel Veni Sancte Spiritus (KV 47) vertont, jedoch handelt es beim Text nicht um die Pfingstsequenz, sondern um das Pfingstoffertorium.
[Bearbeiten] Siehe auch
- Pfingsthymnus „Veni creator spiritus“
[Bearbeiten] Literatur
- Gottesdienst. Gebets- und Gesangbuch für das Erzbistum München und Freising. München, Verlag J. Pfeiffer, 1958.