Phaeton (Oper)

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Werkdaten
Titel: Phaeton
Originaltitel: Phaeton
Form: tragédie en musique
Originalsprache: französisch
Musik: Jean-Baptiste Lully
Libretto: Philippe Quinault
Literarische Vorlage: Metamorphosen des Ovid
Uraufführung: 6. Januar 1683
Ort der Uraufführung: Versailles
Ort und Zeit der Handlung: Ägypten
Personen

Die tragédie en musique Phaeton war die letzte Oper von Jean-Baptiste Lully und Philippe Quinault. Sie basiert auf den Metamorphosen des römischen Dichters Ovid. Die Uraufführung fand am 6. Januar 1683 in Versailles statt.

Inhalt[Bearbeiten]

Akt I[Bearbeiten]

Ort: Garten, Grotte

Libye, die Tochter des ägyptischen Königs Merops, und Théone, die Tochter des Meeresgottes Protee, werden vorgestellt: Beide sind unglücklich: Libye liebt Epaphus und Théone liebt Phaeton, den Sohn von Clymene, der Ehefrau des Merops. Théone fühlt sich von Phaeton vernachlässigt, Libye hat Angst vor einer Entscheidung ihres Vaters: Merops will nämlich noch am selben Tag seinen Nachfolger ernennen. Es wird schnell klar, dass Phaeton Merops' Nachfolger sein will und auch dies auch wird. Clymene überzeugt ihren Bruder, den Meeresgott Triton, seinen Untergebenen, Protee, zu zwingen, sich über das Schicksal Phaetons zu äußern. Dieser sagt Phaeton ein schreckliches Ende voraus.

Akt II[Bearbeiten]

Ort: Saal im Palast des Königs Merops

Clymene berichtet Phaeton von Protees Weissagung, doch dieser glaubt ihr nicht, er ist zuversichtlich und voller Ehrgeiz. Théone und Libye sind unglücklich, die eine über den Verlust Phaetons, die andere über die Zwangsheirat mit Phaeton.


Akt III[Bearbeiten]

Ort: Tempel der Isis

Phaeton und Gefolge gehen zum Tempel der Isis, um Opfergaben zu bringen. Epaphus kann die Entscheidung des Merops nicht akzeptieren und bezweifelt, dass Phaeton Sohn der Sonne ist. Er ruft außerdem seine Mutter an, den Frevel zu unterbinden: Die Pforten des Tempels schließen sich erst, um danach praktisch als Tor der Unterwelt wieder zu öffnen und die Versammlung zu verschrecken. Phaeton bleibt standhaft und zwingt seine Mutter die Vaterschaft der Sonne zu bezeugen. Daraufhin wird Phaeton von Winden zum Palast der Sonne getragen.


Akt IV[Bearbeiten]

Ort: Palast der Sonne

Lobpreisungen an die Sonne durch die Jahreszeiten und die Stunden des Tages, anschließend ein Gespräch zwischen der Sonne und Phaeton, bei der diese voll zu ihrem Sohn steht. Phaeton wird zum Beweis seiner Abstammung ein Wunsch gewährt, er will den Sonnenwaagen lenken. Sein Vater versucht ihn im Anblick der Gefahr davon abzubringen, scheitert aber und muss seinem Sohn schließlich das Versprechen gewähren. 


Akt V[Bearbeiten]

Ort: liebliche Landschaft

Phaeton auf dem Sonnenwagen. Erst Begeisterung bei den Bewohnern der Erde, dann, nachdem klar wird das Phaeton die Kontrolle über den Sonnenwaagen verliert, entsetzen und Chaos. Jupiter rettet die Erde, indem er Phaeton und den Sonnenwaagen mit einem Blitz zerschmettert.

Personenkonstellation[Bearbeiten]

Übersicht der Personenkonstellation

Literatur (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Norman Buford: Touched by the graces. The libretti of Philippe Quinault in the context of French classicism. Summa Publications, Birmingham, 2001.
  • Joyce Newman: Jean-Baptiste de Lully and his tragédies lyriques. UMI Research Press, Ann Arbor, Michigan 1979.

Weblinks[Bearbeiten]