Phetchaburi (Provinz)
| Phetchaburi | |
|---|---|
| เพชรบุรี | |
| Statistik | |
| Hauptstadt: | Phetchaburi |
| Tel.vorwahl: | 032 |
| Fläche: | 6.225,1 km² 36. |
| Einwohner: | 461.239 (2009) 58. |
| Bev.dichte: | 74 E/km² 65. |
| Gouverneur: | |
| Karte | |
Phetchaburi (Thai: เพชรบุรี, gesprochen: [pʰétbùriː], auf Deutsch „Stadt der Diamanten“) ist eine Provinz (Changwat) im südlichen Teil Zentralthailands.
Inhaltsverzeichnis |
Geographie [Bearbeiten]
Die Provinz liegt am nördlichen Ende der Malaiischen Halbinsel und etwa 170 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Bangkok. Landschaftlich ist das Territorium recht unterschiedlich gegliedert: im Osten liegt die Küste des Golfes von Thailand, zum Westen hin steigt es hinauf in das Tenasserim-Gebirge, das die natürliche Grenze zu Myanmar (Birma) bildet.
In diesem Gebiet liegt der 3000 km² große Nationalpark Kaeng Krachan. Er nimmt etwa die Hälfte der Provinz ein und ist Thailands flächengrößter Park. Er ist hauptsächlich mit Regenwald in den Bergen entlang der Grenze zu Myanmar bedeckt, außerdem liegt hier die Kaeng Krachan-Talsperre. In der Provinz gibt es zahlreiche Höhlen. Die eindrucksvollste heißt „Khao Luang“ und befindet sich nahe der Provinzhauptstadt. Durch ein Loch in der Höhlendecke werden die dort ausgestellten Buddha-Statuen in beeindruckender Weise beleuchtet.
Der Rest der Provinz ist flaches Land, auf dem Reis und Früchte angebaut werden.
| Angrenzende Provinzen und Gebiete: | |
|---|---|
| Norden | Ratchaburi und Samut Songkhram |
| Osten | Küste zum Golf von Thailand |
| Süden | Prachuap Khiri Khan |
| Westen | Landesgrenze zu Myanmar |
Wichtige Städte [Bearbeiten]
Klima [Bearbeiten]
Das Klima ist tropisch-monsunal. Im Jahr 2009 lag die Höchsttemperatur bei 37,2 °C, die tiefste Temperatur war 19,0 °C. An 99 Tagen gab es im gleichen Zeitraum Niederschläöge von insgesamt 871,3 mm[1].
Wirtschaft [Bearbeiten]
Bereits seit Jahrhunderten wird in der Provinz Zuckerrohr angebaut, das früher zur Produktion von Rohrzucker diente, heute aber auch für die Gewinnung von Öko-Kraftstoff genutzt wird.
Im Jahr 2008 betrug das Gross Provincial Product der Provinz 55,678 Milliarden Baht[2]. Der Mindestlohn in der Provinz Phetchaburi beträgt seit Anfang 2011 179 Baht (etwa 4,5 €).
Daten [Bearbeiten]
Die unten stehende Tabelle zeigt den Anteil der Wirtschaftszweige am Gross Provincial Product in %.
| Wirtschaftszweig | 2006 | 2007 | 2008 |
|---|---|---|---|
| Landwirtschaft | 19,8 | 20,5 | 22,1 |
| Industrie | 21,4 | 19,6 | 18,3 |
| Andere | 58,8 | 59,9 | 59,6 |
Alle Angaben in %[3]
Geschichte [Bearbeiten]
Die Geschichte des Gebiets reicht zurück bis in die Zeit der Mon im 8. Jahrhundert, doch schon davor war hier ein wichtiges Handelszentrum.
Im Zuge der Eroberungen von König Ramkhamhaeng kam Phetchaburi im 13. Jahrhundert als Vasall zu Sukhothai, dem ersten Reich der Thai. Nach dessen Übernahme durch Ayutthaya blieb die Gegend unter siamesischem Einfluss. 1350 wurde sie mit der Krönung von König Ramathibodi I. dem Reich einverleibt.
Im 17./18. Jahrhundert war hier offenbar ein künstlerisches Zentrum, wie die besonders schönen Malereien im Wat Yai Suvannaram und im Wat Kaeo Sutharam zeigen.
König Mongkut (Rama IV.) ließ nahe der Stadt Phetchaburi einen Palast errichten, der im Allgemeinen als Khao Wang bekannt ist und heute Teil des Geschichtsparks Phra Nakhon Khiri ist.
Wappen [Bearbeiten]
Das Wappen der Provinz Phetchaburi zeigt im Hintergrund den Palast Khao Wang, davor sind Reisfelder zwischen zwei Palmenbäumen angeordnet. Dies symbolisiert die wichtigsten Erzeugnisse der Provinz.
Der lokale Baum ist Jambulbaum (Eugenia cumini).
Der Wahlspruch der Provinz Phetchaburi lautet:
- „Khao Wang ist ein wohlbekannter Palast in den Bergen,
- Süße Desserts werden überall angeboten,
- Die Provinz der religiös Ergebenen und ausgezeichneter Künstler,
- Die wunderschöne See schlägt Wellen, langsam, manchmal auch schneller.“
Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
- Nationalparks:
- Der Kaeng Krachan National Park ist der 28. Nationalpark Thailands, eingerichtet 1981, 2.914,7 km² groß, bildet die Wasserscheide der Flüsse Phetchaburi und Pranburi.
Verwaltungseinheiten [Bearbeiten]
Die Provinz ist in 8 Kreise (Amphoe) unterteilt. Diese sind weiter in 93 Gemeinden (Tambon) und 681 Dörfer (Muban) unterteilt.
| Amphoe | Amphoe |
|---|---|
|
|
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Thailand in Figures (2011), S. 303
- ↑ Thailand in Figures (2011), S. 303
- ↑ Thailand in Figures (2011)
Literatur [Bearbeiten]
- Michael Smithies: Early Accounts of Phetchaburi. The Siam Society, Bangkok 1987, ISBN 974-8298-10-8
- Thailand in Figures. 13. A. Bangkok: Alpha Research 2011. ISBN 9786167526034.
Weblinks [Bearbeiten]
- Übersichtskarte der Provinz Phetchaburi (Bezeichnungen auf Englisch und Thai)
- Deutsche Informationen der Tourist Authority of Thailand (TAT)
- Beschreibung des Kaeng Krachan Nationalparks (auf Englisch)
Norden: Chiang Mai | Chiang Rai | Kamphaeng Phet | Lampang | Lamphun | Mae Hong Son | Nakhon Sawan | Nan | Phayao | Phetchabun | Phichit | Phitsanulok | Phrae | Sukhothai | Tak | Uthai Thani | Uttaradit
Nordosten: Amnat Charoen | Bueng Kan | Buriram | Chaiyaphum | Kalasin | Khon Kaen | Loei | Maha Sarakham | Mukdahan | Nakhon Phanom | Nakhon Ratchasima | Nongbua Lamphu | Nong Khai | Roi Et | Sakon Nakhon | Si Saket | Surin | Ubon Ratchathani | Udon Thani | Yasothon
Zentral: Ang Thong | Ayutthaya | Bangkok | Chachoengsao | Chainat | Chanthaburi | Chonburi | Kanchanaburi | Lopburi | Nakhon Nayok | Nakhon Pathom | Nonthaburi | Pathum Thani | Phetchaburi | Prachinburi | Prachuap Khiri Khan | Ratchaburi | Rayong | Sa Kaeo | Samut Prakan | Samut Sakhon | Samut Songkhram | Saraburi | Singburi | Suphanburi | Trat
Süden: Chumphon | Krabi | Nakhon Si Thammarat | Narathiwat | Pattani | Phangnga | Phatthalung | Phuket | Ranong | Satun | Songkhla | Surat Thani | Trang | Yala
13.11055555555699.946388888889Koordinaten: 13° N, 100° O
