Phil Mickelson

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Phil Mickelson Golfspieler
Phil Mickelson
Personalia
Nationalität: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Spitzname: Lefty (weil er linkshändig spielt) oder Phil the Thrill (weil er wegen seines aggressiven Spiels oft in Probleme gerät aus denen er sich dann oft mit seinem hervorragendem Kurzspiel wieder befreit)
Karrieredaten
Profi seit: 1992
Derzeitige Tour: PGA TOUR
Turniersiege: 50
Majorsiege: 5 (2004, 2005, 2006, 2010, 2013)
Auszeichnungen: World Golf Hall of Fame (2012)

Philip Alfred Mickelson (* 16. Juni 1970 in San Diego, Kalifornien) ist ein linkshändig spielender, US-amerikanischer Profigolfer der PGA TOUR.

Seine bisher beste Saison war das Jahr 2004, in der er mit dem US-Masters sein erstes Major-Turnier gewann und in den drei anderen Majors in den Top 10 landete. Mit dem Masters- Gewinn konnte er den ihm bis dahin von vielen zugeschriebenen ‚Titel‘ ‚bester Golfer ohne einen Major-Sieg‘ ablegen. Bei den PGA Championship 2005 im Baltusrol Golf Club konnte er seinen zweiten Sieg bei einem Major-Turnier feiern. Beim US-Masters 2006 holte sich Mickelson erneut das begehrte Green Jacket und ist nun einer von 16 Spielern, welche das wohl bedeutendste Majorturnier im Golf mehr als einmal gewinnen konnten. Zudem gelang es ihm, einen so genannten back-to-back Majorsieg zu erringen, da das US-Masters immer der PGA Championship des Vorjahres nachfolgt. Eine weitere Besonderheit schaffte Mickelson mit einem back-to-back Sieg auf der PGA Tour bezüglich der Vorwoche. Er gewann nämlich zuvor die Bell South Classic in Duluth, Georgia mit 13 Schlägen Vorsprung. Mit dem Sieg beim unter den Spielern als fünftes Major geltenden The PLAYERS Championship gelang ihm im Mai 2007, neben seinen bis dahin drei Major-Siegen, einer der größten Erfolge seiner Karriere. Im Jahr 2010 sicherte er sich zum dritten Mal den Sieg beim The Masters. Im Laufe des Jahres schmolz Tiger Woods' Vorsprung als Nr. 1 in der Weltrangliste auf ein Minimum. Mickelson hatte bei zwölf Turnieren die Chance, Woods an der Spitze abzulösen, konnte jedoch keine einzige nutzen und wurde stattdessen im Oktober 2010 von Lee Westwood auf Rang 3 verdrängt. Im Jahr 2012 wurde Phil Mickelson in die World Golf Hall of Fame aufgenommen. Als erstem Spieler überhaupt gelang ihm im Jahr 2013 die Scottish Open und in der darauffolgenden Woche die Open Championship zu gewinnen.

Seit 1994 spielte er in jedem Presidents Cup und Ryder Cup Team, mit jeweils zehn und neun Teilnahmen (Stand 2013). Er ist er alleiniger US Rekordspieler in der Ryder Cup Geschichte. Mickelson genießt eine große Beliebtheit beim Publikum, was auf seine spektakuläre Spielweise, aber auch auf seine sympathisch wirkende Persönlichkeit zurückzuführen ist. Mit einem Einkommen von 49,5 Millionen Euro im Jahr 2008 ist er hinter Tiger Woods der bestverdienende Sportler.

Phil Mickelson ist verheiratet mit Amy, geborene McBride, und hat drei Kinder: Amanda, Sophia und Evan.

Das Spiel[Bearbeiten]

Wie sein Berufskollege Mike Weir ist auch er ein Rechtshänder, der linkshändig golft. Als herausragend gilt sein kurzes Spiel, was ihm den Spitznamen "Wedge Wizard" einbrachte - die neueren PGA-Statistiken spiegeln diese Eigenschaft allerdings nicht vollständig wider: Seine Rangpositionen z. B. im Scrambling (gerettete Pars nach verfehlten Grüns) oder Sand Saves (gerettete Pars nach Bunkerschlägen) sind gut, aber nicht spitze.

"Statistisch nachweisbar" ist Mickelson aber einer der besten Putter der PGA Tour - so hatte er in der Sainon 2013 die Rangposition 6 (von 180) in der Statistik "Strokes Gained" inne. Dabei ist bemerkenswert, dass er nach einem eher schwachen Jahr 2011 mit dem Putter in der darauffolgenden Saison erfolgreich den Puttgriff änderte (zum "Claw-Grip" - die in seinem Fall linke Hand umschließt nicht den Griff den Putters, sondern die ausgestreckten Zeige- und Mittelfinger legen sich an denselben). 2013 kehrte Mickelson bei gleichbleibendem Erfolg zum konventionellen Griff zurück, allerdings war zu beobachten, dass er bei The Barclay's innerhalb einer Runde wieder auf den Claw-Grip zurückkam. Beim Putten zeigt er eine der wenigen optisch auffallenden Besonderheiten seines ansonsten recht schulmäßigen Spiels: Nach dem Ansprechen des Balles "kippt" er den Schläger unmittelbar vor dem Rückschwung in Schlagrichtung.

Eher problematisch ist sein Spiel mit dem Driver: Trotz einer eher mittelmäßigen Länge seiner Drives (im Schnitt 287,9 Yards - Rang 93) traf er 2013 nur 57,27% der Fairways, das ist Rang 152 der PGA Tour.

PGA TOUR Siege (41)[Bearbeiten]

Major Championships sind fett gedruckt!

Andere Turniersiege[Bearbeiten]

Teilnahmen an Mannschaftswettbewerben[Bearbeiten]

Amateur

  • Walker Cup: 1989, 1991 (Sieger)
  • Eisenhower Trophy: 1990

Professional

  • Presidents Cup: 1994 (Sieger), 1996 (Sieger), 1998, 2000 (Sieger), 2003 (remis), 2005 (Sieger), 2007 (Sieger), 2009 (Sieger), 2011 (Sieger), 2013 (Sieger)
  • Ryder Cup: 1995, 1997, 1999 (Sieger), 2002, 2004, 2006, 2008 (Sieger), 2010, 2012
  • Alfred Dunhill Cup: 1996 (Sieger)

Resultate in Major Championships[Bearbeiten]

Turnier 1990 1991 1992 1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009
The Masters DNP T46 LA DNP T34 DNP T7 3 CUT T12 T6 T7 3 3 3 1 10 1 T24 T5 5
US Open T29 LA T55 LA CUT DNP T47 T4 T94 T43 T10 2 T16 T7 2 T55 2 T33 T2 CUT T18 T2
The Open Championship DNP T73 DNP DNP CUT T40 T41 T24 79 CUT T11 T30 T66 T59 3 T60 T22 CUT T19 DNP
PGA Championship DNP DNP DNP T6 3 CUT T8 T29 T34 T57 T9 2 T34 T23 T6 1 T16 T32 T7 73
Turnier 2010 2011 2012 2013 2014
The Masters 1 T27 T3 T54 CUT
US Open T4 T54 T65 T2
The Open Championship T48 T2 CUT 1
PGA Championship T12 T19 T36 T72

LA = Bester Amateur
DNP = nicht teilgenommen
CUT = Cut nicht geschafft
"T" geteilte Platzierung
Grüner Hintergrund für Sieg
Gelber Hintergrund für Top 10.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Phil Mickelson – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

(alle englisch)