Philadelphia (Asien)

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Philadelphia (Φιλαδελφία) war eine antike Stadt in der Landschaft Lydien in Kleinasien (heute Türkei). Sie lag südlich des Kogamis am Fuß des Tmolosgebirges an der Verbindungsstraße zwischen Sardes und Kolossai, an der Stelle des heutigen Alaşehir.

Philadelphia wurde im 2. Jahrhundert v. Chr. von dem pergamenischen König Attalos II. Philadelphos gegründet. Der Name (Philadelphia = "Bruderliebe") geht auf die enge Beziehung zwischen Attalos und seinem Bruder Eumenes II. zurück.

Die Stadt wurde mehrmals von Erdbeben zerstört und lag zu Strabons Zeiten (63 v. - 23 n. Chr.) fast ganz in Trümmern. Die Stadt wurde immer wieder aufgebaut und konnte sich als letzte byzantinische Stadt in Kleinasien bis 1390 gegen die Osmanen verteidigen. Als Philadelphia fiel, befand sich das übrige Kleinasien bereits seit etwa 50 Jahren unter osmanischer Herrschaft (bis auf das Kaiserreich von Trapezunt, das die Osmanen erst 1461 besetzten). Unter osmanischer Herrschaft wurde die Stadt in Alaşehir („Stadt Gottes“ bzw. „Stadt Allahs“) umbenannt. Als der Mongolenkhan Timur (Tamerlan, gestorben 1405) die christlichen Gemeinden Kleinasiens vernichtete, wurde Philadelphia nach Ludwig Albrecht wie durch ein Wunder errettet.

Die dortige christliche Gemeinde war − wie beispielsweise auch Ephesos - Empfänger eines Sendschreibens der Apokalypse (Offenbarung des Johannes 3,7-13) an die sieben Gemeinden, worin ihr Beharrungsvermögen während der Christenverfolgung hervorgehoben wurde.

Koordinaten: 38° 21' 00" N, 28° 31' 00" O

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