Philip Kerr

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel behandelt den Schriftsteller Philip Kerr. Zum Politiker, Journalisten und Diplomaten siehe Philip Kerr, 11. Marquess of Lothian.

Philip Kerr (Aussprache: [kaː]; * 1956 in Edinburgh/Schottland) ist ein britischer Krimi-, Thriller- und Fantasy-Autor. Für seinen Roman Das Wittgensteinprogramm und seinen High-Tech-Thriller Game Over erhielt er den Deutschen Krimi Preis.

Leben[Bearbeiten]

Philip Kerr studierte Jura und Rechtsphilosophie an der University of Birmingham und arbeitete anschließend in einer Werbeagentur. 1989 erschien sein erster Roman March Violets (dt. Feuer in Berlin), der in den 1930er Jahren in Berlin spielt, eine Mischung aus historischem Roman und Thriller, der international Anerkennung fand und in Frankreich mit dem Prix du Roman d'Aventures und Prix Mystère de la critique ausgezeichnet wurde. Aus dem Debüt entwickelte sich die Krimitrilogie Berlin Noir um den Privatdetektiv und ehemaligen Kriminaloberkommissar Bernhard Gunther.

Diese Reihe führte Kerr mit den zwischen 2006 und 2009 erschienenen Romanen The One from the Other (dt. Das Janus-Projekt), A Quiet Flame (dt. Das letzte Experiment) und If The Dead Rise Not (dt. Die Adlonverschwörung) fort. Mit den in diesen Romanen eingebauten Vorgeschichten erzählen sie das Leben Bernhard Gunthers von 1932 zu seiner Zeit bei der Berliner Kriminalpolizei vor der Machtergreifung der Nazis über seine Flucht auf den Rattenlinien nach Buenos Aires (1952) bis zu seiner Ankunft 1954 auf Kuba. 2010 erschien ein weiterer Band mit dem englischen Titel Field Grey (dt. Mission Walhalla), in dem es den Protagonisten von Kuba in das Grenzdurchgangslager Friedland verschlägt. Das achte Buch der Reihe, das 2011 unter dem Originaltitel Prague Fatale (dt. Böhmisches Blut) erschien, befasst sich überwiegend mit den Ereignissen um das Prager Attentat auf Reinhard Heydrich und ist zwischen 1941 und 1942 angesiedelt. Der bislang letzte Band in der Reihe A Man Without Breath schildert Geschehnisse im Umfeld der Ermittlungen zu den Massengräbern im Wald von Katyn im Jahre 1943.

Verschiedene der als Nebenpersonen in den Handlungen der Romane um Bernhard Gunther auftretenden Personen sind nicht fiktiv, so etwa Ernst Gennat und Bernhard Weiß als auch Adolf Eichmann, Horst Carlos Fuldner oder Joseph Mengele.

Seit 2004 schreibt er als P. B. Kerr an der Fantasy-Jugendbuch-Serie, Children of the Lamp, über die zu Beginn zwölfjährigen magischen Zwillinge John und Philippa Gaunt aus New York, die durch allerlei merkwürdige Ereignisse erkennen, dass sie keineswegs normale Kinder sind, sondern Nachfahren der Dschinn, „Kinder der Lampe“ wie die Geister aus Tausendundeiner Nacht. 2009 kam das Buch Geheimmission Mond auf den Markt.

Kerr lebt mit seiner Frau, der Schriftstellerin Jane Thynne, und seinen drei Kindern in London.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

unter Philip Kerr[Bearbeiten]

Bernhard-Gunther-Reihe
Weitere Bücher

unter P. B. Kerr[Bearbeiten]

Children of the Lamp - Zyklus (Die Kinder des Dschinn)
weitere Werke

Weblinks[Bearbeiten]