Philip Potter

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Philip Alford Potter (* 19. August 1921 in Roseau, Dominica) ist ein methodistischer Pastor und war dritter Generalsekretär des Ökumenischen Rates der Kirchen (1972–1984).

Potter in Halle, 1973.

Leben[Bearbeiten]

Potter wurde 1921 als Sohn eines Gymnasiallehrers in Roseau geboren und arbeitete von 1937 bis 1943 als Sekretär bei einem Anwalt. Ab 1940 war er ehrenamtlich als Prediger der methodistischen Kirche auf Dominica, ab 1943 als Prediger auf Nevis tätig. Von 1944 bis 1948 studierte er Theologie in Kingston, Jamaika und London. Nach seinem Abschluss arbeitete er bis 1950 als Sekretär beim englischen Christlichen Studenten-Weltbund. Von 1950 an war er Superintendent der westindischen methodistischen Kirche auf Haiti, bevor er 1954 als Sekretär der Jugendabteilung des Ökumenischen Rates der Kirchen nach Genf wechselte, wo er 1958 zum leitendem Sekretär befördert wurde. 1956 heiratete er Doreen Cousins. Von 1960 bis 1968 war er Präsident des Christlichen Studentenweltbundes, 1961 bis 1967 gleichzeitig auch Sekretär der Methodistischen Missionsgesellschaft in England für Afrika und die Westindischen Inseln. 1967 bis 1972 arbeitete er als Direktor der Abteilung für Weltmission und Evangelisation des Ökumenischen Rates der Kirchen in Genf. Am 20. August wurde er zum Generalsekretär des Ökumenischen Rates gewählt. Dieses Amt bekleidete er bis 1984. Seit 1985 ist Potter, der seit 1980 verwitwet war, in zweiter Ehe mit Bärbel Wartenberg-Potter verheiratet. Nach Potters Pensionierung zogen die beiden nach Jamaika, wo sie an der Universität in Kingston Theologie lehrten. Seit 2001, als seine Frau zur Bischöfin von Lübeck gewählt wurde, leben beide in Lübeck.

Ehrungen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Johannes Althausen: Philip A. Potter - Prediger der Solidarität, (Christ in der Welt ; 39), Union Verlag Berlin, 1976, 28 Seiten

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ehrendoktoren der Theologischen Fakultät der Universität Uppsala
  2. Südafrikanische Regierung ehrt Theologen Philip Potter, 22. April 2008, Evangelische Kirche in Deutschland