Philipp Brammer

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Philipp Brammer (* 28. August 1969 in Gräfelfing bei München; † 28. Juli 2014 bei Ramsau) war ein deutscher Schauspieler und Synchronsprecher.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Philipp Brammer war der Sohn des Schauspielerehepaars Dieter Brammer (unter Gustaf Gründgens am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg) und Inge Rassaerts (Reinhardtseminaristin), das mit dem Ensemble „Die Brücke“ 1960–1974 in 90 Ländern spielte. Seine ältere Schwester ist die Schauspielerin Christiane Brammer (Die Fallers – Eine Schwarzwaldfamilie).

Bereits mit zehn Jahren startete Brammer, der 1988 das Abitur ablegte, als Synchronsprecher in der Serie Die Bären sind los seine Fernsehkarriere, war dann sogleich die deutsche Stimme von Nils Holgersson (in Deutschland 1981/1982 ausgestrahlt), später übernahm er unter anderem die Synchronisation von Jason Priestley und von Andrew Garvey in Unsere kleine Farm. In der ARD-Serie Lindenstraße war er von Folge 947 bis 1075 als Lehrer Jan Günzel zu sehen.

Auch in zahlreichen Theaterstücken wirkte Philipp Brammer mit, so als Bernhard in Tod eines Handlungsreisenden von Arthur Miller (Tournee, 1996/97), als Paul in Geschwister von Klaus Mann (Theater44, München 1997), als Vinzenz in dem Drama Pfarrhauskomödie von Heinrich Lautensack (Theater44, München 2000), als Mozart in Mozart auf der Reise zu uns (Hildesheim, München 2000/2001), in Isar-Athen von Stefan Kastner (Schwere Reiter, München 2008), als Hans in Die Bergsteiger (Stefan Kastner, Schwere Reiter, München 2009), als Heraklit in Heraklits letzte Tage (Stefan Kastner, Schwere Reiter, München 2011), als Daniel Cohn-Bendit in Germania 1 – Dinkelhofen (Stefan Kastner, Schwere Reiter, München 2012), als Hans Werner Henze in Germania II - Paradiso (Stefan Kastner, Schwere Reiter, München 2014).

Brammer galt seit dem 28. Juli 2014 als vermisst, als er nach einer Bergtour auf den Edelweißlahner nicht zurückkehrte. Am 1. August 2014 fand ein Team der Bergwacht und Polizei Brammers Leichnam im Bereich des Edelweißlahnersteigs. Er war 70 Meter in die Tiefe gestürzt.[1] Die Einsatzkräfte stellten außerdem den Ausbruch einer rund 50 mal 60 Zentimeter großen Felsplatte fest, der vermutlich der Grund für den Absturz war.[2]

Brammer, der zuletzt in München lebte, hinterließ seine Ehefrau, die Schauspielerin und Drehbuchautorin Dominique Lorenz, und zwei Töchter. Am 8. August 2014 wurde Brammer nach einem Requiem in der St. Stephanskirche von Gräfelfing auf dem Friedhof seines Geburtsortes beigesetzt.[3]

Filmographie (Auswahl)[Bearbeiten]

Synchronisation[Bearbeiten]

Filme[Bearbeiten]

Real- und Zeichentrickserien[Bearbeiten]

Computerspiele[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. focus.de: 70 Meter in die Tiefe gestürzt – „Lindenstraßen“-Star Philipp Brammer ist tot Artikel vom 1. August 2014
  2. traunsteiner-tagblatt.de: Philipp Brammer ist tot Artikel vom 2. August 2014
  3. tz.de: Philipp Brammer: Witwe hält zum Abschied bewegende Rede Artikel vom 8. August 2014