Carl Philipp Emanuel Bach

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Carl Philipp Emanuel Bach. Werk von Franz Conrad Löhr (1735–1812)

Carl Philipp Emanuel Bach (* 8. März 1714 in Weimar; † 14. Dezember 1788 in Hamburg), auch der Berliner oder Hamburger Bach genannt, war ein deutscher Komponist und Kirchenmusiker aus der Familie Bach. Er war der berühmteste der Bachsöhne und genoss im protestantischen Deutschland der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts uneingeschränkte Bewunderung und Anerkennung, insbesondere als Lehrer und Komponist von Werken für Tasteninstrumente.[1]

Leben[Bearbeiten]

Frühe Jahre[Bearbeiten]

Gedenktafel am Haus Markt 18 in Weimar
Carl Philipp Emanuel Bach, Büste im Schauspielhaus Berlin

Carl Philipp Emanuel Bach wurde als zweiter überlebender Sohn Johann Sebastian Bachs[2] und dessen erster Frau Maria Barbara geboren. Seine Taufpaten waren Georg Philipp Telemann, zudem der Pagenmeister Adam Immanuel Weldig (bis 1713 Vermieter der Familie Bach in Weimar) und Catharina Dorothea Altmann (Frau des Kammerherrn C. F. Altmann aus Arnstadt). Mit seiner Familie zog er 1717 nach Köthen, wo seine leibliche Mutter 1720 verstarb, und 1723 nach Leipzig, als sein Vater dort Thomaskantor wurde und als Lehrer an der Thomasschule seine sämtlichen Söhne unterrichtete.[3] 1731 begann er ein Studium der Rechtswissenschaft an der Universität Leipzig. Nach einer erfolglosen Bewerbung als Organist an der Wenzelskirche in Naumburg im Jahre 1732 immatrikulierte er sich 1734 an der Universität Viadrina in Frankfurt (Oder), wo er Mitglied des dortigen Collegium musicum war. Neben eigenen frühen Kompositionen führte er dort Werke seines Vaters auf, darunter die Ouvertüre in D-Dur mit dem berühmten Air, die Kaffeekantate und das Cembalokonzert in d-Moll BWV 1052, in einem Arrangement, das wahrscheinlich von ihm selbst stammt (BWV 1052a).[4] 1738 schloss er seine Studien ab, gab aber seine Pläne für eine Akademikerlaufbahn auf, um sich der Musik zu widmen.

Adolph Menzel: Das Flötenkonzert Friedrich des Großen in Sanssouci, Öl auf Leinwand, 1852. Am Cembalo sitzt Carl Philipp Emanuel Bach. Er stand 28 Jahre im Dienst des Königs.

Bach komponierte von 1731 an. Auf seine ersten Kompositionsversuche scheint er jedoch wenig Wert gelegt zu haben, zumindest verdeutlicht die These ein Brief von ihm aus dem Jahre 1786.

„Vergeben Sie mir mein Geschwätze und Geschmier! Das Poßierlichste von allem ist die gnädige Vorsicht des Königes, wo durch Händels Jugendarbeiten bis aufs äußerste verwahrt werden. Ich vergleiche mich gar nicht mit Händeln, doch habe ich vor kurzem ein Ries u. mehr alte Arbeiten von mir verbrannt u. freue mich, daß sie nicht mehr sind.“

Eine ähnliche Anmerkung findet sich auch im Katalog von Bachs „clavierwerken“ (1772).

Im Dienste Friedrichs II. (Preußen)[Bearbeiten]

1738 wurde er als Cembalist nach Ruppin in die Kapelle des preußischen Kronprinzen Friedrich berufen und war aus diesem Grunde gezwungen, ein Angebot von Heinrich Christian von Keyserlingk, einem Sohn von Hermann Carl von Keyserlingk, abzulehnen, der ihm vorschlug, ihn auf einer Bildungsreise zu begleiten. 1741 erhielt Bach eine Festanstellung als Konzertcembalist in der Hofkapelle des im Jahr zuvor (1740) zum König gekrönten Friedrich II. Bach war damals einer der berühmtesten „Clavieristen“ Europas. Für das Cembalo – sein Lieblingsinstrument – hat er rund 150 Sonaten und über 50 konzertante Stücke geschrieben. In der kronprinzlichen Kapelle in Rheinsberg lernte er Johann Joachim Quantz und die Gebrüder Graun kennen sowie Franz Benda und Georg Anton Benda,[5] ebenfalls Mitglieder der Flötenkonzerte (auf dem Menzel-Bild Franz Benda angeblich ganz rechts an der Wand stehend dargestellt). Als Kammercembalist Friedrichs II. unterrichtete er in Berlin den jungen Herzog Carl Eugen von Württemberg. Ihm widmete er die sechs Württembergischen Sonaten für Cembalo (Nürnberg 1744), nachdem er zwei Jahre zuvor seine sechs Preußischen Sonaten, die bedeutendsten Zeugnisse der neuen Stilbildung auf dem Gebiet der Klaviersonate, Friedrich II. zugeeignet hatte. Zahlreiche Orgelwerke entstanden im Umfeld der 1755 von Ernst Julius Marx und Johann Peter Migendt erbauten Hausorgel der Prinzessin Anna Amalia, die in Berlin-Karlshorst erhalten ist. Bis in seine letzten Lebensjahre schrieb Bach Werke für Tasteninstrumente, und sie bilden den Kernpunkt seines kompositorischen Schaffens.

Bach heiratete 1744 Johanna Maria Dannemann, die Tochter eines Berliner Weinhändlers. Aus der Ehe gingen eine Tochter, Anna Philippina Bach (1747–1804), und zwei Söhne hervor, von denen einer als Jurist in Hamburg tätig war, Johann Adam (auch August genannt) Bach (1745–1789), und der andere, Johann Sebastian Bach „der Jüngere“, auch „Johann Samuel“ (1748–1778), Kunstmaler wurde und auf einer Studienreise in Rom verstarb. 1746 stieg Bach zum Kammermusikus auf. Aus der Berliner Zeit, in der er der „Berliner Bach“ genannt wurde, stammen auch sein Magnificat (1749), eine Osterkantate (1756), mehrere Sinfonien und Konzerte, drei Liederbände – Geistliche Oden und Lieder mit Melodien nach Texten von Gellert (1758), Oden mit Melodien (1762) und Sing-Oden (1766) – einige weltliche Kantaten und Gelegenheitsstücke. Seine Vertonungen der Oden und Lieder Gellerts wurden bis 1784 fünfmal herausgegeben und inspirierten viele andere Komponisten, darunter Beethoven zu seinen Gellert-Liedern op. 48. Bachs Hauptarbeit galt aber dem Klavier, für das er in dieser Periode beinahe hundert Sonaten und andere Solowerke komponierte, darunter die Sammlung mit veränderten Reprisen (1760–1768) und einige der Sonaten für Kenner und Liebhaber. Daneben sind viele wichtige Flötensonaten, unter anderem die Hamburger Sonaten, entstanden.

Bach ist ein Hauptvertreter des Empfindsamen Stils. Seine Musik ist voller zerrissener Melodien und ungewöhnlicher Sprünge, Harmonien und Wendungen, die aus der Barocktradition heraustreten. Er steht im Bereich der Musik der deutschen EmpfindsamkeitKlopstock, Herder und dem jungen Goethe – gegenüber und nimmt viele Stileigentümlichkeiten, die in der Literatur folgten, schon vorweg.

Carl Philipp Emanuel Bach, gemalt von Johann Philipp Bach

1759 veröffentlichte er sein bedeutendstes Lehrwerk Versuch über die wahre Art das Clavier zu spielen im Selbstverlag in Berlin; ein zweiter Teil erschien 1762 ebenfalls im Selbstverlag. An vielen Stellen dieses Werkes stellt Bach vermutlich erstmals die Vorstellung von „musikalischen Gedanken“ vor. Im 41. Capitel „Von der freyen Fantasie“ schreibt er im §3: „Ohngeacht in solchen Fantasien keine Tacteintheilung Statt findet, so verlanget dennoch das Ohr wie wir weiter unten hören werden, ein gewisses Verhältniß in der Abwechslung und Dauer der Harmonien unter sich, und das Auge ein Verhältniß in der Geltung der Noten, damit man seine Gedanken aufschreiben könne.“[6]

Am 26. März 1755 spielte Bach den Continuo-Part anlässlich der Premiere von Carl Heinrich Grauns Passionsmusik „Der Tod Jesu“. Im selben Jahr kam es zu einer Auseinandersetzung zwischen Bach und seinem Konkurrenten Christoph Nichelmann, der in seiner Abhandlung Die Melodie, nach ihrem Wesen sowohl, als nach ihren Eigenschaften Bach einen affektierten Stil vorwarf. Bach bestellte bei einem „Caspar Dünkelfeind“, bei dem es sich aller Wahrscheinlichkeit nach um Christoph Gottlieb Schröter handelt, eine polemische Replik, welche zu einem weiteren Angriff Nichelmanns führte. Schließlich kündigte Nichelmann seinen Dienst bei Hofe, Bachs Gehalt wurde um 200 Taler erhöht, und der 20-jährige Carl Friedrich Christian Fasch erhielt am 1. Februar 1756 eine Anstellung als zweiter Hofcembalist zum üblichen Gehalt von 300 Talern.

Infolge dieser Streitigkeiten distanzierte sich Bach zunehmend vom Hofleben und betätigte sich mehr in privaten Berliner Musikkreisen. Er war ein wichtiges Mitglied der von Christian Gottfried Krause gegründeten ersten Berliner Liedschule, obwohl er darin keine führende Rolle spielte und hauptsächlich humoristische Texte vertonte. Gelegentlich komponierte er Lieder „im Volks-Styl“, zum Beispiel das Trinklied „Der Wirt und die Gäste“ auf einen Text von Johann Wilhelm Ludwig Gleim.

In Hamburg[Bearbeiten]

Am 2. April 1768, am Karsamstag, wurde Bach Nachfolger seines verstorbenen Paten Georg Philipp Telemann als städtischer Musikdirektor und Kantor am Johanneum in Hamburg, wurde jedoch erst am 19. April offiziell in sein Amt eingeführt. Seine Pflichten in Hamburg entsprachen ziemlich denjenigen seines Vaters in Leipzig, und dementsprechend wandte er sich nun mehr der Kirchenmusik zu. An den fünf Hamburger Hauptkirchen sollten jährlich insgesamt um die 200 Aufführungen stattfinden, außerdem wurden viele Kompositionen für spezielle Anlässe erwartet. Bach versuchte dieser starken Arbeitsbelastung durch vorausschauende Planung Herr zu werden: Für viele seiner Werke verarbeitete er bereits vorhandenes Material; seien es eigene, frühere Kompositionen oder die Werke anderer Komponisten wie Georg Anton Benda, Gottfried August Homilius, Gottfried Heinrich Stölzel, aber auch die seines Vaters und Telemanns. Zur Bearbeitung dieser „fremden“ Werke verwendete er die Pasticcio-Technik: Er fügte Stimmen oder ganze Sätze hinzu, instrumentierte neu und überarbeitete Rezitative.[7]

1769 schuf er das Oratorium Die Israeliten in der Wüste und zwischen 1769 und 1788 über zwanzig Passionsvertonungen, ein zweites Oratorium Die Auferstehung und Himmelfahrt Jesu sowie rund siebzig Kantaten, Litaneien, Motetten und andere liturgische Stücke. Für das Klavier schrieb er die sechs Bände der Sonaten für Kenner und Liebhaber.

Zu Bachs Freundeskreis in Hamburg gehörten zunächst Gotthold Ephraim Lessing, den er in Berlin kennengelernt hatte, und die Bürgermeister Hans Jacob Faber und Jacob Schuback. Später waren unter seinen Freunden der Theologe Christoph Christian Sturm, der Mathematikprofessor Johann Georg Büsch sowie die Ärzte Johann Albert Heinrich Reimarus und Johann August Unzer.

Neben seinen Amtspflichten als Kirchenmusikdirektor nahm Bach von Anfang an eine führende Stellung im Hamburger Konzertleben ein. Zusätzlich zu seinen eigenen Oratorien führte er in Hamburg auch Werke anderer Komponisten auf, darunter Tod Jesu von Carl Heinrich Graun sowie Seliges Erwägen und die Donnerode von Telemann. Bei einem „historischen“ Konzert am 9. April 1786 kamen neben einer von ihm komponierten Symphonie, seinem Magnificat und seiner Kantate Heilig auch Teile aus J.S. Bachs h-Moll-Messe und die Arie Ich weiß, dass mein Erlöser lebet aus Händels Messias zur Aufführung.

Bach, der eine ausgiebige Korrespondenz[8] mit Denis Diderot unterhielt, wurde möglicherweise Ende März 1774 auf dessen Rückreise von Sankt Petersburg von ihm besucht, u. a. wollte er eigens für seine musikalisch interessierte und gebildete Tochter Marie-Angélique de Vandeul (1753–1824) Noten und Kompositionen erwerben.[9][10]Der Aufenthalt von Denis Diderot entging auch der örtlichen Presse nicht, so berichteten etwa die hamburgischen Addreß-Comtoirs-Nachrichten 32. Stück vom Donnerstag, den 31. März 1774 über den Aufenthalt des Enzyklopädisten.[11][12]Sicher belegt aber sind zwei Briefe, die Diderot an Bach verfasst hatte.

Bach starb 1788 in Hamburg. Sein Grabmal im Gruftgewölbe der St.-Michaelis-Kirche ist bis heute öffentlich zugänglich. Nach seinem Tod widmeten ihm Friedrich Gottlieb Klopstock und Johann Wilhelm Ludwig Gleim dichterische Nachrufe.

Im Laufe von fast 60 Jahren komponierte Bach über 1000 separate Werke. Der größere Teil seiner nachgelassenen Musikalien wurde später von dem Sammler Georg Poelchau erworben. Auch Friedrich Wilhelm von Thulemeier bewahrte sehr gute Kopien der Kompositionen Bachs wie auch Quantz’, Schaffraths und Nichelmanns auf. Das Nachlass-Verzeichnis, 1790 in Hamburg gedruckt, ist die wichtigste Quelle für genaue Einzelheiten über Bachs Schaffen und erteilt oftmals mehr Angaben zu Datum und Ort einer Komposition als die autographen Manuskripte.

Carl Philipp Emanuel Bach gilt als einer der bedeutendsten Komponisten in der Zeit zwischen Barock und Wiener Klassik. Er war zu seinen Lebzeiten berühmter als sein Vater Johann Sebastian. 1788, kurz vor Bachs Tod, dirigierte Wolfgang Amadeus Mozart drei Aufführungen des Oratoriums Die Auferstehung und Himmelfahrt Jesu in Wien. Bei dieser Gelegenheit erfuhr der abwesende Hamburger Komponist noch einmal eine außergewöhnliche Ehrung: „In der Aufführung am 4ten März ließ der Hr. Graf (van Swieten) das in Kupfer gestochene Bildniß des Hrn. Capellmeist. Bach im Saale herumgehen. Die anwesenden Fürstinnen und Gräfinnen und der ganze sehr glänzende Adel bewunderten den großen Componisten, und es erfolgte ein hohes Vivat, und eine dreyfache, laute Beyfallsbezeugung.“[13]

Bei den Wiener Klassikern stand Bach hoch im Ansehen.

  • Joseph Haydn meinte: „Wer mich gründlich kennt, der muss finden, dass ich dem Emanuel Bach sehr vieles verdanke, dass ich ihn verstanden und fleißig studiert habe.“
  • Mozart: „Er (Emanuel Bach) ist der Vater; wir sind die Bubn. Wer von uns was Rechts kann, hats von ihm gelernt.“
  • Beethoven schreibt in einem Brief an Breitkopf & Härtel: „Von Emanuel Bachs Klavierwerken habe ich nur einige Sachen, und doch müssen einige jedem wahren Künstler gewiß nicht allein zum hohen Genuß, sondern auch zum Studium dienen.“[14]

Werke[Bearbeiten]

Es existieren verschiedene Kataloge der Werke Carl Philipp Emanuel Bachs. Der Katalog von Alfred Wotquenne von 1905, dessen Abkürzung „Wq“ lautet, ist bis heute der gängigste geblieben, obwohl E. Eugene Helms neu strukturierter Thematic Catalogue of the Works of Carl Philipp Emanuel Bach (1989) eine umfassendere Grundlage bietet; Helms Verzeichnis wird mit „H.“ bezeichnet. 2014 erschien im Rahmen des Bach-Repertoriums ein grundlegend neues Verzeichnis der Vokalwerke. Das der Instrumentalwerke ist in Vorbereitung.[15]

Auf Tonträgern und im Druck erhältliche Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Konzert für Cembalo, Klavier und Orchester in Es-Dur
  • Württembergische Sonaten Wq 49 (Nr. 1 a-Moll, Nr. 2 As-Dur, Nr. 3 e-Moll, Nr. 4 B-Dur, Nr. 5 Es-Dur, Nr. 6 h-Moll)
  • Oboenkonzert B-Dur
  • Oboenkonzert Es-Dur
  • Sonate a-Moll für Flöte solo
  • Sinfonia a tre voci in D-Dur
  • Konzert für Cembalo Wq 20
  • Konzert für Flöte d-Moll Wq 22
  • Sechs Sonaten zu Versuch über die wahre Art das Clavier zu spielen Wq 63 Nr. 1 bis Nr. 6
  • Sonaten für Traversflöte & Fortepiano (Sonate Nr. 1 D-Dur Wq 83, Sonate Nr. 2 E-Dur Wq 84, Sonate Nr. 3 G-Dur Wq 85, Sonate Nr. 4 G-Dur Wq 86, Sonate Nr. 5 C-Dur Wq 87)
  • Zwölf Variationen über La Folia Wq 118/9
  • Hamburger Sonate G-Dur für Flöte und Basso continuo Wq 133
  • Sonate für Viola da gamba D-Dur Wq 137
  • Duo für Flöte und Violine Wq 140
  • Trio für Flöte, Violine und Basso continuo h-Moll Wq 143
  • Trio für Flöte, Violine und Basso continuo C-Dur Wq 147
  • Triosonate B-Dur Wq 158
  • Triosonate c-Moll „Sanguineus et Melancholicus“ Wq 161/1
  • Konzerte für Flöte A-Dur Wq 168, G-Dur Wq 169
  • Konzert für Violoncello in a-Moll Wq 170
  • Konzert für Violoncello in B-Dur Wq 171
  • Konzert für Violoncello in A-Dur Wq 172
  • Sinfonien Wq 173 und Wq 178
  • Berliner Sinfonien (Es-Dur Wq 179, F-Dur Wq 181, C-Dur Wq 174, F-Dur Wq 175)
  • Sechs Hamburger Sinfonien Wq 182
  • Vier Orchestersinfonien Wq 183
  • Magnificat Wq 215
  • Phyllis und Thirsis Wq 232
  • Die Auferstehung und Himmelfahrt Jesu (1787)
  • Lukas-Passion (1771)
  • Johannes-Passion (1772)
  • Markus-Passion (1786)
  • Matthäus-Passion (1785)

Späte Funde[Bearbeiten]

  • 1999 wurden im Rahmen der „Beuterückführung“ von der Krim der Sing-Akademie zu Berlin verschollene Noten zurückgegeben, darunter Weihnachtskantaten von C.P.E. Bach (Den Engeln gleich von 1769 und Ehre sei Gott in der Höhe von 1772) und Georg Anton Benda (Gott steigt herab, von C.P.E. Bach bearbeitet.[16] Erstaufführung der drei Kantaten mit dem „Zelter-Ensemble“ der Sing-Akademie unter Joshard Daus), von Deutschlandradio Kultur am 15. Dezember 2003 gesendet.

Andenken[Bearbeiten]

In Berlin gibt es ein Musikgymnasium Carl Philipp Emanuel Bach. Die Franziskaner-Klosterkirche in Frankfurt (Oder) trägt seit ihrem Umbau in eine Konzerthalle Bachs Namen. In der St.-Michaelis-Kirche in Hamburg wurde 2010 eine Orgel erbaut, die den Namen Bachs trägt.

Jubiläumsjahr 2014[Bearbeiten]

Logo für das C.Ph.E.-Bach-Jubiläumsjahr 2014

Am 8. März 2014 jährte sich zum 300sten Mal der Geburtstag von Carl Philipp Emanuel Bach. Ihm zu Ehren richten die Bachstädte Hamburg,[17] Potsdam, Berlin, Weimar, Frankfurt (Oder), Leipzig und viele weitere deutsche Städte ein Programm mit Konzerten und Veranstaltungen aus.[18]

Schriften[Bearbeiten]

Reprint beider Teile mit den Ergänzungen der Ausgaben von 1787 und 1797: Kassel 2003 (Hrg. Wolfgang Horn)
  •  Text zur Musik, als der Hochwürdige, in Gott Andächtige und Hochgelahrte Herr Herr Georg Heinrich Berkhan, den 8ten Februar, 1787, als Hauptpastor an der St. Catharinen Kirche in Hamburg, eingesegnet ward. Peter Nicolaus Bruns, Hamburg 1787 (Digitalisat auf den Seiten der Staatsbibliothek Berlin).

Literatur[Bearbeiten]

  • David Schulenberg: The Music of Carl Philipp Emanuel Bach. University of Rochester Press, 2014, ISBN 978-1-58046-481-9
  • Dorothea Schröder: Carl Philipp Emanuel Bach. Reihe Hamburger Köpfe. Ellert und Richter, Neuausgabe Hamburg 2014, ISBN 978-3-8319-0562-1
  • Siegbert Rampe: Carl Philipp Emanuel Bach und seine Zeit. Laaber, Laaber 2014, ISBN 978–3–89007–838–0
  • Heinrich BellermannBach, Philip Emanuel. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 1, Duncker & Humblot, Leipzig 1875, S. 744–746.
  • C. Blanken; W. Enßlin: Unterwegs mit Carl Philipp Emanuel Bach. Musikalisch-biografischer Reiseführer zu seinen Lebensstationen. Lehmanns Media, Berlin: 2014, ISBN 978-3-86541-545-5
  • A. E. Cherbuliez: Carl Philipp Emanuel Bach. Zürich 1940
  • Semjon Aron Dreiling: Pompöser Leichenzug zur schlichten Grabstätte. Die vergessenen Toten im Gruftgewölbe der Hamburger St.-Michaelis-Kirche 1762–1813. Medien-Verlag Schubert, Hamburg 2006; ISBN 3-937843-09-4 [zum Grab in der St.-Michaelis-Kirche, Hamburg].
  • Wilibald GurlittBach, Carl Philipp Emanuel. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 1, Duncker & Humblot, Berlin 1953, ISBN 3-428-00182-6, S. 488 (Digitalisat).
  • Gisela Jaacks: Bach, Carl Philipp Emanuel. In: Hamburgische Biografie, Band 3, Wallstein, Göttingen 2006, S. 24–25.
  • H. Miesner: Philipp Emanuel Bach in Hamburg. Leipzig 1929; Nachdruck Wiesbaden 1969
  • Hans-Günter Ottenberg: Carl Philipp Emanuel Bach. Piper, München 1988, ISBN 3-492-18235-6
  • Markus Rathey: Kommunikation und Diskurs. Die Bürgerkapitänsmusiken Carl Philipp Emanuel Bachs. Olms, Hildesheim/Zürich/New York 2009, ISBN 978-3-487-14220-3
  • Otto Vrieslander: Philipp Emanuel Bach. R. Piper & Co., München 1923
  • New Grove Dictionary of Music and Musicians, Second Edition 2001, Band 2, S. 387−408
  • Franz Lorenz: Die Musikerfamilie Benda (Band 1: Franz Benda), 1967, de Gruyter Berlin
  • Franz Lorenz: Die Musikerfamilie Benda (Band 2: Georg Anton Benda), 1971, de Gruyter Berlin, ISBN 3-11-003568-5
  • Charles Burney: Tagebuch seiner Musikalischen Reisen Durch Böhmen, Sachsen, Brandenburg, Hamburg und Holland: Mit einigen Zusätzen und Anmerkungen zum zweyten und dritten Bande, Band 3, Verlag Bode, Hamburg, 1773, S. 176-220 („Hamburg“, einschließlich Bachs Selbstbiographie S. 199f).

Weblinks[Bearbeiten]

 Wikisource: Carl Philipp Emanuel Bach – Quellen und Volltexte
 Commons: Carl Philipp Emanuel Bach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. New Grove Dictionary of Music and Musicians, Second Edition 2001, Band 2, S. 387
  2. Als zweiter Sohn Johann Sebastian Bachs wurde am 23. Februar 1713 Johann Christoph geboren, der noch am selben Tag verstarb.
  3. In der Composition und im Clavierspielen habe ich nie einen andern Lehrmeister gehabt als meinen Vater, heißt es in C.Ph.E. Bachs Selbstbiographie.
  4. New Grove Dictionary of Music and Musicians, Second Edition 2001, Band 2, S. 388
  5. gegenseitige Besuche fanden statt in Gotha und Hamburg (1778)
  6. Vgl. Carl Philipp Emanuel Bach, Versuch über die wahre Art das Klavier zu spielen, bei C.F. Kahnt, herausgegeben von Dr. Walter Niemann, Leipzig 1925, S. 120.
  7. Biographie: Carl Philipp Emanuel Bach in Hamburg
  8. Doris Bosworth: Carl Philipp Emanuel Bach: A Guide to Research. Routledge music bibliographies, Powers Psychology Press, 2002, ISBN 0-8153-2179-1, S. 53–54
  9. J. Lietz: Le passage de Diderot par l'Allemagne en 1774. Recherches sur Diderot et sur l'Encyclopédie Année 1998 Volume 24 Numéro 24 S. 154–163
  10. Jörg-Ulrich Fechner: Diderots Briefe an Carl Philipp Emanuel Bach im ursprünglichen Wortlaut Funktionen der zeitgenössischen Rezeption. In Présence de Diderot: Internationales Kolloquium zum 200. Todesjahr von Denis Diderot an der Universität-GH-Duisburg vom 3. – 5. Oktober 1984. Lang, Frankfurt am Main 1990, ISBN 3-6314-1696-2, S. 33-57
  11. J. Lietz: Le passage de Diderot par l'Allemagne en 1774. Recherches sur Diderot et sur l'Encyclopédie Année 1998 Volume 24 Numéro 24 S. 154–163
  12. Jörg-Ulrich Fechner: Diderots Briefe an Carl Philipp Emanuel Bach im ursprünglichen Wortlaut. Funktionen der zeitgenössischen Rezeption. In Présence de Diderot: Internationales Kolloquium zum 200. Todesjahr von Denis Diderot an der Universität-GH-Duisburg vom 3. - 5. Oktober 1984. Lang, Frankfurt am Main 1990, ISBN 3-6314-1696-2, S. 33-57
  13. Biographie: Tod und Nachruhm
  14. Otto Vrieslander: Philipp Emanuel Bach. S. VII.
  15. Carl Philipp Emanuel Bach. Thematisch-systematisches Verzeichnis der musikalischen Werke. Teil 2: Vokalwerke (BR-CPEB) /Bearb. von Wolfram Enßlin u. Uwe Wolf unter Mitarb. von Christine Blanken, mit einem Vorw. von Christoph Wolff. – Stuttgart: Carus, 2014. – (Bach-Repertorium. Werkverzeichnisse zur Musikerfamilie Bach ; III.2) ISBN 978-3-89948-209-6; Rezension von Ingeborg Allihn auf info-netz-musik; 29. Juni 2014; abgerufen am 16. September 2014
  16. laut Musikwissenschaftler Enßlin „Pasticcio Praxis“ (Pasticcio (Musik)) (online)
  17. Geplant im „KomponistenQuartier“ in der Peterstraße ein Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Museum, in unmittelbarer Nachbarschaft zum bestehenden Johannes Brahms-Museum und dem Georg-Philipp-Telemann-Museum, Planungsvorstellung am 9. März 2014 (Webseite C.P.E. Bach und Webseite der Carl-Toepfer-Stiftung)
  18. www.cpebach.de, offizielle Webseite zum Jubiläumsjahr von Carl Philipp Emanuel Bach.